Belkin: 65 Cent für einen geturkten Review

Belkin’s Development Rep is Hiring People to Write Fake Positive Amazon Reviews ist eine interessante Story. Belkin hat scheinbar ein Problem mit schlechten Reviews auf Amazon und ein Mitarbeiter hat zur Lösung des Problems bei Mechanical Turk, einem Dienst von Amazon, einen Job ausgeschrieben: Man bekommt 65 Cent für einen positiven Review von Belkin Produkten auf Amazon. Eigentlich ist Mechanical Turk entwickelt worden, um kleinste Aufgaben von einer großen Masse von Leuten schnell abarbeiten zu lassen. Allerdings stand eher das Erkennen von Personen auf Bildern oder ähnliches im Fokus bisher, nicht aber das Erstellen von positiven Reviews für den Auftraggeber.
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Nennt sich das dann crowd-enabled Astroturfing? Wie bräsig kann Belkin eigentlich sein, eine derartige Idee in aller Öffentlichkeit auszuschreiben? Die Idee alleine ist schon bescheuert, aber dann auch noch bei Mechanical Turk nach Leuten zu suchen, zeigt wie wenig dort über das Verhältnis von Belkin zu seinen Kunden nachgedacht wurde. Mal sehen, wie sich das PR-Desaster entwickelt und wie lange Belkin braucht, um überzeugend gegenzusteuern und den Kunden klarzumachen, daß man an wirklichen Kundenmeinungen interessiert ist.

6 Antworten auf „Belkin: 65 Cent für einen geturkten Review“

  1. Eine interessante Marketing-Strategie, die der Mitarbeiter von Belkin da entwickelt hat. Ich gehe aber davon aus, dass er alleine gehandelt hat, ohne das abzustimmen, und dass er einfach zu dumm war, zu verstehen, was er damit tut, und das es natürlich rauskommt. Das bestätigt allerdings mal wieder meine Vorurteile gegen Marketing-Leute, die scheinbar nicht vorhersehen können, was für Auswirkungen ihre Manipulationen haben können.

    Mein Tipp: Montag abend ist es ein Ex-Belkin-Mitarbeiter und Belkin entschuldigt sich öffentlich, denn das ist ein komplettes PR-Disaster.

  2. hm, das klingt dümmer als möglich.
    wie kann man sicher sein das mike bayard wirklich mike bayard ist, und bei belkin?

    evtl nur eine perfide social media verleumdungskampagne der konkurrenz … ?

  3. Uh-oh. Dümmer kann man es eigentlich nicht mehr anstellen. Irgendwie klingt das ja unvorstellbar, aber die menschliche Dummheit kennt halt einfach keine Grenzen…

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