Blogs in Deutschland sind nett

Nico —  2.02.2010

Aber nett ist auch der Hund vom Nachbarn. In Deutschland wird auf jeder Konferenz postuliert, wie wichtig Blogs doch seien. Wieso eigentlich? Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss, weil man sonst einen wichtigen Beitrag verpassen würde. Es gibt kein Blog in Deutschland, das für eine Branche essentiell ist, weil dort alles steht, und zwar bevor es irgendwo anders steht und weil von diesem Blog Impulse für eine Debatte ausgehen. Die einzige Ausnahme ist Netzpolitik.org, das sich in einer sehr kleinen Nische gut positioniert hat. Es gibt kein Blog, das das politische Berlin an- und umtreibt sowie die etablierten Redaktionen irritiert, es gibt kein Blog, das auch nur ansatzweise die Stigmatisierung Blog abgelegt hat und vom Mainstream gelesen wird. Es gibt noch nicht einmal ein provokantes Klatschblog, von dem alle abschreiben und sich dennoch angewidert geben und so tun als ob Derartiges in der guten alten Zeit des Journalismus niemals hätte passieren können. Blogs sind selbstreferentielle Nische, fühlen sich da pudelwohl, aber bleiben bei allem vehement formulierten Anspruch irrelevant.

Schauen wir uns doch einmal exemplarisch die Blog-Landschaft an.

Da gibt es detailverliebte Blogs wie das Bildblog, deren Leser sich daran ergötzen, daß tagtäglich wieder die Tatsache aufbereitet wird, daß BILD und bild.de unsauber arbeiten und sogar tendenziös sind in ihrer Berichterstattung. Oha. Früher hiess es einfach „BILD lügt“ und tiefer ins Detail musste niemand einsteigen, zumal ich mir nicht denken kann, daß der gemeine BILD-Leser an sich nach seiner Frühstückspause leise zu sich „oh, ich glaube, da ist der BILD-Redaktion ein kleiner handwerklicher Fehler unterlaufen, in der Mittagspause lese ich mal bei bildblog.de nach, ob Oma Kruse, der die Handtasche geraubt wurde, wirklich 83 Jahre alt war, mir kommt sie viel jünger vor“ sagt.

Und dann gibt es Spreeblick, das linksalternative Feuilletonblog aus Berlin, das jeden Morgen mit einer Hommage an das Basic’sche Musikvideo zur Nacht mit einem Musikvideo zum Tage aufwartet, sicherlich niemals nur um PageImpressions zu generieren, sondern als reiner Dienst an seinen Lesern. Bei Spreeblick stehen ab und zu einige Leseperlen, aber ansonsten verhält es sich wie mit dem Feuilleton in Deutschland, man kann es lesen, muss es aber nicht, und ehrlich gesagt verpasst man auch nicht viel.

Oder es gibt die von vielen gefürchtete Blogbar, an der Rainer Meyers Kunstfigur Don Alphonso rumätzt und immer wieder dieselben Protagonisten an den Pranger stellt, um sie mit wüsten Worten in ewig langen mäandernden Riemen zu beschimpfen, weshalb sich einige vor Meyers Feder fürchten, andere sich aber immer wieder verwundert die Augen reiben über den zur Schau gestellten Potpourri an unmöglichen Umgangsformen. Das Blog Stützen der Gesellschaft vom selben Autor erscheint hingegen bei FAZ.net und generiert massivst Kommentare, was dafür spricht, daß hier ebenfalls eine Nische gefunden wurde.

Blickt man auf die anderen sog. Top-Blogs, stellt man fest, daß neben Anspruch kaum noch mehr präsentiert wird. Da steht viel, aber kaum genuiner Content und wenn, dann sind es irgendwelche Geschichtchen auf Schülerzeitungs-Niveau. Nerdcore ist gefällig, aber das Konzept Fundstücke aus dem Web ist auch nur die Panorama-Seite mit anderen Mitteln. Fefe hat großen Unterhaltungswert und eignet sich durchaus auch für Sozialstudien, Stylespion kämpft mit dem eigenen Anspruch und der tagtäglichen Umsetzung, im Lawblog werden Jura-Anekdoten aus dem Alltag verbloggt. Diese Liste liesse sich endlos fortsetzen. Mal ehrlich, wenn ihr nur 5 Blogs lesen dürftet, wäre dann ein deutsches Blog dabei? Warum gibt es eigentlich immer noch kein wirkliches Hauptstadt-Blog, kein Lokalblog für die Metropolregion Hamburg, kein Wirtschaftsblog, das täglich die Wirtschaftswelt beleuchtet? Warum ist immer noch alles klein, nischig, nett, aber nichts groß, mainstreamig und zwingend? Ich kann dieses ewige „aber die Verlage verstehen das Internet nicht“ wirklich nicht mehr lesen, im Gegenzug kann man auch schreiben „und die Blogger verstehen den Mainstream nicht“ – worauf natürlich die Blog-Fraktion entgegnet: „wir wollen gar nicht Mainstream sein!“ – aber natürlich gerne in Saus und Braus vom Bloggen leben wollen würden. Das beißt sich und diesen Widerspruch müssen die Protagonisten mal anpacken.

Kommen wir zu den Säuen, die quartalsweise durch das Blogdorf getrieben werden. Es ist immer dasselbe ermüdende Muster. Jemand findet einen Aufreger, diese wird in der Echochamber Blogosphäre zu etwas Großem hochgeschrieben und zwei Wochen später gibt es im ZDF Morgenmagazin eine 30-Sekunden-Randnotiz und alle sind stolz wie Bolle, daß die Story jetzt wirklich zu den „Großen“ hochgeschwappt ist. Reflektion, Recherche, kritische Distanz – totale Fehlanzeige, stattdessen „haltet den Dieb“ und „auf sie mit Gebrüll“. Hilft das wirklich, um als relevantes Medienformat wahrgenommen zu werden? Hilft das wirklich, um Blogs beruflich betreiben zu können?

Blogs in Deutschland sind nett, aber nicht zwingend.

92 responses to Blogs in Deutschland sind nett

  1. Das hätte man vor 3 Jahren schon schreiben können. Woran liegt es? Treiben sich die, die das anschieben könnten zu oft auf Podien von Social Media Konferenzen rum?

  2. Nett sind auch katzen ;) It’s not the individual blog that matters but more so the collective.

  3. Das ist fein – auf diese Weise gibt’s Haue („der hat nicht einen der Blogs verlinkt, der Arsch!“) und Häme („nur weil sein Blog es auch nicht über ein paar Leser schafft, nölt er hier rum“) und ganz ganz viel Twitter- und Blogecho. Man kann halt noch immer mit demselben alten Nabelschau-Thema („Oh was ist nur die Bedeutung von Blogs in Deutschland?!“) für Traffic auf dem eigenenn Blog sorgen. Veröffentliche doch in einer Woche mal eine Statistikgrafik mit dem Peak, den dieses Posting jetzt bekommt. :)

  4. Das ist ein Teufelskreis, denn die Blogs sind nischig, weil sie nicht wachsen wollen. Das sieht man auch wunderbar in der Diskussion zu „Deutsche Blogs nicht bereit fuer den grossen Ansturm“ ( http://www.mthie.com/deutsche-blogs-nicht-bereit-fr-den-groen-ansturm.html ).

