Politische Sandkastenspiele auf Twitter – ist das alles?

Nico —  10.11.2011 — 39 Comments

Nach dem “Ich beginne zu begreifen” von Peter Altmaier in der FAZ bietet sich derzeit nahezu allabendlich ein vermeintlich interessantes Schauspiel auf Twitter. Die Politik ist da, Hurra! Peter Altmaier, Volker Beck und Dorothee Bär gehören zum Stamm-Ensemble, Thomas Oppermann, Konstantin Notz und Teile des Publikums werden ebenfalls mit einbezogen, wenn es wieder heißt “Wir sind auf Twitter, guckt alle her, wir die Politiker! Wir haben verstanden! Seht ihr, wie toll wir das können?!”

Der Ablauf ist nahezu immer gleich. Peter Altmaier sagt was, Volker Beck antwortet, irgendjemand frotzelt von der Seite rein, irgendjemand anderes antwortet, das Publikum wird ernst, schließlich redet die Politik, Dorothee Bär setzt routiniert eine Salve feinster Tweets ab, stets inspiriert vom Dadaismus und auf alles antwortend, egal was, Hauptsache auch dabei, dann verebbt die vermeintliche Diskussion nach einer knappen Stunde wieder und zurück bleibt das staunende Publikum, das teilweise aufgeregt weiter diskutiert, aber die twitternde Politik ist schon im Bett.

Altmaier macht sich vom Acker

So, wo bleibt da jetzt der Erkenntnisgewinn für alle Beteiligten? Eben. Wir erleben eine Inszenierung unter dem Motto “wir haben verstanden!” – nur leider fehlt die Substanz. Twitter ist allerdings auch genau das richtige Tool, um ganz viel “wir sind dabei!” zu suggerieren, ohne viel dafür tun zu müssen. Vor dem Zubettgehen noch eine paar politische Salven abzufeuern, das geht gut geübten Politikern leicht von der Hand, das kennt das Volk aus unzähligen Talkshows und es tut niemandem weh.

Aber es hat eben auch nichts mit einem Diskurs zu tun. Es hat auch nichts mit Netzpolitik zu tun oder einem neuen Verständnis davon, wie Kommunikation im Netz verläuft. Die allabendliche Fortführung der Talkshow mit anderen Mitteln mag zwar ganz amüsant sein, und von mir aus auch gerne ein Einstieg in diese seltsame schöne neue Welt des Internets, die man so plötzlich für sich entdeckt hat, aber 140 Zeichen eignen sich dann doch eher eingeschränkt zum Diskurs.

Wo bleibt also das Blog, auf dem debattiert wird? Wo diskutieren die Politiker auf Facebook mit? Wo wird Stellung bezogen, der Asbestanzug angezogen und die Debatte ausgehalten? Eben. Die wirklichen Diskussionen verlaufen weiterhin in getrennten Sphären, auf der einen Seite die interessierte Öffentlichkeit im Netz, auf der anderen Seite die Politik irgendwo anders. Anknüpfungspunkte gäbe es genug, aber ist ein wirkliche Debatte im Netz auch leistbar für Politiker? Was wäre das passende Format?

Ja, das Internetdings ist komplexer als 140 Zeichen und plötzlich stellen dann alle fest, daß man doch mehr Zeit investieren muß als man eigentlich geplant hatte. Dann doch lieber wieder am Infostand vorm Aldi den Dialog mit dem Bürger suchen, das ist kontrollierbarer. Oder?

39 responses to Politische Sandkastenspiele auf Twitter – ist das alles?

  1. markus.breuer 10.11.2011 at 7:28

    Ein weiterer Grund – neben der mangelden Reichweite – warum die selben Politiker sich auf Google+ nicht wohl fühlen? Denn dort wäre der Dialog mit “dem Bürger” ja tatsächlich einfacher und hinterher auch deutlich klarer dokumentiert.

    Twitter hat natürlich auch den weiteren großen Vorteil, dass dort kein Wettbewerb darüber entstehen kann, unter wessen Original-Post sich die Diskussion entwickelt.

