Von 48 auf 65, aber gefühlt sind es 100

Auf Walkscore kann man sich ausrechnen lassen, wie hoch die sog. Walkability des eigenen Wohnsitzes ist. Durch unseren Umzug von Bonn Poppelsdorf nach Hamburg Winterhude verbessern wir uns angeblich von 48 auf 65, aber der mit Google Maps funktionierende Mashup kann sicherlich nicht soo gut einschätzen, was dies im richtigen Leben bedeutet und für Auswirkungen auf die Walkability hat.

Auf alle Fälle aber ein nützliches Tool, um so eine Art Annäherungswert zu bekommen, wenn man gerne in einer Gegend wohnen will, die fußläufig einiges zu bieten hat. Sicherlich eher etwas für urbane Gegenden und ausserdem könnte das ruhig durch Plazes- oder Qype-Daten angereichert werden.

Popstars – Perle der Fernsehkunst

Popstars auf Prolo7 ist faszinierend und das Konzept ist bestechend. Aus ganz Deutschland werden absolut bratzige Jugendliche zusammengezogen, in deren Gegenwart ein Toastbrot für intelligent gehalten wird, die aussehen, als ob sie sich im Dunkeln bei Pimkies anziehen müssen und die nicht für 3 Cent Talent haben, dafür aber einen Abend lang über die Bühne hüpfen müssen, zur allgemeinen Belustigung des Fernsehpublikums. Dazu kommt eine Jury aus irgendwelchen drittklassigen Show-Acts, die vor allem ein erstklassiges Geltungsbewusstsein haben und immer wieder dieselben überwitzigen Formulierungen finden um zu sagen “Du bist raus, ach nee, doch nicht, ätschi” oder “Du bist drin, im Bus nach Hause, haha.” – das ist der Spannungsbogen, nach dem sich das minderbemittelte Prolo7-Publikum sehnt, das sich soziodemographisch an die Population in der Kölner Fussgängerzone beim Samstags-Shoppen orientiert.

Donnerstag ist ein guter Abend zum Weggehen.