    Fuer viele scheint das Blog immer noch das Internettagebuch darzustellen und deswegen entwickelt sich nichts vorwaerts.

  5. @mthie Danke für den Link, das ist superlustig. Das gilt übrigens nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich – wie weit ein Blog inhaltlich aus dem Ruder geraten kann, wenn es mal ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommt, habe ich hier mal beklagt: http://www.connectedmarketing.de/cm/2009/10/die-traurigkeit-der-deutschen-bloglandschaft.html

  6. Vielleicht sollte man aber auch anmerken, dass Fefe und Lawblog etwas leisten, was die Presse nicht mehr leistet: den Zustand unseres Rechtsstaates kritisch beleuchten. Ja, kein Thema für den Mainstream, aber doch essenziell.

  7. Naja, klar verpasst man nix, wenn man Blogs nicht liest. Aber ich verpasse auch nichts, wenn ich SpOn nicht mehr lese.

    Theoretisch. Kommt eben immer auf den Bezugsrahmen an. Mir würden Fefe und der Spiegelfechter mehr fehlen als alle Nachrichtenseiten zusammen.

    Bei den Blogs, auch den deutschen, macht es ein bisschen die Masse und die Dynamik dessen, was du „Echochamber“ nennst — durch die Verlinkerei und das dazugehörige Geschrei habe ich schon vieles gelernt/gelesen, was mir sonst durchgerutscht wäre.

    Außerdem finde ich, dass der ewige Fokus auf die re:publica-Vortänzer und ihre jeweiligen Blogs den Blick verstellt für die vielen mittelgroßen, monothematischen Blogs der zweiten Reihe, die man nicht unbedingt täglich lesen muss, die aber immer dann wertvolle Informationen liefern, wenn man mal per Google was sucht.

  8. Oh ja, das selbstreferentielle Gehabe deutscher Blogs nervt gewaltig: Immer die gleichen Köpfe, immer die gleichen Vorwürfe, immer die gleichen Nasen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.
    Was Du da forderst, mal der Erste mit einem Thema sein, Bedeutung für eine Branche gewinnen, erfordert extrem viel Zeit (gleich mehrerer Köpfe). Die können in dieser Zeit keiner anderen geregelten Tätigkeit nachgehen. Mir ist kein deutscher Blogger bekannt, der von seiner Arbeit leben kann. Solange in Kommentaren immer noch die Nase über diesen Banner und jenen Affiliate-Link gerümpft wird, also die Einsicht bei den Lesern fehlt, dass Texte schreiben auch von einer dritten Seite bezahlt werden muss, wird kein Blog jemals das erreichen, was Du forderst.

  9. Ganz ehrlich, bei mir wäre nur ein nicht deutscher Blog dabei, was mich dann fragen lässt: Welche Blogs gibt es denn, ohne die es gar nicht geht?

  10. Die einzige „Nische“, die es meiner Meinung nach im Blogbereich in den Mainstream geschafft hat, und das relativ erfolgreich, sind Mode-Blogs.
    Das kann man finden, wie man will, aber die haben in ihrem Bereich eine gewisse Relevanz erreicht, sowohl für Designer, die sie in die erste Reihe der Fashion Show einladen, als auch für Magazine und Marken, die mit den Bloggerinnen Kooperationen machen wollen und Werbung schalten.

    • ok, ich wollte jetzt nicht auf die von mir geschätzten sneakerblogs als ausnahme hinweisen, aber du hast sicherlich recht, daß im fashionbereich mehr geht.

      • Ich meinte nicht nur unbedingt Sneakerblogs ;)
        Aber allein, was Les Mads als (professionelle) Blogger so machen, das finde ich schon sehr beachtlich.
        Auch international passiert hier in dem Bereich wahnsinnig viel, und das Thema ist nicht durch, da geht noch einiges, glaube ich.

        • ich würde les mads auch als krasses gegenbeispiel zur obigen these hervorheben. in dem genre, in dem die unterwegs sind, haben die absolute relevanz, auch gegenüber dem genre-print. insofern haben die alles erreicht, was du vermisst. so. aber du bist ja gerade eh auf krawall gebürstet, da ist das schon okay sowas wegzulassen…:)

          ansonsten müsste ich ehrlicherweise aber gestehen, nur deutsche blogs zu lesen. nicht mehr so viele wie noch vor ein paar jahren, ich hab meine daily 5, die ich ansurfe und lese. manchmal kommt noch ein anderer dazu, für zwei tage oder so. aber informationsübermittlung funktioniert mittlerweile auch auf anderen kanälen. das kommt noch erschwerend hinzu. bin mal gespannt was bei diesem experiment rauskommt mit den französischen journalisten, die sich 5 tage nur durch facebook und twitter informieren wollen…das kanns ja auch nicht wirklich sein…

      • 1. Blogs für Nischen sind toll. Und eigentlich sind sie nur da sinnvoll, denn
        2. es ist unglaublich aufwendig ein anspruchsvolles Blog aufzubauen, zu finanzieren und zu betreiben. Ehrenamtlich geht das nicht auf dem Niveau, das Du Dir wünschst. Seit Ende der 90er helfe ich mit, http://foerdefluesterer.de und seine Vorgänger zu betreiben. Seit 2010 versuche ich bei http://landesblog.de mitzuhelfen. Wenn man ein bestimmtes Niveau anbieten will, kann das nicht jeder schreiben. Da braucht man Vorwissen, Erfahrung und vor allem viel Zeit. Und wenn man auch noch ein wenig kritisch ist und sich mal mit jemandem anlegen muss, dann braucht man auch noch die Sicherheit, dass jemand einen Stapel Geld zückt und die Sache löst.

        Für das, was Du willst, braucht man eine Redaktion und eine Finanzierung. Und mir fallen auch im internationalen Bereich Blogs ein, die man unbedingt gelesen haben muss. Wenn ich mir 5 Seiten aus der Blogosphäre aussuchen müsste, würde ich Hacker News und Rivva sagen, dazu meine Technews-Twitterliste und die Paperli-Ausgabe die ich mir einmal in der Woche bauen lasse. Da sind so viele interessante Sachen dabei, dass ich das gar nicht in einem Blog haben muss.

  11. Man sagt ja, dass „nett“ die kleine Schwester von „scheiße“ sei. Netter Artikel.

  12. Hab angefangen den Beitrag zu lesen, aber hier schneit es. Nervt schon beim Autofahren, da muss ich es beim Lesen nicht auch noch haben.

  13. Vielleicht ist das Konzept des Blogs eben gerade, dass es nicht alleine steht, heraussticht und versucht das einzig wahren und abdingbare Medium zu sein. Vielleicht suchst du ja nach etwas, das Blogs nicht oder nur kaum liefern können.

    Ich würde sogar sagen, dass das, was du forderst, für Weblogs, die von Individuen geschrieben werden, in der Regel für Lau, überhaupt nicht leistbar ist .

    Mir persönlich reicht es, wenn von den vielen Blogs, denen ich folge, einzelne hin und wieder mal eine gute Story ausgraben, und wenn es auch nur ein Netzfundstück ist, das mir sonst entgangen wäre.

