Aber nett ist auch der Hund vom Nachbarn. In Deutschland wird auf jeder Konferenz postuliert, wie wichtig Blogs doch seien. Wieso eigentlich? Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss, weil man sonst einen wichtigen Beitrag verpassen würde. Es gibt kein Blog in Deutschland, das für eine Branche essentiell ist, weil dort alles steht, und zwar bevor es irgendwo anders steht und weil von diesem Blog Impulse für eine Debatte ausgehen. Die einzige Ausnahme ist Netzpolitik.org, das sich in einer sehr kleinen Nische gut positioniert hat. Es gibt kein Blog, das das politische Berlin an- und umtreibt sowie die etablierten Redaktionen irritiert, es gibt kein Blog, das auch nur ansatzweise die Stigmatisierung Blog abgelegt hat und vom Mainstream gelesen wird. Es gibt noch nicht einmal ein provokantes Klatschblog, von dem alle abschreiben und sich dennoch angewidert geben und so tun als ob Derartiges in der guten alten Zeit des Journalismus niemals hätte passieren können. Blogs sind selbstreferentielle Nische, fühlen sich da pudelwohl, aber bleiben bei allem vehement formulierten Anspruch irrelevant.
Schauen wir uns doch einmal exemplarisch die Blog-Landschaft an.
Da gibt es detailverliebte Blogs wie das Bildblog, deren Leser sich daran ergötzen, daß tagtäglich wieder die Tatsache aufbereitet wird, daß BILD und bild.de unsauber arbeiten und sogar tendenziös sind in ihrer Berichterstattung. Oha. Früher hiess es einfach “BILD lügt” und tiefer ins Detail musste niemand einsteigen, zumal ich mir nicht denken kann, daß der gemeine BILD-Leser an sich nach seiner Frühstückspause leise zu sich “oh, ich glaube, da ist der BILD-Redaktion ein kleiner handwerklicher Fehler unterlaufen, in der Mittagspause lese ich mal bei bildblog.de nach, ob Oma Kruse, der die Handtasche geraubt wurde, wirklich 83 Jahre alt war, mir kommt sie viel jünger vor” sagt.
Und dann gibt es Spreeblick, das linksalternative Feuilletonblog aus Berlin, das jeden Morgen mit einer Hommage an das Basic’sche Musikvideo zur Nacht mit einem Musikvideo zum Tage aufwartet, sicherlich niemals nur um PageImpressions zu generieren, sondern als reiner Dienst an seinen Lesern. Bei Spreeblick stehen ab und zu einige Leseperlen, aber ansonsten verhält es sich wie mit dem Feuilleton in Deutschland, man kann es lesen, muss es aber nicht, und ehrlich gesagt verpasst man auch nicht viel.
Oder es gibt die von vielen gefürchtete Blogbar, an der Rainer Meyers Kunstfigur Don Alphonso rumätzt und immer wieder dieselben Protagonisten an den Pranger stellt, um sie mit wüsten Worten in ewig langen mäandernden Riemen zu beschimpfen, weshalb sich einige vor Meyers Feder fürchten, andere sich aber immer wieder verwundert die Augen reiben über den zur Schau gestellten Potpourri an unmöglichen Umgangsformen. Das Blog Stützen der Gesellschaft vom selben Autor erscheint hingegen bei FAZ.net und generiert massivst Kommentare, was dafür spricht, daß hier ebenfalls eine Nische gefunden wurde.
Blickt man auf die anderen sog. Top-Blogs, stellt man fest, daß neben Anspruch kaum noch mehr präsentiert wird. Da steht viel, aber kaum genuiner Content und wenn, dann sind es irgendwelche Geschichtchen auf Schülerzeitungs-Niveau. Nerdcore ist gefällig, aber das Konzept Fundstücke aus dem Web ist auch nur die Panorama-Seite mit anderen Mitteln. Fefe hat großen Unterhaltungswert und eignet sich durchaus auch für Sozialstudien, Stylespion kämpft mit dem eigenen Anspruch und der tagtäglichen Umsetzung, im Lawblog werden Jura-Anekdoten aus dem Alltag verbloggt. Diese Liste liesse sich endlos fortsetzen. Mal ehrlich, wenn ihr nur 5 Blogs lesen dürftet, wäre dann ein deutsches Blog dabei? Warum gibt es eigentlich immer noch kein wirkliches Hauptstadt-Blog, kein Lokalblog für die Metropolregion Hamburg, kein Wirtschaftsblog, das täglich die Wirtschaftswelt beleuchtet? Warum ist immer noch alles klein, nischig, nett, aber nichts groß, mainstreamig und zwingend? Ich kann dieses ewige “aber die Verlage verstehen das Internet nicht” wirklich nicht mehr lesen, im Gegenzug kann man auch schreiben “und die Blogger verstehen den Mainstream nicht” – worauf natürlich die Blog-Fraktion entgegnet: “wir wollen gar nicht Mainstream sein!” – aber natürlich gerne in Saus und Braus vom Bloggen leben wollen würden. Das beißt sich und diesen Widerspruch müssen die Protagonisten mal anpacken.
