Das Thema Annen/Ilkhanipour habe ich ja schon mal diskutiert hier, und es geht munter weiter: SPD beschließt Mitgliederentscheid schreibt das Abendblatt über die SPD Eimsbüttel.
Ich denke ja durchaus, dass man um seine Position kämpfen sollte, aber nachdem nun die Delegierten Danial Ilkhanipour gewählt haben, wird es höchste Zeit, zu eine konstruktiven Zusammenarbeit zu finden, damit das Ziel, auch 2009 Eimsbüttel direkt zu gewinnen, nicht total abwegig wird. Alles was jetzt in Eimsbüttel stattfindet, sei es das Anfechten der Wahl wegen der Länge der Parteizugehörigkeit dreier Delegierten oder der Beschluß eines Mitgliederbescheids, führt nur dazu, dass die SPD Eimsbüttel sich mit sich selber beschäftigt und nach Außen den Eindruck einer Chaotentruppe vermittelt, der es nur um Postengeschacher geht. Natürlich muss man dafür auch Größe zeigen und über seinen eigenen Schatten springen können, was einige charakterliche Eigenschaften vorraussetzt, die ich gerade bei den handelnden Personen vermisse.
Ich finde das Vorgehen von Danial Ilkhanipour nicht sehr glücklich, aber ich sehe auch, dass die Truppe um Annen und Pörksen hier ein völlig unzureichendes Krisenmanagement hinlegt. Wenn man sich nicht um seinen Laden kümmert, muß man sich nicht wundern, wenn einem alles um die Ohren fliegt. Das Auftauchen irgendwelcher Jusos, die dann auch noch gewählt werden, hätte etliche Leute stutzig machen müssen, aber wenn alle es als egal ansehen, weil Annen als gesetzt galt, dann kann es dazu kommen, dass man auf der Zielgrade überholt wird. Trägheit wird bestraft, ob man das jetzt politisch gut findet oder nicht.
Da die Standpunkte sich weiter verhärten, wird die SPD Eimsbüttel auch noch in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder dafür sorgen, dass die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner eine eher untergeordnete Rolle spielen wird. Der Landesvorsitzende Ingo Egloff mag noch so toll darauf verweisen, dass die SPD keine Kaderpartei sei, aber besonders glücklich agiert auch er nicht. Ein Mitgliederentscheid finde ich nachgerade absurd, man kann nicht das Wahlverfahren ändern, das seit Jahren genutzt wird, nur weil es jetzt ausgenutzt wurde. Demokratie lebt vom Wechsel. Eine Partei sollte es aushalten können, wenn junge Hoffnungsträger mal einen Dämpfer bekommen, das wird auf lange Sicht kein Beinbruch sein für Niels Annen. Danial Ilkhanipour wird sich der Aufgabe und den damit verbundenen Herausforderungen sicher sein und zumindest den Wahlkampf mit seinen Juso-Legionen organisiert bekommen, dafür muss die Partei in Eimsbüttel sich jetzt aber zusammenreissen und nicht weiter versuchen, die Gräben zu vertiefen.
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