    Ich weiß selbst, wie viel Aufwand es macht, eine eigene Story auszugraben, zu recherchieren und dann zu präsentieren. Und aus meiner Erfahrung sind nicht das die Blogartikel, die großartig gelesen oder zitiert werden.

    Und das, was immer so schön als „Selbstreferenzialität“ beschrieben wird, ist doch letztendlich nur etwas, was der klassischen Medienlandschaft fehlt: Eine verknüpfte Debatte, die sich kontinuierlich fortsetzt, mal mit neuen Themen und oft mit alten. Wir müssen nicht der Schlagzeile hinterherrennen, können es aber, wenn wir denken, dass es für unsere Leser Sinn macht.

    Trotzdem stimmt es: So viel Tolles gibt es in der deutschen Bloggerszene nicht, aber vielleicht haben wir auch einfach nur ein falsches Idealbild von tollen Blogs.

  14. Da stellt sich mir die Frage: Gibt es überhaupt international ein Blog, das man gelesen haben muss, also welches die Ansprüche, die du da stellst, erfüllt? (Wer Huffington Post sagt, gehe jetzt bitte raus in den Schnee und schäme sich eine Runde …)

  15. Hallo,

    ich betreibe 3 Blogs – welche weder viele Leser finden, noch unbedingt diese Einstellungen haben, welche hier gefordert sind.
    Denn nett, sind sie vielleicht, aber nicht so nett, wie der „normale“ Leser verlangt.

    Denn, was hier und auf unzähligen Seiten fehlt, ist die Frage: Was will ich als Autor von meinem Blog!

    Das Blog ist eben kein Medium, welches sich nach dem Leser richtet – es kann politisch unkorrekt sein, es darf unwahr sein, es könnte eine Traumwelt sein -> und das ist gut so!

    Meine Blogs sind „special interesst“. Das bedeutet auch, mir sind 5 treue Leser lieber als 1000 sinnlose Klicks. Klar, das zweite würde Geld bringen, doch ist Geld im Netz nicht alles was zählt.

    • Prima Antwort :-) Ich denke, dass sich der Autor einen Popanz aufbaut, auf den er dann munter eindreschen kann. Ich hatte mich in meinen Anfangsgründen fürchterlich über die „Message“ aufgeregt, die in ähnlicher Weise die Blogs überhöht hatte, um dann ordentlich zu kritisieren und zu mäkeln: http://tinyurl.com/ygy937c
      Für uns Normalos muss gelten: authentisch bleiben ;-)

  16. …wenn ich fünf wählen könnte? Wären davon drei aus DE; alle drei total un-nett…

    Repräsentativ sind die Tops da oben nicht; das ist mal klar. Schade: Nur von dort (da oben), lässt sich – wenn überhaupt (und gewünscht) mal (ein klein wenig) was bewegen.

    Ich wünschte mir mehr „Power“ aus den untersten Etagen; diese, öhm, Powerbewegung könnte ein Bloggerverband zumindest mal anstoßen… eiei, dann sind wir wieder hier angekommen: Bloggende Leute und Strukturen… Naja; man (Ich. Ihr?) kennt das ja…

    „Reflektion, Recherche, kritische Distanz – totale Fehlanzeige“ -> Seh‘ ich anders. Ich lese da, wo’s genau das gibt.

    Und wo anderes auch. Da aber nur, weil’s Spaß bringt, und kein Kopfzerbrechen.

    Idealbild? -> Wäre welches? Hast du oben eins gemalt?
    Mmh.
    *liestnochmal*

  17. Mir fällt dazu ein wenig älterer BR-Podcast featuring Sixtus und Co ein: http://bit.ly/aHAquH

    Vielleicht haben wir keine Huffington, weil wir sie nicht so dringend brauchen? Vielleicht sind uns die Amerikaner deswegen voraus, weil die bushmediale Gleichschaltung die amerikanische Blogosphäre massiv gefördert hat (und die Amerikaner uns im Netz sowieso 2 Jahre voraus sind)?
    Dagegen wird in diesem Universum kein Liz Mohn-Blatt sich jemals dazu herablassen, über StarWars-Zombies zu berichten. Deswegen haben wir den florierenden Nerdcoreblog.

    Aber so oder so muss ich zustimmen: Die gesellschaftliche Relevanz der deutschen Blogs ist höchstens emergent spürbar.

  18. @Dirk #8

    „das selbstreferentielle Gehabe deutscher Blogs nervt gewaltig: Immer die gleichen Köpfe, immer die gleichen Vorwürfe, immer die gleichen Nasen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben.“
    -> Agreed.

    Allerdings: Das habe ich mir vor – keine Ahnung wieviel Jahren – EINMAL(!) angetan.

    Warum liest du (alle..!?) sowas denn noch; wenn’s doch nervt und nix aussagt? Ich versteh’s nicht: Nörgeln wir alle gerne?

    …und jetzt kommt: „typisch deutsch!?“

    Was für‘ Kack; DAS kann ich nämlich nicht mehr hören!

    …und der Nörgler-Artikel hier, der hat für mich nicht viel mit meiner Blogrealität zu tun; gut isser dennoch und die Headline ist suppa! ;)

  19. Es ist was dran. Aber andererseits: Who the fuck cares?

    Und als Antwort speziell auf den Einwand von Martin Thielecke (Fuer viele scheint das Blog immer noch das Internettagebuch darzustellen und deswegen entwickelt sich nichts vorwaerts): Klar ist es das Internettagebuch. Jedenfalls für sehr viele Blogger. Und das ist in Ordnung so. Dass relevante Mainstreamblogs fehlen, heisst nicht, dass all die vielen und durchaus lesenswerten Kleinblogs dafür verschwinden müssen. Ganz im Gegenteil.

    Und was man daraus auch schließen kann: Es gibt nicht _das_ Blog. Es gibt viele verschiedene Blogs aus vielen verschiedenen Motiven mit ganz vielen verschiedenen Inhalten. Und ich danke Gott, dass das so ist.

    Nun denn, was soll ich persönlich als einer dieser Kleinblogger aus diesem Artikel für Konsequenzen ziehen? Soll ich aufhören zu bloggen? Ich werde es nie ins Profilager schaffen, dazu fehlen mir Ausbildung und das letzte Quentchen sprachlichen Talents, das die Leser fesselt. Soll ich deswegen aufhören? Also deswegen bestimmt nicht. Soll ich versuchen, meine Leserzahlen zu maximieren um irgendwann selbst mal ein Hecht im Karpfenteich zu werden? Da habe ich a) kein Interesse und b) nicht die Fähigkeiten dazu. Also wat nu? Die Antwort ist ganz simpel: Gar Nichts. Ich ziehe keinerlei Konsequenzen aus diesem Artikel, blogge weiter munter und irrelevant vor mich hin und freue mich über netzpolitik.org genauso wie über private Internettagebücher.

    Hmmm, wenn ich das richtig zusammenzähle, dann ist dieser Artikel irrelevant für mich.

  20. also dieses lummaland find ich ja ganz gut.
    manchmal zwar mäandernd und ornamentalistisch sozialdemokratisch, aber was solls.

