Mit Direct Connect ins Rechenzentrum von Amazon

Amazon Web ServicesDie Amazon Web Services (AWS) haben ein paar Neuerungen erfahren, die ich extrem spannend finde: AWS Virtual Private Cloud (VPC) und AWS Direct Connect.

Die Virtual Private Cloud ist aus dem Beta-Stadium herausgewachsen und ist jetzt generell verfügbar. Die Virtual Private Cloud ist quasi eine eigene Cloud für Unternehmen, die in einem VLAN genutzt wird und damit von der öffentlich zugänglichen Amazon Cloud getrennt ist.

Viel spannender finde ich allerdings AWS Direct Connect, denn jetzt haben Unternehmen die Möglichkeit, eine direkte WAN-Verbindung zum Amazon Rechenzentrum herzustellen und dort entweder 1 oder 10 GBit/s Ports zu belegen. Das Billing erfolgt nach Art des Ports und der transferierten Datenmenge.

Im Amazon Web Services Blog werden folgende Anwendungsszenarien skizziert für AWS Direct Connect:

– Data Center Replacement – Migrate an existing data center to AWS and then use Direct Connect to link AWS to the corporate headquarters using a known private connection.
– Custom Hosting – Place some custom network or storage devices in a facility adjacent to an AWS Region, and enjoy high bandwidth low latency access to the devices from AWS.
– High Volume Data Transfer – Move extremely large amounts of data in and out of HPC-style applications.

Über AWS Direct Connect wird die Latenzzeit reduziert und ordentlich Bandbreite zur Verfügung gestellt, um auch viele Daten in kurzer Zeit zu bewegen. Mit AWS Direct Connect kann die Amazon Cloud das eigene physikalische Rechenzentrum ersetzen und Unternehmen mehr Flexibilität für ihre Anwendungen geben.

5 Antworten auf „Mit Direct Connect ins Rechenzentrum von Amazon“

  1. und wie sieht es Weihnachten mit der cloud bei amazon aus :-) :-)

  2. ich vermute einmal, dass sich amazon , das lukrative Geschäft mit der cloud nicht ” versalzen ” wird. Am Anfang ging es lediglich darum die Serverkapazitäten stärker auszulasten, mittlerweile entwickelt sich der cloudbereich zu einer Wachstumscashcow ;

    Die Serverfarmen bei amazon und auch bei den anderen (z.B. google) verursachen zunehmend hohe Energiekosten. Daher ist man bestrebt die Auslastung zu verbessern.

    In diesem Zusammenhang ist diese Info der Uni Kaiserslautern interessant (via Heise):

    http://www.heise.de/ix/meldung/Forscher-schlagen-Energie-Benchmark-fuer-Server-vor-1318175.html?view=zoom;zoom=1

    Was den Energieverbrauch im IT Bereich betrifft, liegt der Anteil derzeit wohl bereits bei annähernd 8-10 des Weltenergieverbrauchs . Falls in naher Zunkunft jeder Kühlschrank und jede Legolampe :-) auch eine eigene IP-Adresse erhält ,dürfte der Energieverbauch wohl auf 20% ansteigen.

    Sinnvoll wäre es auch die software etwas grüner zu machen, d.h. optimale Rechenprozesse könnten zur Energieeinsparung führen. Der Cheftechnologe Dueck von IBM hat dies bereits vor 2 Jahren angeregt, aber die Bitkom denkt bei green IT immer noch an die hardware siehe letzte CeBit.

    Aber wie verhalten uns was den Energieverbrauch und damit auch die Klimaveränderung betrifft, wie der Frosch, den man in einen Kochtopf mit kalten Wasser auf den Herd setzt und langsam das Wasser erwärmt.

    Er merkt den Tempersaturanstieg nicht und kann dann nicht mehr aus dem Kochtopf springen!!

    Vielleicht ergeht es uns auch so!!!

    Wie heißt es bei Keynes:

    In the long run we are all dead.

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