Kommen wir zu den Säuen, die quartalsweise durch das Blogdorf getrieben werden. Es ist immer dasselbe ermüdende Muster. Jemand findet einen Aufreger, diese wird in der Echochamber Blogosphäre zu etwas Großem hochgeschrieben und zwei Wochen später gibt es im ZDF Morgenmagazin eine 30-Sekunden-Randnotiz und alle sind stolz wie Bolle, daß die Story jetzt wirklich zu den “Großen” hochgeschwappt ist. Reflektion, Recherche, kritische Distanz – totale Fehlanzeige, stattdessen “haltet den Dieb” und “auf sie mit Gebrüll”. Hilft das wirklich, um als relevantes Medienformat wahrgenommen zu werden? Hilft das wirklich, um Blogs beruflich betreiben zu können?
Blogs in Deutschland sind nett, aber nicht zwingend.


Ach ja: Ich halte zb. Nerdcore ernsthaft für relevanter als eine große Masse der Tageszeitungen, die kaum eigenen Content bringen und nur als “Sammelstelle” für dpa-Meldungen dienen. Denn bei Nerdcore ist die Themenkonzentration und Selektionsleistung höher. Und die Originalität. Und wer hier “das ist doch nur Popkultur” denkt, der darf sich gerne neben die ganzen alten Papiermediensäcke setzen, denn er bedient genau ihre Argumente.
Ich hab weder HuffPost noch PerezHilton abonniert und wenn ich 5 Blogs abonniert haben dürfte, dann wären das die Folgenden:
- iphoneblog.de
- cliqueclack.com
- niggemeier (und ich würd aufs bildblog verzichten)
- lawblog oder jens weinreich (eher weinreich denk ich, der vetter ist mir bei der Wirtschaftskrise mit seinem “Hebt alles Geld ab” total daneben vorgekommen
- Ken Levine (kenlevine.blogspot.com)
Das sind auch die Blogs, die ich im Moment täglich lese. Ich brauch weder ein Blog zur Politik nach dem Muster der HuffPost, die immer rumschreit und nichts richtig macht, noch ein Sexblog wie “Savage Love” noch den “Daily Kos” weil es einfach nur Brüllerei ist, die sowieso keine Reaktionen der Politik hervorrufen. Da kann ich auch gleich Glenn Beck bei Fox News gucken. Ich brauche auch kein Hauptstadtblog, kein Hamburgblog, kein Revierblog, kein OWL-Blog, kein Apple-Blog von Fanboys etc. pp.
Du sagst hier was von “Die Blogger müssen massetauglich werden, um vom Bloggen leben zu können”.
Nee, find ich gar nicht. Ich will keine Blogs in denen die Leute lese, die Du als die beschreibst, die in der Bild jeden Tag wühlen und sich informiert fühlen. Dann sollen die ganzen Blogger in Deutschland halt von einem 800 Euro Einkommen im Monat leben, das ist mir lieber als die Leute, die sich über Pissflecken bei DSDS freuen oder bei BigBrother einschalten. Dann soll es doch eine total zerklüftete Landschaft von Bloggern geben, die jeder ihre eigene Nische finden, weil die Zeiten der Massenmedien GOTT SEI DANK endlich vorbei sind, und man nur noch das lesen muss, was einen WIRKLICH interessiert, und nicht was selbst in der Lokalzeitung für 300.000 Einwohner den größten gemeinsamen Nenner bedeutet.
