Egloff realisiert langsam mal etwas

Das ist eigentlich etwas aus der Abteilung „ohne Worte“ – Bundestagskandidatur: Hamburgs SPD ist auf Krista Sager sauer:

Hamburgs Sozialdemokraten haben verärgert auf die Ankündigung der früheren Zweiten Bürgermeisterin Krista Sager reagiert, zur Bundestagswahl als Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Eimsbüttel anzutreten. Es sei eine „utopische“ Vorstellung, die GAL könne ein Direktmandat erringen, sagte der SPD-Landeschef Ingo Egloff am Freitag.

Beide Parteien wollten sich im Bund die rot-grüne Option offenhalten. „Vor diesem Hintergrund muss man sich fragen, ob Krista Sagers ‚Kampfansage‘ in Eimsbüttel klug ist“, sagte Egloff. Der Landesvorsitzende fürchtet, dass am Ende für eine rot-grüne Mehrheit im Bundestag zwei Mandate aus Hamburg fehlen könnten. „Das kann nicht gewollt sein.“

Ach. Vielleicht hätte der Herr Landesvorsitzende mal vor ein paar Monaten reagieren sollen, es ist doch wohl sowas von klar, daß in einem Stadtteil wie Eimsbüttel sich die Grünen berechtigte Chancen ausrechnen und alles tun werden, um einen Bundestagswahlkreis direkt zu gewinnen. Nach dem SPD-Debakel in Eimsbüttel können die Grünen selbst mit einer abgehalfterten, aber immerhin reichlich bekannten Krista Sager auflaufen und ernsthaft der SPD in die Parade fahren.

Ich frage mich echt, wo Egloff Politik gelernt hat. Das Vorgehen des SPD Landesvorstandes erinnert wenig an eine politische Partei in der Opposition, die alles dran setzt, wieder eine stärkere Rolle in Hamburg spielen zu wollen. Jetzt rumheulen hilft auch nicht wirklich, Ingo.

6 Antworten auf „Egloff realisiert langsam mal etwas“

  1. Von Quartalsirren umgeben? Ich würde eher sagen, Ganzjahresirre – und der Vorsitzende mittendrin.

  2. Die rot-grüne Option offen halten?
    Es wäre wohl mehr als eine Sensation wenn Rot/Grün eine eigenständige Mehrheit am 27.9. haben sollte.

  3. Krista Sager steht für Schwarz-Grün, dass sie jetzt Wahlkreis-Hopping macht, um der SPD zu schaden ist nur konsequent.

  4. Die Linkspartei wird sicherlich auch noch etwas in der Art machen. Sie wäre schön blöd, wenn nicht.

    Wer so eine Vorlage liefert wie die SPD in Eimsbüttel darf nicht beleidigt, wenn sie auch verwandelt wird.

    Auf den Wahlkampf in Eimsbüttel bin ich echt gespannt.

  5. Die Grünen werden hoffentlich für ihre Stützradnummer mit von Beust nen gehörigen Denkzettel bekommen. Die SPD für das Chaos in Eimsbüttel auch. Wäre nicht überraschend, wenn da eine dritte Kraft profitieren würde. Naja, warten wirs mal ab…
    Rot-Rot-Grün wäre mir als Wahlausgang zumindest ganz recht.

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