  21. Ist das der Text, den du vorhin per Telefon auf der SMW Bühne geschrieben hast?

  22. Schade, dass hier wieder deutsches Standardgenörgel bemüht wird. Ein Grund für die hier in Anspruch genommene „Schwäche“ deutscher Blogs ist doch genau das Anspruchsdenken, das „Mit dem Finger übern Teich zeigen und Perez Hilton meinen“. Ich weiss nicht, ob ein deutscher Perez Hilton hier überhaupt erwähnt worden wäre. Welcher Anspruch motiviert denn zu diesen Rundumschlägen? Abgrenzung? Aber dieser Blog hier ist doch gemessen an dem eröffneten Diskurs ebenso irrelevant, oder täusche ich mich? Zugegebenermaßen zähle ich nicht zu denen, die wissen, wieviele verschiedene Blogs sie täglich lesen. Chefminister einer Armada von Werbeagentur-Social Media Consultants zu sein, scheint genug Cash abzuwerfen, um sich über die zu stellen, die wenigstens versuchen von ihren Inhalten zu leben. Da ist jeder ernstmeinende Blogger ernster zu nehmen. Oder andersrum: Wenn der Maßstab für Relevanz Massentauglichkeit ist, dann wäre es doch angebrachter, die vielen hoffnungsvollen Talente mithilfe der hier vorhandenen Popularität… ich meine, Erfahrung… ehm.. marktbeherrschende Meinung… ach, egal… sie so gut man kann zu unterstützen, als die schon durchgebratenen Hühnchen noch mal zu rupfen. Wie wärs mit „Zelebrieren statt Zerstören“.
    Dann gibts zum Nachtisch vielleicht auch mal Obama statt Westerwelle.

  23. Schöne nette Erkenntnis, nur wie schon angemerkt, ein wenig zuspät in der Gesamtsicht! Aber, besser spät als nie.Und was lernen, wir daraus ? Vieles und vorallem: „Bloggerinnen und Blogger zückt Euren Verstand, die tiefgelagerte Tiefe und ab auf den Schleifbock der Gesellschaft!“

    So: Und nach diesem kleinen Zitat,dann.Bitte alle ab ausschwärmen und Sachen für Blogland kleistern.Ohne Rücksicht auf Wortprägungen und und und und und und

  24. Da war vorher ein Blog, das war ganz lustig. Hat jede Woche Döner-Fotos gezeigt, musste ich einfach jedes mal lesen. Wie hiess es noch mal….? Keine Ahnung. War aber ganz lustig.

  25. Dann nehme ich mal an, dass sich das jetzt bestimmt Alles ändern wird. :)

  26. >Mir ist kein deutscher Blogger bekannt, der von seiner Arbeit leben kann

    Halt, hier, icke. Da ist zwar Luft nach oben, aber leben könnte ich von NC.

    Außerdem möchte ich dem „Panorama“-Label entschieden widersprechen. Ich weiße zwar auf ne bunte Palette Netzfundstücke hin, die ist aber ästhetisch recht fokussiert.

    Das Problem der „deutschen Blogs“ ist imho eher die Medienfixiertheit. „Journalist XY hat this’n’that“ und alle machen mit. Gähn. Noch dazu die gähnend langweilige Fokussierung auf die schöne Schreibe.

    Und wer ist schuld? Richtig. Fonsi.

  27. Das erheiternde an Deinem Artikel ist, dass es für praktisch jede Form der öffentlichen Äußerung – sei es Journalismus, Publizistik, Belletristik oder PR – in diesem Land gilt. Jene wenigen Tage und Wochen im Jahr, in denen ich keine Tagesschau gucke, keine Zeitung, Zeitschrift und kein Magazin lese, kein Radio höre und außer ein paar Mails nichts im Internet tue, verpasse ich nichts, aber auch absolut gar nichts von Bedeutung in diesem Land. Das sind alles nur selbstverliebte, selbstverweisende, für das „echte Leben“ völlig bedeutungslose Diskurse, die da in unserer „Öffentlichkeit“ stattfinden und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, warum die überhaupt laufen, wer dieses Perpetuum Mobile irgendwann mal angestoßen hat.

    Davon abgesehen stimme ich Deinem Urteil zu 100% zu und freue mich sogar darüber. Blogs sind in Deutschland nicht Meinungselite, Bürgerjournalismus oder etwas, das wir Arbeit nennen. Blogs sind die große Pause. Blogs sind ein öffentliches inneres Exil. Blogs sind Major Gruberts hermetische Garage.

  28. Was habe ich noch im November in einem Interview gesagt:

    Die deutsche Blogosphäre hat ihren Zenit schon lange überschritten. Der Trend wird dahin gehen, dass die, die Spaß daran haben, weiter machen und dass natürlich Fachblogs weiter bestehen und hoffentlich weiter in den Fokus der Öffentlichkeit geraten. Wenn ich beispielsweise an Jens Weinreich denke, der über Sportpolitik bloggt oder an gesundheit.blogger.de, die der Gesundheitsindustrie auf die Finger schauen, dann hoffe ich, dass diese Publikationen weiter bestehen. Ansonsten, ganz im Ernst: Wenn morgen 98% der Blogs aus den deutschen Blogcharts dicht machen, inklusive F!XMBR, dann interessiert das keinen Menschen.

  29. Immer diese Sichtweise von der ihr keinen Deut abzurücken bereit seid. Dieses Anspruchsdenken, daß Blogs der neue Journalismus sein müssen oder das Sprungbrett für den nächsten gefeierten Künstler. Daß Blogs Skandale aufdecken sollen, einen politischen und gesellschaftlichen Wandel hervorrufen müssen oder – noch schlimmer – daß Blogs den Konsumenten zum Produkt und das Produkt zum Konsumenten bringen müssen. Vergesst es! Fällt es eigentlich so schwer, davon abzurücken, weil man mit dem Gequatsche auf Podien und den Heilsversprechen Kunden ziehen konnte, meinte, man hätte endlich das Pferd gefunden, auf das zu setzen es sich lohnt? Oder was ist es? Ich versteh’s nicht. Macht bitte euren eigenen Kram, ihr Vermarkter und Bohemiens, und lasst mich und mein kleines Netz in Ruhe. Ich les dann weiter Kommentare und Meinungen, die mich (und vielleicht nur wenige andere) interessieren, Anekdötchen aus der Nachbarschaft und schöne Texte von Unbekannten, die wahrscheinlich nie einen Verleger finden würden. Alles im Netz, alles in (Katzen-)Blogs, alles ohne Vermarktungsstrategie und landesweiten Bekanntheitsgrad, aber für mich wertig genug, daß ich dafür sehr dankbar bin.

  30. Dampfbadbiber 3.02.2010 at 7:52

    Jetzt mal Butter bei die Fische, wie wir in Hamburg sagen: Wer ist schuld? Sind es nicht die Flachpfeifen, die sich in den Ranking der verfluchten Blogscharts gesonnt haben, auf allen Kanälen die Relevanz von Blogs erklärt haben und Super-Hyper-Geschäftsmodelle mit Blogs aufbauen wollten – aber am Ende immer nur (mehr oder minder erfolgreich) Selbstvermarktung betrieben haben? Hat Lumma seine eigene Beteiligung schon verdrängt?

