Unschmusiger Beckmann

Ich kann Ulle echt verstehen. Da kommt man zur alten Plaudertasche Beckmann und erwartet Fragen wie z.B. “wie war das damals, vom Gefühl her so?” oder auch “schildern Sie mal, wie das war, vom Gefühl her”, und was passiert stattdessen? Konfrontation. Beharren auf möglichen Streitpunkten. Bohren in Wunden.

Nee, Reinhold, wat biste ne fiese Charakter. Das kann man doch nicht machen. Das wäre ja genau so wie wenn Sabine Christiansen dafür sorgen würde, dass nicht alle pausenlos durcheinander labern oder Maybritt Illner Fragen stellen würde, die zum Thema passen.

Da würde ich auch meine Anwälte einschalten. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen sollte sich was schämen, so geht man nicht mit verdienten Sportlern um. Die sind es gewohnt, dass sie erzählen können, was sie wollen und fleissig Stichworte genannt bekommen, an denen sie sich durch die Unterhaltung hangeln können.

Germanische Internetinvestoren

Cyberpflänzchen nennt Alexander seine Liste von Investoren und deren Beteiligungen. Sehr lesenswert, bemerkenswert ist vor allem derzeit der Holtzbrinck-Überhang.

Gerne hätte ich für die Version 2.0 eine chicke grafische Darstellung, damit man schön sehen kann, wer wo mit wem was mit wieviel Anteilen zusammen macht.

Airbus im Sinkflug

Power8 heisst das Programm, mit dem in Deutschland und Frankreich 10.000 Stellen abgebaut werden sollen. Nebenbei werden auch noch Standorte geschlossen oder verkauft. Hamburg wird 800 Arbeitsplätze verlieren, so die Schätzungen.

Vor gar nicht langer Zeit wurde erst die Stadt Hamburg vor ein Ultimatum gesetzt, dass unbedingt eine Startbahnverlängerung nötig sei, für die u.a. das Mühlenberger Loch zugeschüttet werden mußte und der Hamburger Senat ordentlich tief in die Tasche greifen durfte. Im Gegenzug wurde der Verbleib in Hamburg garantiert und vor allem der Bau des A380 zugesagt. Als der Riesenflieger vorgestelt wurde, da taumelten die Airbusser vor Glück und eine Jubelmeldung jagte die nächste.

Mittlerweile wissen wir, dass das Management des deutsch-französischen Unternehmens ordentliche Fehler gemacht hat und de A380 vom Prestigeprojekt zur Pannenshow mutiert ist.

Dennoch gibt der Staat weiterhin Subventionen und Garantien, um die Arbeitsplätze zu halten. Boeing verlangt dies auch, insofern herrscht ein Stück weit Waffengleichheit. Ich frage mich allerdings, wieviel von dem derzeitigen Airbusdebakel darauf zurück zu führen ist, dass der Staat bei Airbus immer noch eine entscheidene Rolle spielt und meint, dass hier aktive Industriepolitik von Nöten sei. Wie lange wird das so noch gut gehen?

Zur Verantwortung der Hamburger SPD Kreisvorsitzenden

Jürgen Schüssler kommentierte in meinem letzten Artikel zur Hamburger SPD wie folggt:

Es ist immer einfach, die Schuld bei seinen Lieblingsfeindbildern zu suchen. Da bleibt das Weltbild im Lot. Die Gräben liefen diesmal aber ganz anders als gewohnt, und es ist schon ein echtes Novum, dass Alheit, Damerau, Kahrs, Rabe und Pörksen gemeinsame Interessen vertreten. Die Frage ist nur für was bzw. gegen wen?

Das möchte ich gerne aufgreifen.

1. Natürlich ist Johannes Kahrs als Kreisvorsitzender in Mitte die treibende Kraft gewesen, gilt es doch, seine Agenda zu pushen.

2. Ich finde es ja auch ganz toll, dass sich 5 Kreisvorsitzende zusammen tun, das hatten wir lange nicht. Es wäre aber noch toller gewesen, wenn sie sich nicht nur geeinigt hätten, dass sie gegen Petersen sind, sondern auch, wer an Petersens Stelle als Spitzenkandidat fungieren soll. Dorothee Stapelfeldt war eine Verlegenheitskandidatin, da war keine wirkliche Perspektive in Sicht.

3. Gemeinsame Interessen sollten nicht desktruktiv sein, sondern konstruktiv. Die fünf Kreisvorsitzenden haben der Partei mit ihrer Entscheidung gegen Petersen enorm geschadet.

4. Wer macht es nun? Hat einer der fünf Kreisvorsitzenden genug Mumm, um nun den Karren aus dem Dreck zu ziehen, in den sie ihn kollektiv reingeritten haben? Ich bezweifle, dass die Bereitschaft zur Übernahme der Verantwortung bei den fünf Kreisvorsitzenden vorhanden ist. Von ihrer mangelnden Kompetenz mal ganz zu schweigen.

Portal to Porno

Wenn religiöse amerikanische Fundamentalisten zum Gegenschlag ausholen wollen und die Wii und andere Spielekonsolen als “Portal to Porno” brandmarken, dann weiss ich instinktiv, dass ich das richtige Produkt gekauft habe.

Aus der Pressemitteilung der Sekte Ethur, gefunden bei Kotaku:

The Wii’s Dirty Little Secret

The Wiittle Porn Problem For Nintendo’s Best Selling Game Console

CORONA, CA – The Nintendo Wii gaming console has a wiittle porn problem. That’s right; this seemingly innocent family game console has a dirty little secret. It has the dubious ability to access pornography via the internet and most parents are not aware of this fact according to www.ThePornTalk.com

Like many new gaming technologies, the Wii’s wireless internet capabilities make it a portal to porno. “Parents think the computer is the only way for their kids to get porn on the internet. Unfortunately, they are dead wrong,” says Mike Foster, founder of ThePornTalk.com. “Gaming devices like the Wii and the PSP aren’t just for fun games anymore. You’re able to surf the net, chat with friends, email, and view porn because of its internet access. Kids know this but parents don’t!”

Wireless internet (Wi-Fi) technology allows electronic devices like Nintendo’s Wii to wirelessly connect to the internet. Airports, Starbucks, schools, and even entire cities give people the opportunity to log on the internet with a Wi-Fi device like the Wii or even Sony’s PSP. “This makes it very difficult to monitor as a parent. You can easily put safeguards in your house but it’s impossible to monitor in a Wi-Fi world,” says Foster. “Even though the Nintendo Wii has parental controls, parents don’t see a need for them because they are unaware of the porn capabilities.”

Alles Teufelszeugs, dieses Internetz und Starbucks sowieso.

[ via: Christian Group Preps To Attack Wii – Kotaku ]