Präsidentschaftswahlkampf auf Google+

Nico —  8.07.2011 — 3 Comments

Barack Obama hatte im letzten Präsidentschaftswahlkampf auf Twitter und Facebook gesetzt. Im nächsten Präsidentschaftswahlkampf wird Google+ eine entscheidene Rolle spielen. Ein Zeichen dafür ist Newt Gingrich’s First Hangout, aber vor allem die Möglichkeit, über Circles zielgenau die Unterstützer mobilisieren zu können, ohne die Intimität von Facebook aufbauen zu müssen oder sich auf die 140 Zeichen von Twitter zu beschränken.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr sehe ich in Google+ die ideale Mobilisierungsplattform. Twitter ist schnell in der Distribution von Informationen, aber doch limitiert, hingegen kann man bei Google+ leicht Bilder und Videos embedden, mit +1 in die Google-Suchergebnisse pushen, die Inhalte sharen und kommentieren. Die Circles lassen sich wunderbar clustern und für die gezielte Ansprache der Unterstützer nutzen. Twitter ist dafür zu limitiert und Facebooks ist eher auf eine enge Verbindung über Freundschaft ausgelegt als auf rasante Informationsdistribution. Hangouts werden die Bürgersprechstunden von morgen werden, Sparks bereitet die interessanten Themen auf und Huddle ermöglicht die Mobilisierung von unterwegs.

Google+ wird die wichtigste Plattform für den nächsten amerikanischen Präsidenschaftswahlkampf werden.

3 responses to Präsidentschaftswahlkampf auf Google+

  1. ich like das mal prophylaktisch, die einsortierung “in die mitte” zwischen echtzeit- (twitter) und netzwerk-kommunikation (facebook) klingt sehr plausibel. aber vielleicht sollte ich doch erstmal selbst bei google vorbeischauen… mindestens das wording (hangouts-sparks-huddle) wird hierzulande mal wieder jede menge hochgezogener augenbrauen hinterlassen.

    was ich an der 2012-wahl besonders interessant finde, ist die frage, was obama und auch die republikaner mit ihren in der zwischenzeit gewachsenen “unterstützerstrukturen” (OFA, und ja, auch die TEA party) anstellen werden. nach dem wenigen, was wir über die performance von größeren unterstützernetzwerken (aka “parteien”) hierzulande wissen, könnte man meinen, dass in 2012 gerade diejenigen von social media profitieren werden, die als relativ unabhängige einzelkandidaten daherkommen und sich erst ein netzwerk aufbauen müssen. bereits vorhandene strukturen blockieren oder verlangsamen den online-wahlkampf dagegen. bin gespannt.

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    [...] anderen Intention aufgebaut worden als Facebook, so Sascha Lobo in seiner Spiegel Online Kolumne. Nico Lumma hingegen hält das neue Netzwerk als wohl wichtigste Plattform für den nächsten amerikanischen [...]

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