    Der Blog-Zug ist abgefahren. Ohne Deutschland. Die Provinzbahner, die nichts dazu beigetragen haben, dass da deutschsprachige Blogs hätten einsteigen können, sitzen weiter mit der Authorität ihrer Dienstmütze, nun als „Social Media Checker“ am Infoschalter, in Agenturen und Verlagen.

  31. Einspruch, Euer Ehren! :-)
    Wir haben in Regensburg den Blog http://www.regensburg-digital.de der sich fundamental von der Hofberichterstattung der einzigen lokalen Tageszeitung abhebt. Der Betreiber ist waschechter Journalist und recherchiert gründlich. So einiges wurde da schon bekannt, was sonst unter den Teppich gekehrt bzw. nicht ans Tageslicht gezerrt worden wäre.
    Gut, ne Ausnahme. Aber immerhin! :-)

    Ansonsten: Signed!

  32. Ok, du hast uns jetzt runtergebetet was Dir nicht gefällt! Wo bleiben die Lösungen, wie schauts mit Verbesserungsvorschlägen aus? Was könnte man tun? Fazit: Du reihst dich selbst in das oben kritisierte ein, tolle Leistung! Mahlzeit, ab gehts zum nächsten Blog.

  33. Das liegt ganz einfach daran, daß über jedem deutschen Blogger die Gefahr von Abmahnungen und einstweilligen Verfügungen – bevorzugt aus Hamburg – schwebt. Also schreibt jeder mit einer Schere im Kopf und was dabei rauskommt ist eben brav, harmlos und ohne Biß. Schon eine Spekulation ob sich irgendein Politiker vielleicht die Haare färbt kann einem in Deutschland als Blogger schon in Schwierigkeiten bringen. Oder wie bei „meinparteibuch“ eine Karrikatur von Sigmar Gabriel. Und wenn man selbst nichts falsches schreibt, dann wird man eben wegen eines Kommentars verklagt. Und selbst wenn man gewinnen sollte: Es kostet Zeit, Geld und Nerven und wer daß zwei oder dreimal durchgemacht hat, gibt dann auf.

    Deutschland ist kein gutes Pflaster für Blogger.

  34. Alberto Green 3.02.2010 at 9:41

    Ich glaube, dass vieles, was hier steht, stimmt. Ich glaube aber auch, dass vieles, was hier steht und stimmt, gut so ist.
    Ansonsten ist der Artikel, mit dem du wahrscheinlich etwas anstoßen wolltest, selbst genauso harmlos und nett geworden. Bestenfalls eine „anregende Diskussionsgrundlage“.

  35. Wenn dieser Eintrag nicht beim bildblog verlinkt waere, haette ich ihn nicht gelesen. Ich stimme dir aber nicht zu, es gibt eine ganze Reihe sehr guter Blogs, neben netzpolitik auch spiegelfechter, niggemeier und die nachdenkseiten, auch wenn die vllt. kein klassisches blog sind.

    Persoenlich wuerde ich eher auf SpOn, sueddeutsche.de, zeit.de usw. verzichten als auf die genannten Kollegen. Lokale Blogs fehlen sicher noch, aber hierzulande handelt man sich auch ganz schnell mal ne Abmahnung ein, wenn man den Pups des Buergermeisters nicht korrekt wiedergibt oder so. Das macht das Ganze doch reichlich unattraktiv.

    Ausserdem verstehe ich auch nicht, warum Blogger Mainstream sein sollen/muessen um gut oder wichtig zu sein. Dafuer sind doch eigentlich die grossen Zeitungsverlage da.

  36. Tja, warum gibt es noch nicht „den“ Hauptstadtblog? Vielleicht, weil wir ein Mediensystem haben, mit dem man sich auch ohne Bloglesen über die relevanten Dinge informieren kann, die in der Hauptstadt passieren. Und weil gute Information Geld kostet – und Geld in Deutschland mit Blogs noch nicht zu verdienen ist. Wenn man sich das Agenda Setting ansieht, dann sind es immer noch die großen Print- und Broadcast-Medien, die Theman initial besetzen. Und da ich als Print-Journalist davon lebe, kann ich nur sagen: Wowereit

  37. Mir knirschen beim Lesen dieses Eintrags direkt die Zähne. Ich möchte darum hier meine Relativierung Ihrer Sicht darlegen. Zunächst liegt der Verdacht nahe, dass Sie durch Disqualifizierung einiger bekannter Blogs eine coole Antihaltung zur Aufwertung des eigenen Status benutzen wollen. Insbesondere die Herabwürdigung des Bildblogs schmerzt mich. Dort standen schon einige Artikel die eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Würdigung hätten erfahren müssen – ob des Kleinspartenmediums Internet hat selbst das Bildblog noch ein Reichweitenproblem, jedoch kein Relevanzproblem.
    Es ist anzunehmen dass Blogs weiter an Einfluss gewinnen, doch das tun sie nur durch Relevanz. Ihr Artikel erfüllt die Kriterien nicht, er ist selbstreferenziell auf das Medium Blog bezogen und bringt keine neuen Inhalte. Also was soll das hier sein? Selbsterfüllende Prophezeihung?
    Die Tasse Kaffee am Morgen ist auch nett, ich könnte drauf verzichten und trotzdem trink ich jeden Morgen eine Tasse Kaffee. Kaffee in Deutschland ist nett, aber nicht zwingend.

  38. Natürlich gibt es in Deutschland auch Blogs mit eigenen Inhalten. Die meisten sind reine Liebhaberprojekte und finden darüberhinaus kaum Leser, da unsere heimatliche Bloglandschaft immer wieder auf wenige Beispiele reduziert wird. Das sind dann komischerweise die gleichen Blogs, die sich auch in diesem netten Posting finden. Die meisten von ihnen sind nicht relevant, sondern einfach nur bekannt. Wenn aber alle nur gebetsmühlenartig bildblog, spreeblick, saschalobo und blogbar rufen, dann könnte man natürlich annehmen, dass das alles ist, was unser hiesiges Netz hergibt.

  39. viktor baku 3.02.2010 at 11:20

    ich finde die erwartung, dass ein einzelnes blog eine alleinseligmachende wissensquelle darstellt ein bisschen seltsam. warum sollten ein bis wenige autoren eines blogs hinbekommen, was auch zeit oder spiegel (die ja wöchentlich ein ganzes heer verschiedener autoren veröffentlichen) nicht schaffen!?

    über die relevanz von blogs entscheiden deshalb nicht einzeltäter, sondern die summe dessen, was in meinem rss-reader aufläuft. und da finde ich die auswahl von netzpolitik, weißgarnix, herdentrieb, lawblog, niggemeier, nerdcore, lobbycontrol, nachdenkseiten usw. hilfreich für die meinungsbildung. was einzeln monothematisch und oft nabelfixiert daherkommt, ist in der summe eine gute ergänzung zu klassischen medien.

  40. Zur Relevanz mal eine Ergänzung:

    Es gibt ein Sprichwort, das da lautet: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Ganz ähnlich könnte man analog für Blogs schreiben: „Relevanz liegt in der Meinung des Lesers“. Wenn ich einen Beitrag in einem Hausfrauenblog als für mich relevant erachte, dann ist dieser Beitrag eben für mich relevant. Relevant ist nicht das, was die Mehrheit für relevant hält (was von einer geschickten Marketingabteilung mit genügend Geld entsprechend gepusht wurde), sondern was ich persönlich für relevant halte.

