09. Dezember 2008

Pendlerpauschale jetzt endlich abschaffen!

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden und Pendler hoffen auf kräftige Nachzahlungen, aber das ist echt das falsche Signal. Die Pendlerpauschale muß jetzt gestrichen werden, es kann nicht angehen, dass wir weiterhin die Fahrten zur Arbeit finanziell unterstützen. Ich habe da auch schon mal drauf hingewiesen

Die Pendlerpauschale ist aus ökologischen Gesichtspunkten wenig sinnvoll, sie fördert die Zersiedelung der Landschaft und den Individualverkehr. Ich weiss, dass es doof ist, wenn man in strukturschwachen Gebieten lebt, aber es kann nicht die Allgemeinheit dafür aufkommen, dass man eine derartige Lebensentscheidung trifft. Ich bekomme auch keine Zulagen, nur weil ich es vorziehe, in einem Altbau in der Stadt Hamburg wohnen zu wollen. Allerdings ist mir das Argument, dass wir hier wenig nachhaltig handeln, wenn wir eine steuerlichen Anreiz fürs Pendeln schaffen, viel wichtiger. Die Fahrten zur Arbeit sind wie vieles andere auch Privatsache, aber ich will hier vor allem keine verstecke Subventionierung von Kraftstoffen sehen.

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Blu00c3u00b6dsinn.
Alles was wir vom Staat zuru00c3u00bcckkriegen ku00c3u00b6nnen wir sinnvoller anlegen als er.
Das machen viele Menschen. Bill Gates zum Beispiel steckt sein Geld in
seine Stiftung. Wievielen Menschen wu00c3u00a4re wohl mit dem Geld geholfen wenn es
der Staat gekriegt hu00c3u00a4tte?

Wir sollten, auch wenn sinnlos erscheint, glu00c3u00bccklich sein wenn uns der Staat
unser Geld zuru00c3u00bcckgibt damit wir damit etwas erreichen ku00c3u00b6nnen.
Und wenn wir uns nur Milch und Yoghurt Becher kaufen.

Die Pendlerpauschale ist Blu00c3u00b6dsinn, aber die Zahlung ist es nicht.
Nicht solange die Mieten nicht sinken.

Nene Pendlerpauschale ist schon recht.
Man kann nicht von jedem Menschen verlangen, stu00c3u00a4ndig seiner Arbeit nach zu ziehen.
Sicher, ich wohne auch in Hamburg - und zahle die Mondpreise hier. Und bekomme keine Subvention. Tja, aber ich hab auch Bock drauf, Hamburg rockt.
Ein Kollege von mir wohnt auf dem Land, fu00c3u00a4hrt jeden Tag zur Arbeit 50km in die eine Richtung, seine Freundin 30km in die andere Richtung. Ohne Pendlerpauschale? Unmu00c3u00b6glich. Alternativen? Keine. Er hat ja so schon keinen Bock, jeden Tag ca. 2.5h Auto zu fahren. Geht aber nicht anders, denn es gibt an seinem Wohnort so gut wie keine Jobs. Wegziehen? Sie wohnen ja schon in der Mitte von beiden. u00c3u0096ffentliche Verkehrsmittel? Zum einen keinen Deut gu00c3u00bcnstiger, zum anderen durch Herrn Wulff in Niedersachsen so kaputt gemacht, dass die Fahrzeit doppelt so lang wu00c3u00a4re.
Aber, die Umwelt...?
Schaut man sich den Anteil der Klimaerwu00c3u00a4rmung an, der durch die PKWs alleine kommt, kann man das Thema direkt vergessen. Fangt erstmal mit den LKWs an. Und dann brauch hier auch keiner mit der Lachnummer Tempolimit auf Autobahnen zum Klimaschutz kommen, geht gar nicht.
So, aber der Staat ist pleite?
Wie wu00c3u00a4re es mit Vermu00c3u00b6genssteuer, Krankenkassenbeitru00c3u00a4ge ohne Beitragsbemessungsgrenze, Abschaffung privater Krankenkasse (bzw. Umwandlung der Privaten in Zusatzversicherungen), dafu00c3u00bcr dann aber die Mehrwertsteuer auf 7.6% senken - und natu00c3u00bcrlich Mindestlohn. Zusu00c3u00a4tzlich noch ein wesentlich klareres Bekenntnis zum u00c3u00b6ffentlichen Nahverkehr, anstatt Steuerbefreiung fu00c3u00bcr Neuwagen, je fetter desto mehr, au man.
Da wu00c3u00a4re wohl ne Steuerbefreiung bzw. Subvention von Hyprid oder Wasserstoff-Fahrzeugen ein deutlich klareres Zeichen gewesen.
Meine Vorschlu00c3u00a4ge sind sicher Horrorvisionen der Neoliberalen, die vor lauter Schreck gleich in die Schweiz flu00c3u00bcchten wollen? Naja, da habe ich ja gerade abgeschrieben...
Bis auf das Tempolimit, da spinnen die Schweizer ja ein bisschen;-)
Achso, zum Thema Pendlerpauschale - in der Schweiz: 34 - 41 Cent/km, je nach Fahrzeug:-)

