Nachdem mittlerweile klar ist, dass der sog. Signal/Noise-Ratio bei Twitter eher so ist, dass der Dienst relativ nutzlos ist, ist mir noch etwas aufgefallen:
alle sind permanent wichtig.
Ständig trifft jemand wichtige Personen der Zeitgeschichte, oder knifflige Programmiertasks werden gelöst, oder wichtige URLs gepostet oder ganz wichtige Gedanken mit 160 Zeichen gepostet.
Niemand, wohl ausser mir, schreibt, dass er gerade auf dem Sofa sitzend in der Nase popelt, wenn, dann steht da “nehme gerade an einer spannenden Forschungsarbeit teil”. Irgendwie ist mein Leben zu unaufregend und ich treffe auch kaum so wichtige Leute, die ich mittels Twitter erwähnen könnte.
Irgendwie erinnert mich das Gebaren in Twitter (auf Twitter? bei Twitter?) an die mittlerweile klassischen amerikanischen Euphismen bei den Berufsbezeichnungen, wo dann anstatt eines Kassierers ein Sales Representative das Geld entegegnnimmt oder ein Customer Service Specialist die Beschwerde per Telefon entgegennimmt.
Twitter ist etwas für ganz wichtige Leute mit Hang zu großen Worten. Und viel Gelaber.
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