    Allerdings geht das auch noch weiter. Relevanz ist Etwas, das man erkennen muss. Es ist nicht Etwas, was der Schreiber auf Teufel komm raus durchdrücken muss, es ist Etwas, das der Leser erkennt. Jedenfalls dann, wenn er hingucken kann.

    Relevanz funktioniert zu einem gewissen Grad natürlich auch als Kredit. Dieses Blog hier hat einen gewissen Relevanz-Kredit. Das ist auch in Ordnung so. Dass dieser Artikel, der zum was-weiss-ich-wie-vielten-Mal die (angebliche?) Provinzialität der deutschen Blogs bejammert, für mich persönlich ziemlich irrelevant ist, schmälert diesen Relevanz-Kredit nur wenig. Ein Bisschen halt.

    Und ansonsten bin ich heilfroh, dass hier in Deutschland nicht alle Lemminge dem gleichen Leitlemming hinterherlaufen. Im Gegensatz zu den USA. Hier gibt es Alternativen. Hier denkt man auch mal anders. Hier sind nicht Alle einer Meinung. Ich hoffe, dass das so bleibt.

    Anstatt die mangelnde Relevanz deutscher Blogs zu bejammern, wäre es angebrachter, über das Geschehen in Deutschland zu bloggen. Und wenn das mal selbstreferenziell ist (wie z.B. das Bejammern der nicht-Relevanz), gut, Schwamm drüber. Aber wenn das dauernd passiert, dann wird das systhematisch selbstreferenziell und irrelevant. Nimm es in Kauf, wenn es kein großes Echo gibt, und schreib den nächsten Artikel.

  41. da hier so viele kluge Geister selbstreferentiell benutzen: Selbstreferentiell ist, wenn auf einem Joghurt zur Haltbarkeit steht „siehe Inhalt“.
    Alles klar?

  42. Mir ging es vor allem darum, dass die deutsche Bloglandschaft immer auf die üblichen Verdächtigen reduziert wird … wer sich mal wirklich aufmacht und sucht, der findet außer netten Blogs auch ein spannende Beispiele mit eigenen Inhalten.

  43. Selbstreferenziell bei Blogs bedeutet, dass sich der Inhalt des Blogs um Blogs dreht.

    Alles klar?

  44. „worauf natürlich die Blog-Fraktion entgegnet: “wir wollen gar nicht Mainstream sein!” – aber natürlich gerne in Saus und Braus vom Bloggen leben wollen würden. Das beißt sich und diesen Widerspruch müssen die Protagonisten mal anpacken.“

    Den Widerspruch gibt es nur, weil der Autor dieses Artikels offenbar von sich und einer handvoll anderer Blogger-Kollegen, die sich gerne mal in Werbespots reinsetzen, auf die gesamte Bloglandschaft schließt. Der Großteil der deutschen Blogosphäre ist Hingabe unkommerziell, fühlt sich pudelwohl dabei und bedient mit Freude seine jeweilige Nische.

    Anders ausgedrückt: Der Mainstream ist tot, riecht schon ziemlich komisch, niemand will ihn mehr außer die Macher von Castingsendungen, die ihn immer mal wieder für ein paar Tage jungen Leuten in Aussicht stellen, die danach ihr Leben lang gebrandmarkt sind. Wer ernsthaft nach einem Mainstream-Blog schreit und/oder Ausschau hält, dem empfehle ich dringend mal darüber nachzudenken, ob er nicht mit einer völlig falschen, eben der veralteten Old-Media-Schablone, an die ganze Sache rangeht. Die Gesellschaft hat sich zersplittert in Nischen im Netz mit kleineren Reichweiten als die ARD. Und das ist im Sinne der Inividualisierung und Pluralisierung auch echt super so. Gewöhnt Euch daran. Und damit meine ich auch ausdrücklich Euch Typen, die ihr immer noch glaubt, dass Euere Top20 Blogs mal irgendwelche alten Medien ablösen und ihr reich werdet.

  45. Der Beitrag gefällt mir sehr gut, weil er weitegehend meine Meinung wiedergibt … ;-)

    Ich habe mich vor einigen Tagen ähnlich geäußert als irgendwo dieses deutsche Blogger-Allstar-Team aufgestellt wurde und @casi meinte, dass @caschy dort fehlen würde.

    Meines Erachtens tut er das nicht, weil er
    a) wahrscheinlich nicht mit Lobo in einem Team spielen würde
    b) eben nicht selbstreferentiell ist, sondern einfach sein Ding macht.

    Authentisch, credible und daher sicherlich eines der 5 Blogs, auf die ich mich reduzieren lassen würde. Das 2. wäre sein privater Blog. ;-) Das dritte wahrscheinlich das von @casi in seiner alten Form, der hat auch immer eine Meinung. Der Rest wäre privat und nicht von überregionalem Interesse.

    Natürlich ist das jetzt sehr subjektives Geschwätz von mir, aber worauf ich damit hinaus will: Wir wollen etwas echtes, individuelles, authentisches. Alles andere ist Zeitverschwendung. Objektiver Journalismus wird von Redaktionen besser gemacht, auch online.

  46. Ach ja: Ich halte zb. Nerdcore ernsthaft für relevanter als eine große Masse der Tageszeitungen, die kaum eigenen Content bringen und nur als „Sammelstelle“ für dpa-Meldungen dienen. Denn bei Nerdcore ist die Themenkonzentration und Selektionsleistung höher. Und die Originalität. Und wer hier „das ist doch nur Popkultur“ denkt, der darf sich gerne neben die ganzen alten Papiermediensäcke setzen, denn er bedient genau ihre Argumente.

  47. Ich hab weder HuffPost noch PerezHilton abonniert und wenn ich 5 Blogs abonniert haben dürfte, dann wären das die Folgenden:

    – iphoneblog.de
    – cliqueclack.com
    – niggemeier (und ich würd aufs bildblog verzichten)
    – lawblog oder jens weinreich (eher weinreich denk ich, der vetter ist mir bei der Wirtschaftskrise mit seinem „Hebt alles Geld ab“ total daneben vorgekommen
    – Ken Levine (kenlevine.blogspot.com)

    Das sind auch die Blogs, die ich im Moment täglich lese. Ich brauch weder ein Blog zur Politik nach dem Muster der HuffPost, die immer rumschreit und nichts richtig macht, noch ein Sexblog wie „Savage Love“ noch den „Daily Kos“ weil es einfach nur Brüllerei ist, die sowieso keine Reaktionen der Politik hervorrufen. Da kann ich auch gleich Glenn Beck bei Fox News gucken. Ich brauche auch kein Hauptstadtblog, kein Hamburgblog, kein Revierblog, kein OWL-Blog, kein Apple-Blog von Fanboys etc. pp.

    Du sagst hier was von „Die Blogger müssen massetauglich werden, um vom Bloggen leben zu können“.