Macht nix, muss ja auch Leute geben, denen man was erklu00c3u00a4ren kann. Vielleicht machst du dir selber mal die Mu00c3u00bche und liest z. B. bei der Wikipedia nach:
"Die Pendlerpauschale mindert das zu versteuernde Einkommen." Alternativ auch direkt im Gesetzestext zu erkennen.

na mit der Meinung stehtst Du hier im Blog aber ziemlich alleine

u00c3u0096PNV auf dem Land. Das hu00c3u00b6rt sich bei Stu00c3u00a4dtern immer so toll an. Tatsache ist, dass es keine Konzepte gibt, den wirtschaftlich zu betreiben. Es wird immer eine Kru00c3u00bccke bleiben. Ein Spagat zwischen dem gerade noch bezahlbaren und dem gerade noch akzeptierbaren. Ob dieser Mobilitu00c3u00a4tsnachteil per Pendlerpauschale ausgeglichen werden soll, oder durch andere Massnahmen kann man diskutieren. (Jetzt bitte nicht mit den ach so billigen Mieten und Hu00c3u00a4usern auf dem Land anfangen, wir sind hier nicht bei heise, wo die Forderung nach Breitband im lu00c3u00a4ndlichen Raum immer mit "zieh doch um" gekontert wird - p.s. ich habe nur DSL light).

Und warum sollen gerade und ausschlieu00c3u009flich die Pendler das alles bezahlen?
Und nicht die Selbstu00c3u00a4ndigen, Taxifahrer und alle anderen Vielfahrer auch?

Weil die Pendler von allen am schlechtesten reagieren ku00c3u00b6nnen. Die Arbeit aufgeben oder wechseln, umziehen, die Mu00c3u00b6glichkeit haben kurz und mittelfristig nur wenige. Und die Steuermehreinnahmen war auch der Grund fu00c3u00bcr die Pendlersteuer. Wu00c3u00a4r ja blu00c3u00b6d gewesen, wenn die Leute reagieren ku00c3u00b6nnten und die Mehreinnahmen wieder wegfielen.

Sonst hu00c3u00a4tte man einfach die Mineralu00c3u00b6lsteuer erhu00c3u00b6hen ku00c3u00b6nnen. Das funktioniert auch nach neunundneunzigmalen noch.

Junge, junge. Das Thema Zersiedlungspru00c3u00a4mie lu00c3u00a4sst ja die Emotionen hochkochen: http://tinyurl.com/587vhj #pendlerpauschale #lummaland

du hast das mit den 30 Cent nicht verstanden: Du kannt 30 Cent pro Kilometer von deinem versteuerbaren Einkommen abziehen, bekommst also in der Regel zwischen 20% und 40% von 30 Cent wieder (da fast niemand den Hu00c3u00b6chststeuersatz zahlt).

