Wie man Diebold Wahlcomputer hackt

Nico —  15.09.2006

Das ist eher scary. Stimmen können mühelos verändert werden, ebenso kann die eingeschleuste Software sich wie ein Virus weiter verbreiten. Trotz Ausdruck total unsicher.

Wahlen auf Papier sind immer noch am sichersten. Welches Problem lösen Wahlcomputer? Wahlcomputer sind einfach unsicher.

[ via: Joho the Blog: Hacking Diebold ]

5 responses to Wie man Diebold Wahlcomputer hackt

  1. Und Zettel sind per se sicher? Hast du vom Chaos bei der Kommunalwahl in Niedersachsen gehört? Bei uns muss der Wahlausschuss noch einmal antreten, weil einem Kandidaten Ungereimtheiten beim Ergebnis aufgefallen sind, die bei einer Nachzählung bestätigt worden sind. Und dass bei einem Wahlsystem, dass nur drei Stimmen pro Wahlzettel zulässt. Wie wird das wohl bei den Riesenstimmzetteln in Baden-Württemberg aussehen, bei denen der Wähler soviele Kreuze auf den Wahlschein machen kann, wie Sitze zu verteilen sind und sogar Kandidaten streichen. Für „sicher“ halte ich so ein per Hand ausgezähltes Ergebis auch nicht.

  2. ach ja…

    Oder man sollte sich mal den Artikel in den Mitteilungen des Wissenschafzszentrums für Sozialforschung ansehen, der zeigt, wie sehr das Design des Wahlzettels das Ergebnis beeinflusst.

  3. Tim, Du hast die Frage selber beantwortet. Ja sie sind sicherer, weil man bei Bedarf noch einmal nachzählen kann.

  4. Das mit dem Wiederauszählen ist rein theoretisch. Unsere Wahlgesetzte setzen sehr hohe Hürden für die Anfechtung und Wiederauszählung. In dem geschilderten Fall wurde natürlich nur das augenscheinlich falsche Ergebnis der Liste neu ausgezählt. Die anderen Listen, die von den selben Auszählern bearbeitet wurden, wurden nicht angefasst. Begründung: Es gibt keinen Hinweis auf Fehlern.

    Realität ist, dass die 4-5 Wahlhelfer beim Zählen alleine sind. Ich habe schon Wahlhelfer erlebt, die wegen Alkohol nicht in der Lage waren überhaupt zu zählen. Die „Öffentlichkeit“ sitzt lieber vorm Fernseher und diskutiert schon das Prognose-Ergebnis, während noch überall ausgezählt wird.

    Die Wahlhelfer werden nicht geschult – man ist froh überhaupt jemanden zu finden.

    Der jeweilige Wahlsausschuss, der das Ergebnis einige Tage später feststellt macht nur 1-2 Stichproben und die Damen und Herren wollen auch möglichst schnell wieder zuhause sein.

    Über allem steht die Angst, Fehler zu finden. Lieber werden Ungereimtheiten unter den Tisch gekehrt. Keiner gibt offen zu, dass es bei den Wahlen Fehler gibt. Wenn man mit den Wahlleitern spricht, hört man hinter vorgehaltener Hand, dass sie bis zu 5% der Stimmzettel für falsch ausgezählt halten.

    Fehlerquellen und sogar Manipulationsmöglichkeiten gibt es bei Wahlzetteln auch. Sie werden nicht diskutiert und sind nur selten systematisch analysiert und erforscht worden.

    Prinzipiell bin ich ja deiner Meinung. Aber das Ziel sollte die Validität und Reliabilität des Ergebnisses sein, unabhängig vom Stimmsystems. Warum soll es nicht irgandwann Wahlcomputer geben, die sicher und einfach zu bedienen sind und damit genauer und besser als die Zettelwirtschaft?

  5. ach ja…

    Mit „falsch ausgezählt“ sind natürlich auch Übertragungsfehler und andere Fehlerquellen gemeint.