    Diese unterschwelligen Hahnenkämpfe sind ja bei Google+ schon manchmal niedlich :)

    Mal drüber nachdenken …

  2. HaraldIlle 10.11.2011 at 8:27

    Hmmm. Bin etwas ratlos. Jetzt werden diejenigen, die den ‘Kanal’ zu benutzen beginnen, gleich dafür gescholten, nicht gleich alles ganz richtig zu machen und gleich das ganz große Rad zu drehen. Sondern, Sie machen erstmal, was auch schon ganz wichtig ist: Sie sind dabei, geben von sich preis, vernetzen sich. Nein, für uns SM-immeralleswoller ist das natürlich viel zu wenig… Warum messen wir ‘die Politiker’ immer mit einem anderen Maß als andere? Und wundern uns dann, dass immer weniger den Job machen wollen? Es ist so wohlfeil und so einfach, auf Politiker draufzuhauen – wohlgemerkt auf die, die sich lobenswerterweise online bewegen -, der Beifall der Massen ist einem gewiss. Wer weiß, wieviele nichtöffentliche E-Mails voller Häme und Brleidigungen der durchschnittliche Abgeordnete am Tag bekommt, muss sich doch nicht wundern, wenn sie sich dem internetöffentlichen Bashing nicht auch noch stellen wollen. (Der Vorwurf des Sandkastens fällt auch ein wenig auf Sie zurück, Herr Lumma…)

  3. @HaraldIlle Ja ich versteh das auch nicht … da wird jahrelang gemeckert, weil sich kein Politiker fürs Netz interessiert – und dann nutzen es mal ein paar und auf die wird dann auch gleich losgegangen, weil sie es irgendwie nicht richtig machen … In meinen Augen könnten es zwar mehr sein, aber die paar, die was machen, machen allein damit schon mal was richtig.

  4. JuppTedesco 10.11.2011 at 9:12

    Ja, auf der einen Seite ist da Verbesserungspotenzial da. Dieses Internet und Social-Gedöns ist eben doch vielschichtiger, wie diese Politiker sich das gedacht haben. Allerdings finde ich es beachtenswert, dass überhaupt mal jemand der (etablierten) Politiker sich in die Höhle des Löwen wagt. Und zum Thema Infostand am ALDI: Das ist zwar offline, jedoch mindestens genauso unkontrollierbar und mitunter sogar echter als online, eben echtes face-to-face. Deswegen Daumen Hoch für den allerersten (von sehr vielen) Schritten. Auch wenn mir keiner der genannten Politiker politisch nahe steht, finde ich es dennoch gut.

  5. juergen_sueber 10.11.2011 at 9:13

    @nico Twitter ist eher was fürs Statement, deshalb gefällt es den Politikern ja auch. Für den Diskurs eignen sich andere Kanäle, die die Kommunikation linear abbilden, besser als Twitter (G+ zum Beispiel).

  6. NicoLumma 10.11.2011 at 9:14

    @juergen_sueber ja eben, und da herrscht gähnende leere

  7. NicoLumma 10.11.2011 at 9:15

    @konrad79 ich finde es ja auch gut, daß bereits 2011 twitter entdeckt wurde, aber das kann nicht alles sein, oder?

  8. NicoLumma 10.11.2011 at 9:16

    @HaraldIlle na klar formuliere ich ansprüche, aber auch nicht erst seit gestern. man kann nicht irgendwas von veränderter kommunikation postulieren, und dann weiter machen, wie man es kennt.

  9. NicoLumma 10.11.2011 at 9:17

    @markus.breuer ok, aus dem blickwinkel habe ich es gar nicht betrachtet :)

  10. HaraldIlle 10.11.2011 at 9:19

    @NicoLumma @juergen_sueber könnte aber auch ganz schlicht an fehlender Zeit liegen. Twitter ist da viel kompatibler mit dem Politikeralltag, da schnell, kurz und mobil besser nutzbar als etwa ein Blog.

  11. juergen_stueber 10.11.2011 at 9:22

    @NicoLumma@juergen_stueber weil man sich dort ungefilterten und unbequeme Fragen stellen lassen müsste. Und wer in der politischen Kaste will das schon. dann doch lieber den coolen Twitteraner machen.

    @haraldllle könnte sein, aber Diskurs ist anders, nämlich Arbeit.

  12. NicoLumma 10.11.2011 at 9:23

    @juergen_stueber

  13. NicoLumma 10.11.2011 at 9:23

    @juergen_stueber

  14. NicoLumma 10.11.2011 at 9:25

    @juergen_stueber

  15. apollon23 10.11.2011 at 9:28

    Die »Substanz« aller anderen Tweets unterscheidet sich demnach fundamental?