    Nee, find ich gar nicht. Ich will keine Blogs in denen die Leute lese, die Du als die beschreibst, die in der Bild jeden Tag wühlen und sich informiert fühlen. Dann sollen die ganzen Blogger in Deutschland halt von einem 800 Euro Einkommen im Monat leben, das ist mir lieber als die Leute, die sich über Pissflecken bei DSDS freuen oder bei BigBrother einschalten. Dann soll es doch eine total zerklüftete Landschaft von Bloggern geben, die jeder ihre eigene Nische finden, weil die Zeiten der Massenmedien GOTT SEI DANK endlich vorbei sind, und man nur noch das lesen muss, was einen WIRKLICH interessiert, und nicht was selbst in der Lokalzeitung für 300.000 Einwohner den größten gemeinsamen Nenner bedeutet.

    Ich find‘ die Forderung der Massentauglichkeit, gelinde gesagt, hohl. Ich bin hier gelandet wegen der 5 vor 9 von bildblog und in einem anderen Link darin

    http://carta.info/22502/artenschutz-im-medienwandel/

    „Andreas Moring wundert sich, wie die Mitarbeiter der Printverlage mit dem Medienwandel umgehen, der sie bedroht. „Bevor sich das eigene Weltbild und Selbstverständnis ändert, soll sich die Welt den (Wert-)Vorstellungen der Journalisten und Medienmanager aus den klassischen Massenmedien anpassen. Nach dieser eigentümlichen Logik wären es also die Nutzer, die sich den Zielen der Medienmacher anzupassen hätten – und nicht umgekehrt. Das aber tun sie nicht, darum muss Zwang her, werden ‚Schutzrechte‘ verlangt und der Versuch unternommen, die Nutzer zum Bezahlen zu zwingen.“

    Es kann ja nicht Beides gleichzeitig passieren – keiner liest mehr in den Zeitungen – und die Blogger sind gleichzeitig unwichtig geworden. Vielleicht sind wir bei 100.000 Blogs mit je 1000 Lesern angelangt und die Wichtigkeit dessen geht irgendwie flöten.

    Ich brauch auch nicht Wissen, ob die Oma jetzt 83 ist oder 79. Was ich aber gerne weiß ist, wie ich mich bei ner Blutalkoholkontrolle oder in U-Haft verhalten sollte, warum die Bild die Rentenlüge kolportiert und was die eigenen Motive dahinter sein können, was die Idiotie des Call-In-TVs wirklich ist, dass Fifa und Handballverband korrupt sind bis zum es-geht-nicht-mehr etc. etc. etc., alles Dinge, die in keiner normalen Zeitung zu finden sind, die mir aber persönlich wichtiger sind als die 1:1 in der lokalen Neuen Westfälischen übernommene DPA-Meldung auf Seite 1.

    Weil die Nachrichten in Deutschland inzwischen von den Agenturen gemacht werden. Lediglich den Lokalteil könnte man lesen, wenn dieser nicht auch die immer gleichen, für mein Leben absolut unwichtigen Dinge berichten würde. Neue Ampel. Hasenzüchterverein. Jeder einzelne Verkehrstote mit Unfallbild.

    Das brauche ich nicht mehr, das habe ich 20 Jahre lang gelesen und es ödet mich an.

  48. Was ist schon zwingend???
    Ist nicht alles, was bei irgendjemand Interesse findet sinnvoll?
    Eher dieser Blogbeitrag ist überflüssig und drückt wie alle anderen Blogs eine private Meinung aus und nicht wie postuliert eine Tatsache!

  49. Ich bin GERNE „nett, aber nicht zwingend“. Ja, sogar BESINNLICH, obwohl das in der sensationsgeilen Medienwelt erst recht mega-out ist. Dafür macht mir das Bloggen nun schon fast 11 Jahre Freude – und meinen Leser/innen offenbar auch.

  50. Was hält der Autor den beispielsweise vom Bestatterweblog?

  51. „Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss“…schrieb er in seinem Blog, den ich mir auch nicht weiter angucken muss^^

  52. Nico… Man merkt deutlich, dass Du in einer anderen Welt lebst. Es gibt NICHTS, dass man gelesenen haben MUSS außer vielleicht das Kleingedruckte beim Handyvertrag. Man verpasst _nichts_, wenn man sich am Wochen-(Monats- / Jahres-)ende die Zusammenfassung anschaut.
    Auch in den USA scheren sich ein großer Teil der Blogs nur darum, wie viele Bläschen es waren, wenn Jobs, Brin oder Zuckerberg in den Pool gepubst haben.
    Die Nachhaltigkeit solcher Nachrichten ist bei den meisten Betrachtungen extrem vernachlässigt worden und diese kurzfristige Denke führte auch in die Schweinegrippe äh Schnekatas… äh Wirtschaftskrise.

    Wieviel Prozent der heißesten News aus dem Netz spielten zwei Wochen später noch eine Rolle? und spielten sie überhaupt eine Rolle im realen Leben?
    Jack Wolfskin konnte in Q2 und Q3 2009 den Rekordumsatz von 2008 halten bzw. sogar leicht übertreffen. Q4 sieht angeblich auch gut aus.
    Die Rücknahme der Abmahnungen war erst im Oktober. Das Unternehmen hat durch das Zerreissen der Marke im Web gar keinen Schaden genommen.
    Ein einziger Bericht über hakende Bremspedale in einer Autozeitschrift führte aber letztenendes zu Rekordwertverlust beim weltgrößten Automobilkonzern.
    Twitter ist ganz nett, aber außer für Werbung und Echtzeit-Wirtschaftsmeldungen kaum geschäftlich nutzbar. Das eine ist schwierig, weil schnell als unverlangt und unerwünscht empfunden. Das andere Special Interest. Kein Modell um diesen Dienst hat sich bislang tragen können. Von Iran mal abgesehen, und selbst in diesem Fall wird das Gewicht in den Medien stark überbewertet, ist Twitter nur ein Zeitvertreib bzw ein Zeitfresser, also „nett“.
    Ergo: Außer etwas Kurzweil, verlieren gefühlte 99,9% der Social-Media User nichts, wenn das Internet morgen abgestellt würde.
    In sofern stimme ich Dir zu, gehe aber weiter: Das ganze Internet ist „nett“.

  53. Nico, ich find dich auch so richtig nett!

  54. Also erstmal, lieber Nico Lumma: „Nett“ ist out. Das heißt jetzt „authentisch“.

    Mehr habe ich aber gar nicht zu sagen, ist ja alles bekannt, was Du schreibst.

    Interessanter sind Fragen wie: „Warum ist das so?“ oder „Ist das schlimm?“

    Ich würde mir schon sowas wie eine deutsche Huffington Post wünschen, aber die FAZ-Blogs sind halt auch ne gute Sammelstelle für diesen etwas anderen Internetjournalismus, dann einestages bei Spon. Die führenden Webmedien sind da ganz clever vorgegangen.

  55. Dampfbadbiber 4.02.2010 at 8:19

    Leute wacht auf. „Es gibt doch so viele gute erfolgreiche Nischenblogs usw…“ Das ist doch Selbsttäuschung aller erster Güte. Da braucht man sich nur rivva.de anzusehen. Mit 4-5 tweets und/oder 2 Links von anderen Blogs ist ein posting dort schon in den Top-Nachrichten. Was in rivva als „gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft“ aufschlägt, treibt einen Tränen in die Augen. Viel Apple, viel Journalismusgejammere, viele kleine durch die Social Media Szene getriebene Ferkel – wenig Substanz.