huiuiui hier geht es aber rund ... http://tinyurl.com/587vhj

Kindergeld ist im Gegensatz zur Pendlerpauschale eine echte Subvention

Dass Du keine Zulagen bekommst, weil Du in einem Altbau in Hamburg wohnst, stimmt nicht ganz. Hamburg besitzt einen sehr guten u00c3u0096PNV und der wird auch mit Steuergeldern finanziert und ein grosser Teil davon wurde von der "Landbevu00c3u00b6lkerung" gezahlt.
Bevor ich nach Wu00c3u00bcrzburg gezogen bin, habe ich hier gewohnt und mein Arbeitsplatz war 25 Kilometer entfernt. Eine Alternative zum Auto gabt und gibt es dort bis heute nicht, denn den mit u00c3u00b6ffentlichen Verkehrsmitteln hu00c3u00a4tte bedeutet, dass der Weg zur Arbeit mehr als dreimal solange gedauert hu00c3u00a4tte. Ein Umzug wu00c3u00a4re aber fu00c3u00bcr mich nicht in Frage gekommen, denn wu00c3u00a4hrend der Ausbildung war die Bezahlung so gering, dass eine Mietwohnung einfach nicht drin war. Aber selbst wenn, dann wu00c3u00a4re ich auch nicht umgezogen, weil sich mein Privatleben eben nicht 25 Kilometer weiter abgespielt hat.
Geschickter wu00c3u00a4re es, u00c3u00b6ffentliche Verkehrsmittel als Bemessungsgrundlage zu nehmen und damit diese indirekt zu fu00c3u00b6rdern.

Das lu00c3u00a4uft doch eh auf diverse einen Zielkonflikte raus. Und das man ohne Pauschale weniger Kraftstoff verbraucht wage ich zu bezweifeln. Die einzige wirklich unsinnige Subventionierung ist das Ehegattensplitting.

Nein, man muss mehr tanken und es profitiert nur Aral.

Jetzt wieder. Bis gestern hu00c3u00a4tte ich 20km mit dem Fahrrad fahren mu00c3u00bcssen um ab KM 21 abzusetzen. Und so weite strecken, dass es sich lohnt kann man als Nicht-TdF-Teilnehmer sowieso nicht leisten :)

Gut, sie fu00c3u00b6rdert den Individualverkehr, das ist richtig. Dem ku00c3u00b6nnte man aber auch anders entgegen wirken, hier z.B. durch Ausbau und Fu00c3u00b6rderung oder Forcierung des (lu00c3u00a4ndlichen) u00c3u0096PNV. Ich kenne keinen Arbeitnehmer hier, der den nutzt u00e2u0080u0093 er ist zu teuer und die Fahrt dauert unertru00c3u00a4glich lange. Natu00c3u00bcrlich nutzt man dann das Auto und lu00c3u00a4sst sich das bezahlen. Ist ja besser als nix.
Auu00c3u009ferdem gibt es auf der einen Seite natu00c3u00bcrlich diejenigen, die innerhalb eines Monats von Ku00c3u00b6ln nach Mu00c3u00bcnchen wechseln ku00c3u00b6nnen; auf der anderen Seite sind da aber auch die, die in andere Strukturen als nur Wohnen und Arbeiten eingebunden sind, sei es Vereine, Lokalpolitik, engere Familie, you name it. Sowas ku00c3u00b6nnen viele (ich gehu00c3u00b6re auch dazu) nicht einfach abreiu00c3u009fen, der Rattenschwanz ist zu lang und darum wird eben gependelt. Das einfach nur als u00c2u00bbLebensentscheidungu00c2u00ab abzutun finde ich nicht richtig.
Ganz ehrlich, ich verstehe Deinen Standpunkt, und ich wu00c3u00bcrde sehr gerne Nichtnutzer dieser Pauschale sein, wenn es denn vernu00c3u00bcnftige Alternativen zur Fahrt mit dem Auto gu00c3u00a4be. Doch die gibt es auf dem Land kaum u00e2u0080u0093 oder eben gar nicht.
Achja, wenn der Arbeitsweg Privatsache ist, warum zahlt dann die Berufsgenossenschaft bei Unfu00c3u00a4llen auf dem Weg zur Arbeit? ;-)

ja, aber man profitiert, wenn man weite strecken mit dem Auto fh0072t.

Man bekommt die Pendlerpauschale auch wenn man mit dem Fahrrad fu00c3u00a4hrt.

Bei der u00c3u00b6kologischen und gesellschaftspolitischen Komponente kann ich zustimmen, bei allem anderen nicht: Mir mag nicht einleuchten, warum ein Selbstu00c3u00a4ndiger dann die Fahrten als Betriebsaugabe anrechnen darf und eine Arbeitnehmer das nicht du00c3u00bcrfen sollte.