    Wer an einer Debatte interessiert ist, die das Thema für sich und andere weiterentwickelt, nutzt besser nicht das Internet. Jedenfalls nicht mehr.

    Dort treten nämlich immer mehr Leute auf, die den Eindruck machen, alles besser zu wissen als andere. Zudem gefällt mir die Art und Weise, in der manche Diskussion stattfindet, immer weniger.

    Die Erfahrung führt mich zu dem Urteil, dass die Entwicklung einer sachgerechten Debatte so im Keim erstickt wird. Meine Haltung ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass ich fast 59 Jahre alt bin. Aber die rotzige Art und Weise, in der »man« im Web miteinander umgeht, missfällt mir zunehmend. Also wird es auch ein Generationenproblem sein und nicht unbedingt eines, das ausschließlich mit fehlendem Verständnis für die Funktionsweise des Webs zu tun haben muss.

    Übrigens gehört dazu auch schon der Tonfall zu Beginn dieses Artikels für mich dazu. Ein tendenziell respektloser Umgang miteinander löst kein Problem. Eher verschärft er es.

  16. @NicoLumma Nein, das kann nicht alles sein. Aber dafür sollte man die schelten, die noch nicht bei Twitter/G+&Co kommunizieren … und nicht die paar, die es wirklich machen.

  17. … und wenn man dann noch die Macht inne hat, siehe Neumann und Schill, äh Scholz, dann wird’s ganz schnell wieder ganz still. Dann kommuniziert man per Tonfa und BILD.

  18. Carsten_Jung 10.11.2011 at 9:38

    Das kommt wohl auf die Auswahl der Abgeordneten an. Ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Dialog über Twitter gemacht. Ich habe immer Antwort erhalten und kenne einige Beispiele bei den Libneralen, bei denen Abgeordnete über ihren Blog oder Facebook die detaillierte Diskussion führen und über Twitter Stausupdates senden – und oft auch beantworten. Beispiele: Volker Wissing MdB, Oliver Luksic MdB, Jimmy Schultz MdB, Jan Höferlin Mdb; Holger Krahmer MdEP.

  19. NicoLumma 10.11.2011 at 9:40

    @apollon23 ich glaube nicht, daß ein anderer tonfall zu einem nichtzustandekommen einer debatte führen muß. vielmehr stelle ich fest, daß die diskussionen vielerorts hochwertiger werden, was ich auch auf den einsatz von klarnamen zurückführe, aber nicht nur.

  20. HaraldIlle 10.11.2011 at 9:54

    Kommt Zeit, kommt Rat. Die Atemlosigkeit, die in Social Media herscht, ist ja schon etwas angsterregend. Was 2009 – vor wenigen Monaten also – noch ganz hip war, ist jetzt schon in der Szene komplett durchleuchtet und analysiert, jede zweite Bachelorarbeit (??) wird über SM geschrieben (was auch wieder ein Zeichen dafür sein könnte, dass der Hype eben doch noch nicht vorüber ist) – und trotzdem braucht es immer noch Zeit. Und ein wenig Hilfestellung. Und sicher auch Kritik wie die, die Sie formuliert haben, als notwenigen Bestandteil des Lernens. “Veränderte Kommunikation” ist ein Kulturwandel – gerade in der politischen Kommunikation -, der nicht eben mal in 24 Monaten oder auch vier, fünf Jahren alles durchwirkt hat und von allen selbstverständlich gelebt wird. Bürgerdialog steht gerade mal am Anfang! (Als kommunaler SM-Beauftragter kenne ich die wenigen Projekte, die es bislang erst dazu gibt – und welchen immensen Aufwand sie nach sich ziehen.) Von Bundestagsabgeordneten “echten”, zeitnahen Bürgerdialog 24/7 abzufordern, der auch noch authentisch sein soll, ist derzeit wirklich noch ein wenig weltfremd – denn die “klassische Kommunikation” wird ja nicht weniger, sondern nimmt paradoxerweise ja ebenfalls immer weiter zu. Die Frage ist ja auch: Was können Politiker denn überhaupt von sich preisgeben? Dass sie eben einen teuflischen Deal mit dem politischen Gegner eingetütet haben, von dem niemand etwas wissen darf? Dass Ihnen das Mittagessen beim Bundespräsidenten nicht geschmeckt hat? Dass sie ehrlicherwiese auch nicht so recht wissen, warum sie für die Griechenrettung gestimmt haben? Politisch substanzielle Antworten kann man (derzeit) doch gar nicht erwarten – so indivdualistisch und blauäugig funktioniert Politik derzeit noch nicht. SM-Nutzung konzentriert sich hier eher auf Gesicht-zeigen, Ansprechbarkeit suggerieren, Kampagnen starten.