Ich find’ die Forderung der Massentauglichkeit, gelinde gesagt, hohl. Ich bin hier gelandet wegen der 5 vor 9 von bildblog und in einem anderen Link darin
http://carta.info/22502/artenschutz-im-medienwandel/
“Andreas Moring wundert sich, wie die Mitarbeiter der Printverlage mit dem Medienwandel umgehen, der sie bedroht. “Bevor sich das eigene Weltbild und Selbstverständnis ändert, soll sich die Welt den (Wert-)Vorstellungen der Journalisten und Medienmanager aus den klassischen Massenmedien anpassen. Nach dieser eigentümlichen Logik wären es also die Nutzer, die sich den Zielen der Medienmacher anzupassen hätten – und nicht umgekehrt. Das aber tun sie nicht, darum muss Zwang her, werden ‘Schutzrechte’ verlangt und der Versuch unternommen, die Nutzer zum Bezahlen zu zwingen.”
Es kann ja nicht Beides gleichzeitig passieren – keiner liest mehr in den Zeitungen – und die Blogger sind gleichzeitig unwichtig geworden. Vielleicht sind wir bei 100.000 Blogs mit je 1000 Lesern angelangt und die Wichtigkeit dessen geht irgendwie flöten.
Ich brauch auch nicht Wissen, ob die Oma jetzt 83 ist oder 79. Was ich aber gerne weiß ist, wie ich mich bei ner Blutalkoholkontrolle oder in U-Haft verhalten sollte, warum die Bild die Rentenlüge kolportiert und was die eigenen Motive dahinter sein können, was die Idiotie des Call-In-TVs wirklich ist, dass Fifa und Handballverband korrupt sind bis zum es-geht-nicht-mehr etc. etc. etc., alles Dinge, die in keiner normalen Zeitung zu finden sind, die mir aber persönlich wichtiger sind als die 1:1 in der lokalen Neuen Westfälischen übernommene DPA-Meldung auf Seite 1.
Weil die Nachrichten in Deutschland inzwischen von den Agenturen gemacht werden. Lediglich den Lokalteil könnte man lesen, wenn dieser nicht auch die immer gleichen, für mein Leben absolut unwichtigen Dinge berichten würde. Neue Ampel. Hasenzüchterverein. Jeder einzelne Verkehrstote mit Unfallbild.
Das brauche ich nicht mehr, das habe ich 20 Jahre lang gelesen und es ödet mich an.
Was ist schon zwingend???
Ist nicht alles, was bei irgendjemand Interesse findet sinnvoll?
Eher dieser Blogbeitrag ist überflüssig und drückt wie alle anderen Blogs eine private Meinung aus und nicht wie postuliert eine Tatsache!
[...] muss man auch nicht gelesen haben. Oder? Entweder trauert Lummaland den alten Alpha-Blogger-Tagen nach, oder dieses Blog will als letzte “Ikone” an einstige [...]
[...] wollte ich ja meinen Sermon zu diesem Artikel abgeben, der da lautet: Blogs in Deutschland sind nett. Dann aber überkam mich ein Anflug von Vernunft und ich ließ es Gott-sei-Dank bleiben. [...]
Ich bin GERNE “nett, aber nicht zwingend”. Ja, sogar BESINNLICH, obwohl das in der sensationsgeilen Medienwelt erst recht mega-out ist. Dafür macht mir das Bloggen nun schon fast 11 Jahre Freude – und meinen Leser/innen offenbar auch.
Was hält der Autor den beispielsweise vom Bestatterweblog?
“Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss”…schrieb er in seinem Blog, den ich mir auch nicht weiter angucken muss^^
Nico… Man merkt deutlich, dass Du in einer anderen Welt lebst. Es gibt NICHTS, dass man gelesenen haben MUSS außer vielleicht das Kleingedruckte beim Handyvertrag. Man verpasst _nichts_, wenn man sich am Wochen-(Monats- / Jahres-)ende die Zusammenfassung anschaut.
Auch in den USA scheren sich ein großer Teil der Blogs nur darum, wie viele Bläschen es waren, wenn Jobs, Brin oder Zuckerberg in den Pool gepubst haben.
Die Nachhaltigkeit solcher Nachrichten ist bei den meisten Betrachtungen extrem vernachlässigt worden und diese kurzfristige Denke führte auch in die Schweinegrippe äh Schnekatas… äh Wirtschaftskrise.
Wieviel Prozent der heißesten News aus dem Netz spielten zwei Wochen später noch eine Rolle? und spielten sie überhaupt eine Rolle im realen Leben?
Jack Wolfskin konnte in Q2 und Q3 2009 den Rekordumsatz von 2008 halten bzw. sogar leicht übertreffen. Q4 sieht angeblich auch gut aus.