  56. Andreas Noack 4.02.2010 at 8:57

    Und was ist mir dem „Rabenhorst“-Blog von Kai Billen?

    http://blog.kairaven.de/

    Vielleicht etwas zu speziell, oder wie?
    Ist trotzdem sehr lesenswert, wie ich meine.

  57. Hi Nico, ich gebe Dir mit der Charakterbeschreibung der Blogosphäre recht. Aber die Argumentationvon Carta, dass es sehr wohl wichtige Blogbeiträge gibt, ist mehr als richtig. Siehe http://carta.info/22543/zehn-gute-gruende-warum-man-2009-blogs-lieber-gelesen-haben-sollte/

  58. Et heißt aber trotzdem immer noch „Reflexion“ ;-)

  59. Nachtrag, gestern bei der Abendschau (Die Nachrichtensendung des Berliner RBB)
    Nachrichtenbeitrag im RBB bezieht sich auf Spreeblick

  60. In deinem Blog rieselt Schnee. Mehr muss man zur Bedeutung dieses Jammern ja gar nicht sagen…

  61. Schlomi Arbeitmann 4.02.2010 at 17:51

    Ich muss mich meinen Vorrednern anschließen. Blogs sind immer special interest – das sieht man ja deutlich an den aufgeführten Blogs. Beispielsweise bildblog.de ist eben für die da, die die BILD kritisch betrachten. Man kann selektieren, was man lesen will. Die Grundinformationsversorgung wird durch zufälliges Zappen, Radio hören, Zeitung lesen mehr als genug abgedeckt.

  62. „Nett“, hörte ich letztens, „ist der kleine Bruder von Scheiße.“ Viele Blogs sind das nicht. Aber gut, man hat nicht viel Zeit, das Wetter draußen ist inzwischen so nett, dass man einen Spangenhals kriegt, da kann einem schon mal die Nase hängen. Ich hoffe, das ist hier nur aus der schlechten Laune heraus geschrieben. „Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss, weil man sonst einen wichtigen Beitrag verpassen würde.“ So pauschal urteilen gemeinhin die Kollegen vom Printmedium, weil sie im Geiste noch immer hinter der Linotyp-Setzmaschine hocken und sich grämen, weil ihnen die Informations- und Meinungsoberhoheit abhanden gekommen ist. Wer ist eigentlich „man“ und was muss er „unbedingt gelesen haben“? Was sind „wichtige Beiträge“? Glücklicherweise sind nicht alle Deutschen über einen Kamm geschoren und pflegen noch unterschiedliche Vorlieben, über das dumpfe Fernsehgucken hinaus. Es gibt in allen Medien so gut wie nichts, das jeder unbedingt gesehen, gehört oder gelesen haben muss. Gelegentlich empfiehlt es sich, den Wetterbericht anzuschauen, denn der ist wenigstens eine Nachricht im etymologischen Sinne, „wonach man sich zu richten hat“. Darüberhinaus ist jede Mediennutzung interessengeleitet und selektiv.

    Die Relevanz der Blogs für die öffentliche Diskussion bleibt davon unberührt. Gerade der öffentliche Ausstausch von Meinungen ist eine basisdemokratische Angelegenheit. Dass Blogs theoretisch jedem ermöglichen, an der öffentlichen Diskussion teilzunehmen, schon darin besteht eine nie dagewesene Chance, dass sich Menschen als mündige Bürger begreifen und beginnen, sich eigene Gedanken zu machen. In fünf Jahren Bloggen habe ich viele Blogger kennengelernt, mit denen ich mich gerne austausche. Das ist ein anregender, lehrreicher und kreativer Prozess, er ermuntert, ja zwingt sogar dazu, sich über ein angesprochenes Thema kundig zu machen. In diesem Sinne ist das Medium Blog nicht nur bunt und unterhaltsam, es ist auch eine gigantische Lernmaschine, wobei das Lernen in ihr und mit ihr intrinsisch motiviert ist, von innen heraus kommt. Gerade das freiwillige Lernen ist besonders effektiv. Das zeigt sich darin, wie manche Blogger sich im Laufe der Zeit verändern. Sie schreiben immer besser, erschließen sich neue Themenbereiche, versuchen sich an verschiedenen Stilformen, fertigen Collagen, fotografieren, filmen oder stellen ihre Zeichnungen ins Netz usw. Das Wechelseitige des Mediums wiederum motiviert, weiter zu machen, denn die Rückmeldung spornt an, bleibt sie aus, regt sie dazu an, die eigene Bloggerei zu überdenken, ggf. etwas Neues zu versuchen. Ich kann das hier nur skizzieren, aber darin liegt der Wert des Mediums.

    Schöne Grüße
    Trithemius

  63. Da hat der eigene Blogbeitrag das Argument belegt.

    Quod erat demonstrandum.

  64. Ich mag nett. Völlig undifferenziert über deutsche Blogs zu lästern und in der „Über mich“ Rubrik den Aufenthalt in den USA als quasi einzige Information in den Vordergrund zu stellen, finde ich ein bißchen blöde. Aber auch sehr lustig. Und lustig mag ich auch.

  65. Stolz wie Bolle, hehe, so läufts eben. Nichtigkeiten bestimmen unser Leben – gibts einen Aufreger, stürzen sich alle drauf. Das ist nun wirklich kein Effekt, den die Blogosphäre für sich alleine gepachtet hätte. Und dennoch gibts es genug Kollegen, völlig abseits der glänzenden A-Blogger die tatsächlich gut und reichlich mit ihren MFA Internetprojekten verdienen – auf einem banalen Niveau. Da beisst sich der Hund in den Schwanz: Tiefgreifendes, kulturschaffendes ist schon per se speziell und wenig reichweitentauglich. Das ist aber auch nicht der Anspruch, manche sind zufrieden, wenn sie davon leben können (abseits des HIV Niveaus) und trotzdem das tun dürfen, was sie mögen und mit dem sie sich wohl fühlen. Kein Grund Gehässigkeiten auszutauschen ;-)

  66. Dafür gibt es ja bei den Blogs auch eine große Vielfalt und wer sich passende Themen sucht, der findet dort auch vieles an kontroverser Diskussion zu allerlei Themen.
    Einiges schwappt rüber, einiges nicht.

  67. Gute Blogs gibt es schon zum Beispiel im Modebereich und wenn man selbst versucht, seine Website bekannter zu machen und dann diese Unternehmensblogs sieht, versucht man es besser zu machen …
    Ich finde es zum Beispiel hilfreich, wenn man Blogger findet, die für einen die Produkte als Onlineshop testen

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  1. uberVU - social comments - 2.02.2010

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    […] Den Lumma versteh’ ich nicht. Da lamentiert er, dass deutsche Blogs allesamt viel zu nischig, viel zu wenig mainstreamig, dafuer wiederum zu selbstreferentiell seien und sowieso immer nur mit Gebruell immer dieselbe Sau durchs Dorf treiben wuerden. […]

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