Facebook Orte

Gestern hat Facebook endlich das neue Feature Facebook Places gelaunched, auf das die Branche schon länger gewartet hat. Facebook Places bringt das Thema Location Based Services auf einen komplett neuen Level, denn durch die API erlaubt es Anbietern, sich direkt mit ihren Location-Infos in Facebook zu integrieren, so daß für den Facebook-User eher unerheblich wird, mit welchem Tool sich ihre Freunde bei Locations einchecken. Und plötzlich wird Location von der Nische zum Mainstream, denn jetzt haben 500 Mio User eine ganz einfache Möglichkeit, ortsbezogene Daten mit ihren Freunden zu teilen.

Nimmt man die Verkaufszahlen von Smartphones als einen Indikator für die kommende Nutzungsintensität dieses Features, dann wird man auch in Deutschland in einem Jahr Facebook Places als völlige Normalität ansehen. Insbesondere finde ich an diesem Feature spannend, daß man auch User taggen kann, mit denen man gerade an einem Ort befindet, was den gesamten Checkin-Prozess noch einmal erleichtert. Für die Anbieter von Location-bases Services ist Facebook das Ökosystem, in dem sie sich ausbreiten und in dem sie wachsen können, denn Facebook macht die ortsbezogenen Daten für eine riesige Menge an Nutzern verfügbar und reichert damit den Social Graph der User an. Die User füttern das Monster Facebook mit Daten, aber sorgen damit auch dafür, daß für Freunde die Nutzungsmöglichkeiten von Facebook gerade im mobilen Einsatz noch verbessert werden.

Facebook User sollten natürlich, wie bei jedem neuen Feature, einen Blick auf die Privacy Settings werfen und gucken, ob die Einstellungen zur aktuellen Gemütsverfassung passen.

14 Antworten auf „Facebook Orte“

  1. Alles schön und gut. Verstehe nur nicht, warum Facebook mit der Privacy-Voreinstellung schon wieder mit Ansage in offenen Gegenwind rennt…

    1. @valentinheyde weil es sonst zu wenig leute per default nutzen würden…

    2. @NicoLumma ja, das ist mir auch klar. Businessentscheidung geht da vor Kommunikationsentscheidung. Nur gerade bei der Offenlegung vom aktuellen Aufenthaltsort wird hier sicher ein wenig von der Google-Hysterie herüberschwappen.

    3. @valentinheyde ach, das wird keiner raffen, es geht ja nicht um das Vertaggen der Gartenzwerge.

    4. @NicoLumma @valentinheyde na ja, die variante das du mich auf dem Dom taggst obwohl ich eigentlich krank geschrieben bin, erfordert schon ein bisschen Vorausplanung

    5. @sebastiankeil wenn Du krank bist, darfst Du dennoch auf den Dom gehen, es darf nur nicht zu Lasten Deiner Gesundheit gehen.

    6. @NicoLumma na ja, ich wollte nicht erneut das Stripclub-Beispiel strapazieren. Es geht ja nicht ums dürfen, sondern um das, was andere reininterpretieren können.

  2. Hey Nico, freue mich auch schon mit dir einzuchecken – gestatte mir eine Anmerkung: Du schreibst „Insbesondere finde ich an diesem Feature spannend, daß man auch User taggen kann, mit denen man gerade an einem Ort befindet, was den gesamten Checkin-Prozess noch einmal erleichtert. “ – Wichtig ist, dass du deine Freunde einchecken kannst – und nicht einfach jeden User…und das ist ja auch das Gute an Place – übrigens einen Video gibts hier: http://www.facebook.com/facebook#!/video/video.php?v=10150257497405484

    1. @tkkinstant danke für die Richtigstellung, so meinte ich das auch. Das Video ist ja zum Schnarchen langweilig… :)

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