Die Rücknahme der Abmahnungen war erst im Oktober. Das Unternehmen hat durch das Zerreissen der Marke im Web gar keinen Schaden genommen.
Ein einziger Bericht über hakende Bremspedale in einer Autozeitschrift führte aber letztenendes zu Rekordwertverlust beim weltgrößten Automobilkonzern.
Twitter ist ganz nett, aber außer für Werbung und Echtzeit-Wirtschaftsmeldungen kaum geschäftlich nutzbar. Das eine ist schwierig, weil schnell als unverlangt und unerwünscht empfunden. Das andere Special Interest. Kein Modell um diesen Dienst hat sich bislang tragen können. Von Iran mal abgesehen, und selbst in diesem Fall wird das Gewicht in den Medien stark überbewertet, ist Twitter nur ein Zeitvertreib bzw ein Zeitfresser, also “nett”.
Ergo: Außer etwas Kurzweil, verlieren gefühlte 99,9% der Social-Media User nichts, wenn das Internet morgen abgestellt würde.
In sofern stimme ich Dir zu, gehe aber weiter: Das ganze Internet ist “nett”.
Nico, ich find dich auch so richtig nett!
Also erstmal, lieber Nico Lumma: “Nett” ist out. Das heißt jetzt “authentisch”.
Mehr habe ich aber gar nicht zu sagen, ist ja alles bekannt, was Du schreibst.
Interessanter sind Fragen wie: “Warum ist das so?” oder “Ist das schlimm?”
Ich würde mir schon sowas wie eine deutsche Huffington Post wünschen, aber die FAZ-Blogs sind halt auch ne gute Sammelstelle für diesen etwas anderen Internetjournalismus, dann einestages bei Spon. Die führenden Webmedien sind da ganz clever vorgegangen.
Leute wacht auf. “Es gibt doch so viele gute erfolgreiche Nischenblogs usw…” Das ist doch Selbsttäuschung aller erster Güte. Da braucht man sich nur rivva.de anzusehen. Mit 4-5 tweets und/oder 2 Links von anderen Blogs ist ein posting dort schon in den Top-Nachrichten. Was in rivva als “gewichteten Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft” aufschlägt, treibt einen Tränen in die Augen. Viel Apple, viel Journalismusgejammere, viele kleine durch die Social Media Szene getriebene Ferkel – wenig Substanz.
Und was ist mir dem “Rabenhorst”-Blog von Kai Billen?
http://blog.kairaven.de/
Vielleicht etwas zu speziell, oder wie?
Ist trotzdem sehr lesenswert, wie ich meine.
Hi Nico, ich gebe Dir mit der Charakterbeschreibung der Blogosphäre recht. Aber die Argumentationvon Carta, dass es sehr wohl wichtige Blogbeiträge gibt, ist mehr als richtig. Siehe http://carta.info/22543/zehn-gute-gruende-warum-man-2009-blogs-lieber-gelesen-haben-sollte/
Et heißt aber trotzdem immer noch “Reflexion”
Nachtrag, gestern bei der Abendschau (Die Nachrichtensendung des Berliner RBB)
Nachrichtenbeitrag im RBB bezieht sich auf Spreeblick
In deinem Blog rieselt Schnee. Mehr muss man zur Bedeutung dieses Jammern ja gar nicht sagen…
Ich muss mich meinen Vorrednern anschließen. Blogs sind immer special interest – das sieht man ja deutlich an den aufgeführten Blogs. Beispielsweise bildblog.de ist eben für die da, die die BILD kritisch betrachten. Man kann selektieren, was man lesen will. Die Grundinformationsversorgung wird durch zufälliges Zappen, Radio hören, Zeitung lesen mehr als genug abgedeckt.
“Nett”, hörte ich letztens, “ist der kleine Bruder von Scheiße.” Viele Blogs sind das nicht. Aber gut, man hat nicht viel Zeit, das Wetter draußen ist inzwischen so nett, dass man einen Spangenhals kriegt, da kann einem schon mal die Nase hängen. Ich hoffe, das ist hier nur aus der schlechten Laune heraus geschrieben. “Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss, weil man sonst einen wichtigen Beitrag verpassen würde.” So pauschal urteilen gemeinhin die Kollegen vom Printmedium, weil sie im Geiste noch immer hinter der Linotyp-Setzmaschine hocken und sich grämen, weil ihnen die Informations- und Meinungsoberhoheit abhanden gekommen ist. Wer ist eigentlich “man” und was muss er “unbedingt gelesen haben”? Was sind “wichtige Beiträge”? Glücklicherweise sind nicht alle Deutschen über einen Kamm geschoren und pflegen noch unterschiedliche Vorlieben, über das dumpfe Fernsehgucken hinaus. Es gibt in allen Medien so gut wie nichts, das jeder unbedingt gesehen, gehört oder gelesen haben muss. Gelegentlich empfiehlt es sich, den Wetterbericht anzuschauen, denn der ist wenigstens eine Nachricht im etymologischen Sinne, “wonach man sich zu richten hat”. Darüberhinaus ist jede Mediennutzung interessengeleitet und selektiv.
