Schmeisst den Spinner raus!

Sarrazin darf in der SPD bleiben und die SPD legt passend zum Osterfest mal wieder einen ordentlichen Eiertanz hin. Erst wird ein Parteiausschlußverfahren angestrebt, dann gibt man sich mit ein paar warmen Worten zufrieden und lässt Thilo Sarrazin in der Partei.

Genau für derartige Rumeierei wird die SPD abgestraft, seit Jahren. Sie kann es nicht allen recht machen. Die SPD muß Positionen besetzen und Stellung beziehen. Das gilt für programmatische Entscheidungen ebenso wie für personelle. Und wenn man sagt, daß Thilo Sarrazin gravierend gegen die Grundsätze der Sozialdemokratie verstößt, dann muß man das auch durchziehen und den Spinner vor die Tür setzen!

Ich habe keine Lust, daß diese Flitzpiepe irgendeinen gefährlichen Stuss in jede erdenkliche Kamera faselt und darunter steht: Thilo Sarrazin, SPD. Ich habe mir letzens diese unsägliche Anne Will Talkshow anguckt und es kam mir vor wie bei einem Unfall, es war schrecklich, aber man mußte doch hinsehen. Dieser Mensch ist weit jenseits von dem, was die SPD ausmacht. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Grundfeste der SPD – Thilo Sarrazin und seine Thesen sind ausserhalb dessen, was die SPD vertritt.

Thilo Sarrazin gehört rausgeschmissen aus der SPD. Ohne Diskussion. Er hatte wahrlich zu viele Redebeiträge gehabt in den letzten Monaten.

11 Antworten auf „Schmeisst den Spinner raus!“

  1. Dein <meta property=“og:description“ content=“Share“ /> ist irgendwie suboptimal. Mit ner vernünftigen Beschreibung und dem Image würd ichs gerne per Facebook teilen ;-)

  2. Prinzipiell muss eine Volkspartei auch Mitglieder an den Rändern aushalten können, aber irgendwo ist dann doch Schluss. Der Mann hat mehr als genug Porzellan zerschmissen. Herrje, dieser Eiertanz kann einem schon die Laune vermiesen und dabei bin ich gerade erst der SPD beigetreten.

  3. Im letzten Herbst hatte Sigmar Gabriel einen guten Auftritt bei Maybrit Illner, als er daran erinnerte, dass es die SPD unter Willy Brandt war, die die vielen Reformunis gegründet hatte. Danach konnten in vielen Arbeiterfamilien erstmals die Kinder studieren. Ein Plädoyer von Gabriel, dass das Sozenherz richtig schön erwärmt hat: Wir sind es, die daran glauben, dass nicht nur die Kinder der Reichen schlau sind und studieren dürfen. Dann schlug er natürlich den Bogen zu Sarrazin und sagte: Wenn nun einer kommt und verbreitet, dass Muslime von Natur aus dümmer sind, darf er das gerne sagen, aber nicht im Namen meiner Partei.

    Tja, und jetzt das. Eine Schande. Es gibt schon 2 Parteien, die für die Chancenungleichheit eintreten, das sollte eigentlich reichen.

  4. Ich glaube nicht, dass unspezifische, emotionale, leere Phrasen – wie „irgendeinen gefährlichen Stuss faseln“ – die Sache sinnvoll voranbringen. Sarrazin sagt nicht irgendwas, sondern was Konkretes, und das gehört benannt (möglichst mit zielgenauem Nachweis). Es gehört herausgearbeitet, genau was unrichtig ist, genau inwiefern es gefährlich ist, und genau was daran gefaselt anstatt z.B. überlegt ist. Das alles in knapper Form.

    Sonst macht man sich noch selbst schuldig, irgendeinen nebulösen Stuss gefährlich daherzufaseln. Und man erweckt den Eindruck, zu was anderem womöglich gar nicht in der Lage zu sein: Gesinnung topp – Birne flopp, sozusagen.

  5. Ein Rausschmiss würde ihn zum Märtyrer machen. Willst Du das? Bin auch der Meinung, dass eine Volkspartei das aushalten kann.

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