SPD Eimsbüttel: Quartalsirre und Mitgliederbefragungen

Nico —  6.12.2008

Herrlich, die SPD in Hamburg hat nachwievor nichts besseres zu tun, als sich vortrefflich mit sich selber zu beschäftigen. Ingo Egloff fasst das super zusammen: SPD-Chef: „Ich fühle mich von Quartalsirren umgeben“, obwohl man sich dann fragen muß, ob er dann der Ober-Irre ist oder wie er seine Rolle definiert:

Der Parteivorstand wies diese rechtliche Einschätzung erwartungsgemäß zurück. Erstens sei die Anfechtung nicht fristgerecht eingegangen. Zweitens sei Delegierter kein Parteiamt im Sinne der Satzung. Und drittens gehe in diesem Fall das Wahlgesetz vor, erläuterte SPD-Chef Ingo Egloff nach der mehr als zweistündigen Krisensitzung des Vorstandes.

Zugleich forderte der Vorstand die Kontrahenten Annen und Ilkhanipour auf, sich einer Mitgliederbefragung in Eimsbüttel zu stellen und deren Ergebnis zu akzeptieren. Ilkhanipour aber, der sich bei den Kreisdelegierten im November formal korrekt und auf legale Weise mit 45 zu 44 Stimmen gegen Annen durchgesetzt hatte, betonte erneut, er werde sich keiner Mitgliederbefragung stellen.

Parteichef Egloff räumte ein, dass es schwierig sei, eine Lösung zu finden – und forderte alle Beteiligten noch einmal dazu auf, in sich zu gehen und zur Befriedung der Partei beizutragen. Auf die Frage, was denn eigentlich in der SPD los sei, erst der Stimmzettelklau, nun das Eimsbüttel-Chaos, sagte Egloff: „Manchmal bekommt man tatsächlich das Gefühl, man sei von Quartalsirren umgeben.“

Mittlerweile steigt das Verlangen nach einem weissen Ritter, der als wählbare Alternative durch Eimbsüttel reitet, nur bislang ist niemand in Sicht. Des Weiteren will jetzt Thomas Böwer ebenfalls durch eine Mitgiederbefragung zum Kreisvorsitzenden gewählt werden, was der bisherige Amtsinhaber Milan Pein nicht so klasse findet, da er dachte, dass er dieses Amt jetzt einfach so bestätigt bekommt.

Die Mitgliederbefragungen sollen erst im Januar durchgeführt werden, so sind also noch mindestens 4 Wochen lang Meldungen aus dem Tollhaus SPD Eimsbüttel zu erwarten. Aber danach kann man sicherlich ganz toll den Wählerinnen und Wählern erklären, warum der SPD-Kandidat bei der Bundestagswahl die Direktstimmen bekommen sollte.

2 responses to SPD Eimsbüttel: Quartalsirre und Mitgliederbefragungen

  1. Ich könnte jetzt was zum möglichen Ausgang der Wahl 2009 sagen und darüber wie verdient dieser Ausgang wäre, doch ich bin, einer der wenigen Linken die noch in der SPD sind und die werden ohne Umwege aus der Partei geworfen, wenn sie ihre Meinung öffentlich kundtun.

  2. das ist doch unfug.