Ich lese die c’t ja schon länger nicht mehr, vor allem weil es mich genervt hat, daß die Computer-Welt sich massiv schnell bewegt, aber in Hannover das Web immer noch keine Rolle spielt, sondern nachwievor Hardware-Specs, Testlabore und irgendwelche abstrusen Anwendungsszenarien, die irgendjemand unbedingt niederschreiben mußte, noch dazu sind nahezu alle Artikel längst “durch”, man hat das meiste schon vorher im Web lesen können.
Nun bin ich eben gerade bei heise.de über folgenden Artikel gestolpert: Chrome OS: Der “Windows-Killer” fällt aus – dort schreibt Oliver Diedrich:
Seit dem Sommer geistert Chrome OS durch die Schlagzeilen, jetzt hat Google eine erste Entwicklerversion als Chromium OS veröffentlicht. heise open hat sich das Google-Betriebssystem angesehen und kommt zu dem Schluss: Ein Windows-Killer ist es nicht – und will es auch gar nicht sein. Chrome OS, an dem auch Ubuntu-Entwickler mitarbeiten, zielt auf Web-Appliances, die immer online sind und im Wesentlichen für Internet-Aktivitäten genutzt werden. Das System spielt in einer ganz anderen Klasse als Windows und Mac OS X, aber ist auch kaum mit den etablierten Linux-Distributionen vergleichbar.
Natürlich wird Google Chrome OS der Windows-Killer sein, und zwar präzise, weil es nicht mit Windows vergleichbar ist, sondern sich auf das konzentriert, was die Masse der Anwender interessiert: Anschalten, Nutzen.
Diedrich schreibt dann weiter, um seinen Punkt zu untermauern:
So verzichtet das Google-Betriebssystem komplett auf einen Desktop, die einzige Anwendung in Chrome OS ist der Google-Browser. An die Stelle lokal installierter Programme treten Web-Applikationen; in seiner Standard-Konfiguration ist es ohne Google-Account gar nicht benutzbar. Für den Einsatz auf Web-Appliances bietet es allerdings interessante Ansätze.
Ja, eben. Das ist ja gerade das Spannende an Google Chrome OS. Ok, aus Sicht der c’t wäre das natürlich total fatal, wenn künftig nicht mehr irgendwelche Viren-Programme getestet, keine 1500 Superduper Office-Tipps niedergeschrieben werden müssen und so weiter und so fort, sondern wenn die Nutzer einfach einen kleinen Rechner hätten, den sie einschalten und dann gleich loslegen können, mit lauter Nutzungsszenarien, die alle sofort realisierbar sind, da die Applikationen oder Inhalte irgendwo in der Cloud zu finden sind. Diedrich versteht nicht, oder will es nicht verstehen, dass die Welt sich schneller ändert als man es in Hannover wahrhaben will.
Google Chrome OS ist der Windows Killer – und zwar eben genau aus einem Grund: es ist nicht mit Windows vergleichbar und macht damit den dramatischen Unterschied. Es “spielt in einer ganz anderen Klasse” – sagt Diedrich selber, aber die richtigen Schlüsse kann er nicht ziehen. Schade, er war dicht dran. Das Web wird den Desktop ersetzen und Google Chrome OS ist ein massiver Schritt in diese Richtung.
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[...] Carsten on Nov.23, 2009, under Technik Nico schreibt treffend über die zukünftige Rolle von Googles Chrome OS und ich kann nichts anderes tun, als mich anzuschliessen: Chrome OS ist der Anfang vom Niedergang [...]
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