Das Soziale gewinnt an Stellenwert

Erst gibt sich die SPD den Claim “Das soziale Deutschland”, dann kommt auch noch Google mit der Nachricht, dass OpenSocial gelauncht werden soll, und zwar schon morgen.

Das ist interessant, aus vielerlei Hinsicht. Erstens ist die Erkenntnis gereift, dass ein einfaches Netzwerk nicht reicht, sondern dass es inhärent sozial sein muss, damit es funktioniert, also über das Sammeln von Kontakten herausgehen muss. Zweitens ist klar geworden, dass es wenig Sinn macht, wenn jedes Netzwerk seine eigene Plattform bastelt, da verliert man als Entwickler nicht nur leicht die Übersicht, sondern verballert auch ordentlich Ressourcen. Drittens ist dank Facebook deutlich geworden, dass das Web OS gar nicht so weit entfernt ist und es Sinn macht, die Entwicklung neuer Features an eine Entwicklergemeinde zu übergeben, anstatt alles selber machen zu wollen. Das Netzwerk profitiert letztendlich immens von den Apps. Viertens wird es künftig einen API-Dreiklang geben, nämlich Facebook, OpenSocial und MySpace, womit dann so ziemlich der gesamte ernstzunehmende Social Network Bereich abgedeckt sein wird. Fünftens dürften Aggregationssites wie Netvibes oder Pageflakes dadurch weniger interessant werden, bzw. werden in sich in Social Networks integrieren müssen.

Nun muss Google nur noch die Specs releasen und schon wird Vielerorts fröhlich drauflos gecodet werden.

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