Das ist eigentlich etwas aus der Abteilung “ohne Worte” – Bundestagskandidatur: Hamburgs SPD ist auf Krista Sager sauer:
Hamburgs Sozialdemokraten haben verärgert auf die Ankündigung der früheren Zweiten Bürgermeisterin Krista Sager reagiert, zur Bundestagswahl als Direktkandidatin der Grünen im Wahlkreis Eimsbüttel anzutreten. Es sei eine „utopische“ Vorstellung, die GAL könne ein Direktmandat erringen, sagte der SPD-Landeschef Ingo Egloff am Freitag.Beide Parteien wollten sich im Bund die rot-grüne Option offenhalten. „Vor diesem Hintergrund muss man sich fragen, ob Krista Sagers ‚Kampfansage‘ in Eimsbüttel klug ist“, sagte Egloff. Der Landesvorsitzende fürchtet, dass am Ende für eine rot-grüne Mehrheit im Bundestag zwei Mandate aus Hamburg fehlen könnten. „Das kann nicht gewollt sein.“
Ach. Vielleicht hätte der Herr Landesvorsitzende mal vor ein paar Monaten reagieren sollen, es ist doch wohl sowas von klar, daß in einem Stadtteil wie Eimsbüttel sich die Grünen berechtigte Chancen ausrechnen und alles tun werden, um einen Bundestagswahlkreis direkt zu gewinnen. Nach dem SPD-Debakel in Eimsbüttel können die Grünen selbst mit einer abgehalfterten, aber immerhin reichlich bekannten Krista Sager auflaufen und ernsthaft der SPD in die Parade fahren.
Ich frage mich echt, wo Egloff Politik gelernt hat. Das Vorgehen des SPD Landesvorstandes erinnert wenig an eine politische Partei in der Opposition, die alles dran setzt, wieder eine stärkere Rolle in Hamburg spielen zu wollen. Jetzt rumheulen hilft auch nicht wirklich, Ingo.
Ähnliche Artikel:
- SPD Eimsbüttel: Quartalsirre und Mitgliederbefragungen Herrlich, die SPD in Hamburg hat nachwievor nichts besseres zu tun, als sich vortrefflich mit...
- SPD Eimsbüttel findet keinen Weg aus der Krise Das Thema Annen/Ilkhanipour habe ich ja schon mal diskutiert hier, und es geht munter weiter:...
- Annen und Ilkhanipour – immer weiter so, SPD? Niels Annen hat heute die Abstimmung um die Direktkandidatur für die Bundestagswahl 2009 in Eimsbüttel...











