12. Januar 2009

Das gedruckte Blog

logo_square_200px1Eben gerade bin ich über New Media Venture Turns Bloggers Into Print Journalists bei Wired.com gestolpert und stutze noch ein wenig über die Idee hinter The Printed Blog. Das Konzept von Joshua Karp sieht folgendes
vor:

The Printed Blog is an independent media outlet that aggregates user-generated content from the Internet and publishes it twice daily via print. The result is a revolutionary newspaper that reads and functions like a web feed – yet can still be unfolded on the train or spread across the breakfast table, for an uninterrupted, pleasurably tactile read.

The selection of content in The Printed Blog is based solely on the votes of readers and their geographic location. In such a way, The Printed Blog revolts against the top-down, ‘one size fits all’ model of newsprint, as we know it. Instead of one paper serving hundreds of thousands of people, as is often the case, The Printed Blog publishes hundreds or even thousands of highly-localized editions based on what a community declares is important to them. The papers are distributed to neighborhood pickup points in A.M. and P.M. editions, and will incorporate rapid turnaround reader comments.

Kann so etwas klappen? Will man wirklich eine Zeitung aus Blog-Artikeln haben? Was ist mit den Kommentaren? Gibt es Trackbacks? Ist das wirklich ein pragmatisches Vorgehen mit einem Abstimmungsprozess für die Druckauswahl? Was ist mit den Bäumen? Gibt es das auch fürs iPhone?

Irgendwie glaube ich nicht so recht an das Konzept. Aber prima, daß Joshua Karp das versucht.

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1.) ja, der Context fehlt
2.) ja, die Interaktion fehlt

Das Projekt ist zu anakronistisch. Lese Blogs lieber per RSS im Google-Reader bzw. in Feedly.

Dieses Tool erleichter, wie der Google Reader, das Lesen von Blogs und stellt diese sehr angenehm dar ...

ich kann damit nix anfangen, weil die artikel unweigerlich aus dem kontext gerupft sind.

"Will man wirklich eine Zeitung aus Blog-Artikeln haben?" -- nee, aber eine Zeitschrift vielleicht. In den USA, wo Themen und Nischen schon viel weiter blogverseucht sind, macht das sogar Sinn.

Eine alte Idee. Hoffentlich funktioniert's.

Na, ja, Tageszeitung vielleicht nicht. Aber www.myheimat.de macht das schon ganz gut. Das Konzept gefu00c3u00a4llt mir. Und eigentlich ist es nichts anders, als ein gedruckter Blog.

Die Idee hatte ich ungelogen vor zwei Jahren mal. Hu00c3u00a4tte ich gedacht, dass man damit bei Wired.com landet, hu00c3u00a4tte ich mich mehr drum geku00c3u00bcmmert ... Stattdessen dachte ich dann das, was Moritz schreibt: gibt's doch schon und besser online, zwecks Vermeidung von Papierverschwendung.

Klar gibt's das auch fu00c3u00bcr's iPhone: Bloglines. Oder Instapaper. Aber gedruckt? Das wu00c3u00a4re Papierverschwendung.

Probiere gleich mal die followup Funktion aus.