Flughafensecurity und Privatsphäre

Es gibt so Sachen, die kann ich nachvollziehen, beispielsweise, dass kontrolliert wird, dass niemand eine Bombe mit an Bord nimmt oder Waffen oder ähnliches. Dieser Quatsch mit den 100ml in einer Plastiktüte wird niemanden abschrecken, aber so geht eben gute Placebo-Politik. Was mich aber wirklich nervt, ist die Art und Weise wie es mittlerweile Standard geworden zu sein scheint, die Taschen zu durchsuchen.

Ich erwarte, dass ich höflich gebeten werde, die Tasche zu öffnen und dann entsprechend der Bitten des Personals Inhalte oder Bereiche meiner Tasche zeige bzw. zugänglich mache. Immer häufiger sieht das Verhalten des Personals allerdings so, dass nach einem kurzen “ich gucke da mal rein” angefangen wird, in meiner Tasche rumzugrabbeln. Ohne Handschuhe, ohne mein Einverständnis. Ich finde das eine Frechheit! Ich lehne dies auch grundsätzlich ab und fordere die Person auf, ihre Hände aus meiner Umhängetasche zu nehmen und mich zu bitten, etwas zu zeigen. “Wir dürfen das!” wird zumeist erwidert und nur wenn ich hartnäckig bleibe, kann man sich darauf verständigen, nicht in meiner Tasche rumzuwühlen. Ich finde es äußerst bedenklich, wie hier einfach versucht wird, die Rechte der Passagiere mit dem Hinweis auf Sicherheit, Terror und Bedrohung immer weiter einzuschränken.

Ausserdem frage ich mich immer, was die in meiner Umhängetasche finden wollen, ich finde da auch nie das, was ich suche.

KategorienAllgemein

Eine Antwort auf „Flughafensecurity und Privatsphäre“

Kommentare sind geschlossen.