Dafu00c3u00bcr. Auch fu00c3u00bcr das Kindergeld, weg damit. Wenn man sich u00c3u00bcber die Entstehung und Ausrichtung des Kindergeldes Gedanken macht ... naja.
Was die Pendlerpauschale angeht: was spricht denn dagegen, einige Landschaften endlich mal aussterben zu lassen. Wozu brauchen 'wir' all diese blu00c3u00b6de Du00c3u00b6rfer, in denen sowieso nix geht.

Und wer freiwillig dort leben will (bessere Luft, schu00c3u00b6nere Landschaft, Tradition), der soll es tun.

Oder ich bekomme Kohle dafu00c3u00bcr dass ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahr. Das kostet auch. Allein das Kettenu00c3u00b6l immer :)

Ok. Kindergeld dann auch gleich streichen. Damit werden ja quasi die Windeln subventioniert. Das geht nun wirklich nicht...

;-)

http://tinyurl.com/587vhj <-- pendlerpauschale abschaffen. los.

Stadtbewohner subventionieren wu00c3u00a4re schon recht einfach mu00c3u00b6glich, man mu00c3u00bcsste nur dafu00c3u00bcr sorgen, dass die zum Teil unverschu00c3u00a4mt hohen Mietkosten auf ein ertru00c3u00a4gliches Mass sinken. Warum ziehen, auch, viele nicht Familien aufs Land? Na klar, da bekomm ich ein Haus mit Grundstu00c3u00bcck fu00c3u00bcr eine 4 Zimmer Eigentumswohnung nahe Stadtmitte. So stellt sich fu00c3u00bcr mich das Problem jedenfalls in Hamburg dar.

naja, was wollen wir fu00c3u00b6rdern? Kinder? oder Autos, Zersiedelung und
Energieverbauch?

Oder mit dem Zug. Oder mit dem Bus.

Ich glaube, mein Kommentar ist ein wenig ausgeufert - nochmal auf den Punkt gebracht: ;-)

Pendlerpauschale im Sinne der Steuergerechtigkeit erhalten, aber im Gegenzug gerne u00c3u00b6kologisch sinnvolles Verhalten belohnen oder das Gegenteil bestrafen: zum Beispiel durch hu00c3u00b6here Steuern auf Autos oder auch durch hu00c3u00b6here Subventionierung von Bus und Bahn - von mir aus ku00c3u00b6nnen wir auch daru00c3u00bcber reden, die Zersiedlung zu besteuern, indem man Landbewohner mit einer Steuer fu00c3u00bcr ihren "Naturverbrauch" belegt bzw. den Stadtbewohner subventioniert.

Ich halte es fu00c3u00bcr utopisch und auch wenig erstrebenswert, dass wir demnu00c3u00a4chst alle in Grou00c3u009fstu00c3u00a4dten wohnen - da mag es noch so sehr u00c3u00b6konomisch und u00c3u00b6kologisch zweckmu00c3u00a4u00c3u009fig sein. Auch wenn die Verstu00c3u00a4dterung unserer Gesellschaft weiter fortschreitet, wird es trotzdem immer den Gegensatz Stadt - Land geben.

Die Frage ist aus meiner Sicht, wie wir das u00c3u00b6kologisch sinnvoll gestalten - und da greift die Diskussion um die Pendlerpauschale zu kurz. Denn da geht es um Steuergerechtigkeit - und natu00c3u00bcrlich hat ein Arbeitnehmer genauso wie jeder andere ein Recht darauf, seine Kosten, die ausschlieu00c3u009flich arbeitsbedingt sind, von seinen Einnahmen abzuziehen, bevor er Steuern zahlt. Ein Unternehmer zieht ja auch alle u00c3u00b6kologisch bedenklichen Kosten von seinen Einnahmen ab.

Wenn wir u00c3u00bcber Anreize sprechen, Bus und Bahn attraktiver zu machen, dann kann das nur u00c3u00bcber geringere Kosten bzw. hu00c3u00b6here Kosten des Individualverkehrs gehen.