Die Relevanz der Blogs für die öffentliche Diskussion bleibt davon unberührt. Gerade der öffentliche Ausstausch von Meinungen ist eine basisdemokratische Angelegenheit. Dass Blogs theoretisch jedem ermöglichen, an der öffentlichen Diskussion teilzunehmen, schon darin besteht eine nie dagewesene Chance, dass sich Menschen als mündige Bürger begreifen und beginnen, sich eigene Gedanken zu machen. In fünf Jahren Bloggen habe ich viele Blogger kennengelernt, mit denen ich mich gerne austausche. Das ist ein anregender, lehrreicher und kreativer Prozess, er ermuntert, ja zwingt sogar dazu, sich über ein angesprochenes Thema kundig zu machen. In diesem Sinne ist das Medium Blog nicht nur bunt und unterhaltsam, es ist auch eine gigantische Lernmaschine, wobei das Lernen in ihr und mit ihr intrinsisch motiviert ist, von innen heraus kommt. Gerade das freiwillige Lernen ist besonders effektiv. Das zeigt sich darin, wie manche Blogger sich im Laufe der Zeit verändern. Sie schreiben immer besser, erschließen sich neue Themenbereiche, versuchen sich an verschiedenen Stilformen, fertigen Collagen, fotografieren, filmen oder stellen ihre Zeichnungen ins Netz usw. Das Wechelseitige des Mediums wiederum motiviert, weiter zu machen, denn die Rückmeldung spornt an, bleibt sie aus, regt sie dazu an, die eigene Bloggerei zu überdenken, ggf. etwas Neues zu versuchen. Ich kann das hier nur skizzieren, aber darin liegt der Wert des Mediums.
Schöne Grüße
Trithemius
[...] nur nette blogs [...]
Da hat der eigene Blogbeitrag das Argument belegt.
Quod erat demonstrandum.
[...] so relevant, wie wir es gerne wären. Das hat Nico Lumma diese Woche sehr treffend festgestellt: In Deutschland gibt es kein einziges Blog, das man lesen MUSS. Das ist sehr schade, weil es hinreichend gute Autoren unter den Bloggern und ebenso viele kluge [...]
Ich mag nett. Völlig undifferenziert über deutsche Blogs zu lästern und in der “Über mich” Rubrik den Aufenthalt in den USA als quasi einzige Information in den Vordergrund zu stellen, finde ich ein bißchen blöde. Aber auch sehr lustig. Und lustig mag ich auch.
[...] Nico Lumma (@nico) nimmt sich die deutschen Blogs zur Brust: “Blogs in Deutschland sind nett“ [...]
[...] “Blogs sind selbstreferentielle Nische, fühlen sich da pudelwohl, aber bleiben bei allem vehement fo…“, hat Nico Lumma neulich geschrieben und hatte damit wahrscheinlich gar nicht unrecht, obwohl [...]
[...] Herr Lumma vor einigen Tagen schreibend erwaehnte, “Es gibt kein Blog in Deutschland … “ den man lesen [...]
[...] Nico schreibt: Auch 2010 gibt es kein Blog, das man unbedingt gelesen haben muss, weil man sonst einen wichtigen Beitrag verpassen würde. Es gibt kein Blog in Deutschland, das für eine Branche essentiell ist, weil dort alles steht, und zwar bevor es irgendwo anders steht und weil von diesem Blog Impulse für eine Debatte ausgehen. [...]
[...] Nico Lumma, der ein eher langweiliges Blog macht (10 Twitter-Tipps), sich aber beschwert, das Blogs langweilig sind und natürlich Brigitte “Was ist ein Browser?“ Zypries. Die war als [...]
[...] Lumma und nette Blogs, Twitterregeln und Rob Basics Antwort. [...]