  21. Oh. Neidisch, daß twitternde Politiker anderer Parteien momentan den Großteil der medialen Aufmerksamkeit abbekommen? Bloß, weil sich niemand (mehr) für die Accounts von SPD-Politikern interessiert, sollte das nicht heißen, daß man sie in seiner ach so messerscharfen – weil mit spitzer Feder geschriebenen – Analyse einfach unter den Tisch fallen lassen kann.

    Typisch Sozialdemokraten, könnte man sagen, wenn es nicht den Beigeschmack der Tragik hätte. Lassen sich nach gutem Anfang die Butter vom Brot nehmen (s.a. Atomausstieg oder Mindestlohn) und erklären dann beleidigt die ganze Plattform als austauschuntauglich.

    Twitter als Dialogmedium, haha. Vorwärts, Genosse!

  22. @drikkes hmm, nö. neidisch bin ich keinesfalls und auch thomas oppermann gehört ja zu der runde der abendlich twitternden politiker dazu, wie oben erwähnt. es ging mir eher darum, das schaulaufen der politiker auf twitter nach den berliner wahlen als das herauszustellen, was es aktuell ist: eine inszenierung.

    Dein “typisch Sozialdemokraten” ist allerdings mal wieder der bekannte Netzdiskurs in Reinkultur, vom Thema ablenken und rumbashen.

  23. @drikkes hmm, nö. neidisch bin ich keinesfalls und auch thomas oppermann gehört ja zu der runde der abendlich twitternden politiker dazu, wie oben erwähnt. es ging mir eher darum, das schaulaufen der politiker auf twitter nach den berliner wahlen als das herauszustellen, was es aktuell ist: eine inszenierung.

    Dein “typisch Sozialdemokraten” ist allerdings mal wieder der bekannte Netzdiskurs in Reinkultur, vom Thema ablenken und rumbashen.

  24. Siehste, Oppermann kannte ich noch nicht einmal. Pro forma einen SPD-Politiker aus der zweiten Reihe mit gerade einmal 1000 Followern zu erwähnen, während die Konkurrenten von der CDU/CSU Altmaier und Bär prominent verlinkt werden. Aber anderen “ablenken und rumbashen” unterstellen. So kann man sich das auch rumdrehen und schönreden. @NicoLumma

  25. @drikkes Oppermann ist ebenso wie Altmaier Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, also nix da mit zweiter Reihe.

    Und ja, Asche auf mein Haupt, ich habe nur Tweets von gestern rausgepickt und keine wissenschaftliche fundierte Erhebung über das Twitterverhalten von Spitzenpolitikern durchgeführt, was man natürlich eigentlich von diesem Scienceblog auch erwartet hätte. Ich werde an mir arbeiten.

  26. ChristophKappes 10.11.2011 at 11:44

    Finde diese Diskussion bemerkenswert. Mich nervt das Geschnatter auch, aber wie kommt es dazu? Es ist ja ein partei-übergreifendes Phänomen.

    Ich mache mir ja schon länger Sorgen, dass die seit Jahrzehnten erfolgende Umkehrung von Mittel und Zeck (Zweck ist nun, gewählt zu werden), mit dem Internet seine nächste Stufe erreichen wird. Zweck ist nur noch, Aufmerksamkeit zu erringen – egal um welchen Preis, solange der Traffic stimmt.

    Der Demokratie würde das nicht gut tun. Wir brauchen einen neuen, guten Debattenstil, der sollte aber nicht auf Twitter stattfinden, das ist das falsche Format.