Wenn Du dem Finanzamt glaubhaft machen kannst, dass die dafu00c3u00bcr notwendigen Kosten u00c3u00bcber denen des Grundbedu00c3u00bcrfnisses liegen.

Von der Pendlersubvention.
Jeder Pendler bekommt fu00c3u00bcr jeden Kilometer 30 Cent u00c3u00bcberwiesen. Bei weiten Strecken verdient man dabei richtig viel Geld, da braucht man gar nicht mehr zu arbeiten.

Die Diskussion u00c3u00bcber den u00c3u0096PNV greift zu kurz, weil "Zersiedlung" sich eben nicht nur in Verkehr ausdru00c3u00bcckt, sondern auch Zerstu00c3u00b6rung/Umwandlung von Naturraum (Beispiel: Betonierung von Naturflu00c3u00a4chen die in weiterer Konsequenz fu00c3u00bcr mehr u00c3u009cberschwemmungen bei Hochwasser sorgen)

u00c3u0084hh, wenn ich etwas zu essen kaufe um meine Arbeitskraft aufrecht zu erhalten, soll ich das ebenso von der Steuer absetzen ku00c3u00b6nnen, wie das komfortable Wasserbett, dass durch komfortablere Nachruhe zu einer Steigerung meiner Arbeitskraft fu00c3u00bchrt?

Mir scheint das Steuerwesen dann doch etwas komplexer zu sein.

Der HVV lebt recht wenig vom Pendeln. Anders als bei der BVG oder dem MVV reichen die U- und S-Bahnen kaum u00c3u00bcber die Stadtgrenzen raus.

"wenn jedoch weniger gependelt wird, bedeutet das, bedingt durch weniger arbeitnehmer in einer stadt, auch weniger unternehmen"
Hmm... Noch wackelt der Hund mit dem Schwanz und nicht umgekehrt. Es ist wohl eher die Zahl der Pendler die sich nach den Arbeitsplu00c3u00a4tzen richtet als umgekehrt.

Dann wird der Zersiedelung ja weiter Vorschub geleistet, das kann ja nicht Zweck der Sache sein.

Ja, der ist gewollt, das Heiraten allerdings auch. Und mir sind durchaus einige Paare bekannt, die alleine aus wirtschaftliche u00c3u009cberlegungen geheiratet haben. Ausserdem profitiert der Staat ja nicht nur durch Kinder, sondern auch durch die Fu00c3u00bcrsorgepflicht fu00c3u00bcr seinen Ehepartner.

Die Argumentation kann ich nachvollziehen - die Konsequenz finde ich abwegig: nicht die Pendlerpauschale gehu00c3u00b6rt abgeschafft, sondern die Relation der Kosten fu00c3u00bcr Auto und u00c3u0096PNV muss veru00c3u00a4ndert werden. Das Autofahren muss teurer, der u00c3u0096PNV und die Bahn deutlich preiswerter werden - damit sich Bus und Bahn mehr lohnen und das Auto weniger.

Nicht dass Arbeitnehmer ihre arbeitsbedingten Fahrtkosten von der Steuer absetzen ku00c3u00b6nnen (das halte ich aus Gru00c3u00bcnden der Gleichbehandlung fu00c3u00bcr selbstverstu00c3u00a4ndlich) ist das Problem, sondern dass es u00c3u00b6konomisch in vielen Gegenden einfach keinen Sinn macht, auf das Auto zu verzichten.

In dem Moment wo Auto fahren deutlich teurer ist als der u00c3u0096PNV werden mehr Leute auf das Auto verzichten. Durch die steigende Nachfrage wird auch das Angebot an vernu00c3u00bcnftigem u00c3u0096PNV zunehmen.

Hu? Von welcher Regelung sprechen wir jetzt?

Der Progressionsnachteil ist doch gewollt, sonst gu00c3u00a4be es kein progressives Lohnsteuersystem. Fragen wir doch mal anders: Welche individuelle Entscheidung wu00c3u00bcrde sich ohne diese Subventionierung u00c3u00a4ndern? Der Zusammenschluss von Menschen hilft dem Staat nicht ohne Kinder.

Subvention? Und Werbungskosten sind auch alle privat? Nee Nico, da liegst Du daneben.

