Haben Sie Payback?

Nico —  16.01.2007

Ja, ich habe so eine Plastikkarte, irgendwann mal wegen irgendwelchen Prozenten oder so mitgenommen. Ich finde auch die generelle Idee hinter diesen Rabattkarten okay, man gibt einen Teil seiner Daten Preis und im Gegenzug erhält man irgendwelche Goodies, wenn auch oft nur vermeintliche. Dennoch, es ist ein Deal, den man eingehen kann, wenn man mag. Man muß es nicht und das Portemonnaie hat dann eine Plastikkarte weniger.

So weit so gut, ich bekomme alle paar Wochen Altpapier, das ich auf dem Klo lese mit lauter Coupons, die ich sofort verschludere, aber auch das ist Teil des Deals und von mir akzeptiert.

Was mir aber völlig auf die Nerven geht und mich bald zu einem 100m Amoklauf in einem Laden animieren wird, dass ist diese ewig penetranten Frage an den Kassen von Kaufhof und DM nach „Haben Sie Payback?“, auch wenn ich nur ein Kaugummi kaufe oder ein Gläschen Brei oder wasweissich was. Wenn ich meine, Payback sollte von meinem Einkauf wissen und mir irgendwelche Punkte gutschreiben, dann will ich das verdammt noch mal selber andeuten, in dem ich beim Bezahlen ein doofes Kärtchen rüberreiche! Aber diese ewige „Haben Sie Payback?“ führt zu nix, ausser meinem gesteigerten Genervtsein und einem baldigen Zurücksenden einer mutwillig zerstörten Karte.

10 responses to Haben Sie Payback?

  1. Ich frag immer:\“Haben Sie eine?\“
    Da kommen immer lustiger Gespräche mit den KassiererInnen zustande.
    Macht Laune!

  2. Gut ist doch, dass man bei Payback weiß, welche Unternehmen dabei sind. Dann geht man dort halt nicht mehr einkaufen…ist auch ne Art von Marketing…

  3. Das scheint eine besondere Seuche da unten zu sein, das macht mich bei den seltenen Besuchen in Bonn auch immer wahnsinnig – müßte ich mir das jeden Tag anhören wäre der Amoklauf sicher nicht lang hin. ;)

  4. Die Frage ist für mich eindeutig eine Beleidigung.

  5. Die Angestellten sind ja verpflichtet, danach zu fragen. Das wird anscheinend stark kontrolliert. Und ich kann mir auch denken wieso: irgendjemand im Marketing hat sich mal gesagt: Kein Mensch weiss, wo Payback überall einsetzbar ist, und deshalb denkt jeder dass es nur in ganz wenigen Läden einsetzbar ist. Und damit dieser Irrglaube beseitigt wird, lassen wir jetzt einfach ÜBERALL danach fragen, dann merkt jeder, dass Payback ÜBERALL einsetzbar ist.
    Nett gedacht, aber ich stimme zu, es nervt unglaublich.

  6. Die Ossivariante der Kassiererin ist mir ja am liebsten \“Hoben Sie \’ne Päääbääckgorte?\“

    Wer dumm fragt bekommt dumme Antworten:
    »Ja« und dann warten was passiert.
    Oder:
    »Ihr Frage führt mich zurück in das Jahr 1981, ich hatte gerade die Schule beendet…« usw.

  7. Ich habe auch seit geraumer Zeit Payback und ich muss sagen mich nervt das gar nicht so – ich würde den Kram sonst in der Tat jedes mal vergessen. Was ich aber viel schlimmer finde, dass ich mittlerweile schon in der Bäckerei von nebenan gefragt werde \“Sammeln sie Bäckerei-Kramer-Punkte?\“ – dabei hat die Kassiererin schon einen Briefmarkenähnlichen Papierstreifen in der Hand. Egal wo man hinkommt – jeder Mistladen, jede Tankstelle – alle verschenken Punkte. Das nervt!

  8. Hm. Die Alternative zum dauernden Fragen ist nunmal, Kunden zu verärgern (\“Verdammt, schon wieder vergessen, Punkte zu sammeln\“) und immensen Nachbearbeitungsaufwand (für Punkte-Nachtragungen) zu riskieren. Insofern ist es für beide Seiten sinnvoll, bei jedem Kassiervorgang zu fragen.

  9. Sinnvoll ist einzig die Abschaffung dieses Schwachsinns!

  10. Es ist wirklich so, wie Dirk Ploss sagt: Die Kunden sind im allgemeinen froh, wenn man sie daran erinnert – besser als der Aufwand einer nachträglichen Gutschrift. Die Damen an den Kassen werden also gebeten, nach Payback zu fragen. Vielleicht ist für manche dann eher die Tatsache \“nervig\“, dass inzwischen in sehr vielen Geschäften gefragt wird, ob man deren Herzen, Stempel oder etwas anderes sammelt. Und Payback muss in dem Fall den Nachteil hinnehmen, inzwischen als Synonym für alle Bonusprogramme zu stehen.