    Wenn sie sich anfrozzeln wollen, dann sollten sie sich auf ein rotes Sofa setzen und sich auf Youtube streiten. Ich schicke denen auch Traffic – wer macht mit ;-)

  27. Wenn ich einen Antwort bei Twitter sehe muss ich immer erst mal eine 10 minuten aufbringen um den Bezug zum urspünglichen Post herzustellen…

  28. @NicoLumma Augenhöhe, klar. Deshalb hat Altmaier fünfmal soviele Follower wie Oppermann und der ausführliche FAZ-Artikel über sein SPD-Pendant ist sicher nur eine Frage der Zeit … Ich schaue wenig fern, aber selbst da habe ich Altmaier schon in einer Talkshow sitzen sehen, Oppermann nicht. Liegt aber wahrscheinlich nur daran, daß letzterer gerade gestern, als Du zufällig die wackelige Basis dieses Artikels zusammengeklaubt hast, nicht online gewesen ist.

    Und Politikern auf Twitter Substanzlosigkeit sowie Diskussionsverweigerung vorzuwerfen, auf andere Plattformen zu verweisen – nur um dann angebrachte Kritik am eigenen Blogpost mit witziger Flapsigkeit parieren zu wollen. Naja.

  29. @NicoLumma Augenhöhe, klar. Deshalb hat Altmaier fünfmal soviele Follower wie Oppermann und der ausführliche FAZ-Artikel über sein SPD-Pendant ist sicher nur eine Frage der Zeit … Ich schaue wenig fern, aber selbst da habe ich Altmaier schon in einer Talkshow sitzen sehen, Oppermann nicht. Liegt aber wahrscheinlich nur daran, daß letzterer gerade gestern, als Du zufällig die wackelige Basis dieses Artikels zusammengeklaubt hast, nicht online gewesen ist.

    Und Politikern auf Twitter Substanzlosigkeit sowie Diskussionsverweigerung vorzuwerfen, auf andere Plattformen zu verweisen – nur um dann angebrachte Kritik am eigenen Blogpost mit witziger Flapsigkeit parieren zu wollen. Naja.

  30. ehfbrockmann 10.11.2011 at 16:01

    ich finde das etwas überzogen… tatsächlich besteht, meiner Meinung nach, Politik mehr aus zuhören als zu allem seinen send dazuzugeben.. Nur wenn dann der Mund aufgemacht wird oder etwas geschrieben wird dann sollte das auch so koherent wie möglich sein… alle @kbojens

  31. ehfbrockmann 10.11.2011 at 16:01

    ich finde das etwas überzogen… tatsächlich besteht, meiner Meinung nach, Politik mehr aus zuhören als zu allem seinen send dazuzugeben.. Nur wenn dann der Mund aufgemacht wird oder etwas geschrieben wird dann sollte das auch so koherent wie möglich sein… alle @kbojens

  32. @ChristophKappes ich habe ja nix gegen das anfrotzeln per se, aber man soll es dann doch bitte nicht als diskurs verkaufen. die frage bleibt allerdings: wie kann man das ändern und das netz für politische debatten besser nutzen?

  33. „Wo bleibt also das Blog, auf dem debattiert wird? Wo diskutieren die Politiker auf Facebook mit? Wo wird Stellung bezogen, der Asbestanzug angezogen und die Debatte ausgehalten?”

    Gegenfrage: Wo bleiben denn die User?

    Ich lese im Blog der SPD Bundestagsfraktion zur Netzpolitik einen Artikel nach dem anderen und das mit sehr interessanten Themen und Politikern. Die Reaktion ist allerdings immer die gleiche: Null. Da kommen weder Kommentare noch entstehen Diskussion mit Usern.

    Vielleicht sollte man sich erstmal fragen, warum die User dort den ausbleiben, wo doch die Netzpolitik der SPD quasi direk vor Ort debattiert werden kann.

    -> http://blogs.spdfraktion.de/netzpolitik/

  34. GottiSlow 11.11.2011 at 8:58

    Naja. Klinkt ja ganz nett, wenn man das so liest. Nur geht die Argumentation komplett an der Realität vorbei. Besagte Politiker zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie versuchen Twitter zu verstehen, indem sie als Teil der Community dort agieren. Da einen fehlenden Diskurs zu kritisieren suggeriert, dass alle Twitterer sich ständig im Diskurs befinden. Das ist Quatsch. Gerade weil besagte Twitterer nicht nur hochtrabende Tweets schreiben, zeigen sie dass sie Twitter besser verstehen als andere.

  35. LamiraDeCuir 12.11.2011 at 9:40

    @KGeni Guten Morgen :-)

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