Wenn ich etwas aufwende um Steuern zu zahlen, mu00c3u00bcssen diese Aufwende gegengerechnet werden. So einfach ist das.

Es gibt sicherlich viele unsinnige, aber das Ehegattensplitting toppt sie alle :-)

Ich seh das auch wie du - fu00c3u00bcrchte aber, im Zuge der gegenwu00c3u00a4rtigen Gieu00c3u009fkannenpolitik wird die rumheulende Autoindustrie zusammen mit der C?U keine Mu00c3u00bche haben, den Vielfahrern das Geld in den Tank zu schu00c3u00bctten.

wenn jedoch weniger gependelt wird, bedeutet das, bedingt durch weniger arbeitnehmer in einer stadt, auch weniger unternehmen und damit weniger gewerbesteuer fu00c3u00bcr all die schu00c3u00b6nen stu00c3u00a4dte, von denen hier gesprochen wird. und bei aller liebe, ich habe noch keine einzige stadt in unserem land kennengelernt, die nicht nach unternehmsansiedlungen gegiert hat und dafu00c3u00bcr auch gerne mal schnell eine strau00c3u009fe komplett neu baut. daneben leben verkehrsverbu00c3u00bcnde wie der HVV, der MVV vom pendeln. wegen dem innerstu00c3u00a4dtischen u00c3u0096PNV wu00c3u00bcrde man solche komplexen bahn-netze nie aufbauen.

Och, es wu00c3u00bcrd ja reichen, an der Stadtgrenze die 6spurige Strasse auf einspurig mit Ampelschaltung zu reduzieren, so fu00c3u00bcr 100m, z. B.u00e2u0080u00a6

dass ich das noch erleben darf, lars und ich sind einer Meinung :)

Ich war noch nie so einer Meinung mit dir :-) Lustig, wie die Hu00c3u00a4uslebauer auf dem platten Land sich ihre klimaschu00c3u00a4dlichen Subventionen hier schu00c3u00b6nreden wollen. Lustig auch die Behauptung, die Landbewohner wu00c3u00bcrden unseren Busverkehr finanzieren, wo Millionen an Hamburger Steuermitteln an den HVV gehen, harhar. Ganz von den sechsspurigen Strau00c3u009fen, die in die Stadt reinfu00c3u00bchren. Ich glaube auch die sind nicht von den Speckgu00c3u00bcrtelbewohnern bezahlt und sie dienen dennoch nicht so sehr dem innerstu00c3u00a4dtischen Verkehr. Falls die Pendlerpauschale nicht zu beseitigen ist, muss auf jeden Fall eine Citymaut her.

Das Ehegattensplitting beseitigt den Progressionsnachteil, der durch die hu00c3u00b6here Belastung gru00c3u00b6ssere Einkommen entsteht. Und da der Zusammenschluss von Menschen staatlich gewollt ist (und auch wirtschaftlich effizient), kann man das kaum unsinnig nennen.

naja, "einzig" wu00c3u00bcrde ich mal nicht sagen, unsinnige subventionierungen
gibt es wie sand am meer, oder?

Auch "full ack." Ich sehe nicht ein, warum die Allgemeinheit fu00c3u00b6rdern soll, dass die aus dem Umland und Stadtrandzonen tu00c3u00a4glich hier in die City du00c3u00bcsen, unsere Strau00c3u009fen zustellen und die Luft verpesten. Selbst aber auf dem Lande wohnen ("ist besser fu00c3u00bcr die kinder, diese autos in der Stadt, die vielen, und die schlechte luft"). Zusu00c3u00a4tzlich wu00c3u00bcrde ich noch die Zufahrt zu den Innenstau00c3u00a4dten per Plakette kostenpflichtig machen, auu00c3u009fer fu00c3u00bcr die, die dort wohnen. Ha, wu00c3u00a4hlt mich, und die radikale Wende in der Verkehrspolitik kommt, die Verseuchung der Stu00c3u00a4dte durch tiefergelegte Kleinwagen oder Kombis mit Kindernamen auf der HEckscheibe hu00c3u00a4tte gar schnell ein Ende. ;)

Klar, und Esso profitiert auch.

Nur die Pendler nicht, die die alle bezahlen.

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