Für eine Reform des Urheberrechts – aber wie?

Nico —  6.05.2012 — 11 Comments

Eigentlich ist in den letzten Jahren nichts grundsätzlich Neues passiert, aber der lange schwelende Konflikt um das Urheberrecht ist jetzt Dank Sven Regner und den Tatort-Autoren endlich auf der Tagesordnung angekommen. Spannenderweise zeichnet sich die Diskussion um das Urheberrecht vor allem dadurch aus, dass ganz viele Protagonisten ganz viel Schlaues sagen, aber andererseits es niemand derzeit hinbekommt, die unterschiedlichen Interessen sinnvoll zu strukturieren, um daraus eine wirkliche Reform des Urheberrechts entwickeln zu können. Eigentlich diskutieren alle fröhlich aneinander vorbei, beharren aber darauf, dass es so nicht weiter gehen kann. Es wird ein mangelnder Respekt vor dem Urheberrecht beklagt, gerade bei den jungen Leuten. Lösungsansätze gibt es viele, Juristenmeinungen noch viel mehr und Untergang-des-Abendlandes-Szenarien ohne Ende. Also muß ich unbedingt auch etwas dazu sagen.

Das Urheberrecht an sich ist einfach nicht so wichtig, wie die Urheber es gerne hätten. Sie beklagen das, und aus ihrer Sicht völlig zu recht. Aber das Urheberrecht hat auch eine starke monetäre Komponente, die bei vielen Teilen der Bevölkerung dafür sorgt, dass das Urheberrecht aus Kostengründen ignoriert wird.

Ich werde dieses Jahr 40 Jahre alt. Ich bin aufgewachsen in einer norddeutschen Kleinstadt, meine einzige Quelle für Musik war NDR2, insbesondere die Internationale Hitparade (wer hat da nicht die Musik aufgenommen und das Reinlabern in die Songs gehasst?) und das Music Corner, der örtliche Plattenladen. Dort gab es viele Langspielplatten, aber nur wenige, die mich interessierten. Eine Langspielplatte kostete unfaßbar viel Geld, nämlich so um die 20 DM. Eine Leerkassette war viel billiger. Also hatte immer einer im Freundeskreis eine Platte, die jeder haben wollte und hat diese überspielt. Kopiert. Böse. Auf den Innenhüllen der Langspielplatten gab es früher Aussagen wie “Hometaping is killing Music”, aber erstaunlicherweise gibt es die Musikbranche auch heute noch. Die wirklich tollen Platten habe ich mir dann gekauft. Ich hatte Anfang der 80er Jahre einen C64, toller Computer, was der alles konnte. Und es gab ganz viele Spiele. Naja, im örtlichen Karstadt nur eine Handvoll und die kosteten locker 90 DM. Eine Leerdiskette war viel billiger, da gab es selbst von den guten Disketten von Scotch das 10er-Pack für 100 DM, Noname war viel günstiger. Also haben wir munter alles kopiert, was wir bekommen konnten. Die guten Spiele hat man sich dann gekauft oder schenken lassen. Damals war immer wieder von Hausdurchsungen bei Jugendlichen die Rede, daher hatten einige meiner Freunde dicke Magneten in der Nähe der Diskettenbox, um im Zweifel alles schnell löschen zu können. Die Computerspiel-Industrie gibt es immer noch, habe ich mir sagen lassen.

Damals gab es für mich jedenfalls eine massive Verknappung des Angebots, verbunden mit enorm hohen Kosten. Als Jugendlicher war das Anfertigen von Kopien völlig normal, es konnte sich niemand leisten, alles zu kaufen.

Heute, im digitalen Zeitalter, haben sich einige Dinge geändert. Einen Breitband-Anschluß vorrausgesetzt, habe ich immer und überall die Möglichkeit, auf Inhalte zurückzugreifen. Musik kann ich kaufen und downloaden, ich kann sie streamen, ich kann Spiele online spielen, kaufen, downloaden, bei Büchern ist es genauso, Filme sowieso, es ist alles da. Es ist alles da, sowohl legal als auch illegal und man kann es ohne Qualitätsverlust ganz einfach kopieren. Eigentlich ist das Internet sowieso eine riesige Kopieranstalt. Interessanterweise mischen jetzt aber die Konsumenten auch noch selber mit, erschaffen Inhalte und vertreiben diese. Oder mixen Inhalte zusammen und erschaffen etwas Neues. Aber Konsumenten werden auch immer mehr Teil des Vetriebs von Inhalten, wir nennen das Sharing. Die Urheber im klassischen Sinne, also Künstler und Kreative, die vom Schreiben von Büchern, Komponieren von Musik oder Mitwirken in Filmen, um nur ein paar Beispiele zu nennen, ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, haben massiv Konkurrenz bekommen im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie. Wenn alles immer und überall vorhanden ist, dann hat das Auswirkungen auf den Wert, der einer Sache zugeschrieben wird. Abgesehen davon gibt es bei jungen Leuten einen ziemlich limitierenden Faktor, wenn es um den legalen Erwerb von Inhalten jeglicher Art geht: Geld. Egal ob digitale Gesellschaft oder nicht, junge Menschen haben einfach nicht so viel Geld und greifen daher auf Kopien zurück. Ja, das ist nicht toll, aber mal ehrlich, das war früher auch nicht anders.

Das digitale Zeitalter macht alles immer überall bei gleichbleibender Qualität verfügbar. Plötzlich merken wir, was für ein fragiles Gebilde das Urheberrecht ist. Es soll Urheber schützen. Es soll damit eine Kompensation für erbrachte Leistungen ermöglichen. Und es soll einen Rahmen für den Nutzer bieten, in dem dieser sich bei der Nutzung bewegen kann.

Das lustige Foto auf Facebook von letzter Woche, wer hat das gemacht? Das Foto, das alle geshared haben? Niemand weiß es. Mein Blogpost letztens, wurde dieser ordnungsgemäß zitiert? Das Video auf der coolen neuen Videoplattform, wurde da ordnungsgemäß GEMA entrichtet? Niemand weiss es. Der Urheber am allerwenigsten. Der Nutzer allerdings auch nicht. Jedenfalls nicht immer. Darf er darauf verlinken, oder riskiert er gleich eine Abmahnung? Wie wird das Urheberrecht global geschützt? Der deutsche Sprachraum ist vergleichsweise klein, aber wie sieht es mit englisch-sprachigen Inhalten aus?

Ich stelle mir ein modernes Urheberrecht so vor, daß Urheber geschützt werden, ohne gleichzeitig private Nutzer zu kriminalisieren, die Inhalte mit Freunden teilen oder Inhalte neu mixen. Die grassierende Abmahnindustrie ist eine Plage, die abgeschafft gehört. Ich möchte eine angemessene finanzielle Kompensation für Urheber, wobei natürlich die Frage ist, was angemessen ist und ob dies wirklch zur Finanzierung des Lebensunterhalts dienen kann. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das Urheberrecht dies für alle Urheber leisten können wird. Vor allem glaube ich auch nicht, daß das Urheberrecht zur Besitzstandswahrung der Verwerter taugen sollte. Aus dem Urheberrecht kann kein Anspruch auf ein funktionierendes Geschäftsmodell entstehen. Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu vielen Disruptionen in den unterschiedlichsten wirtschaflichen Branchen und oftmals trifft es die Intermediäre, da sie von neuen Marktteilnehmern umgangen werden, um direkt die Konsumenten zu erreichen. Dieses Phänomen sehen wir seit 15 Jahren im Bereich der Inhalte-Verwertung. Das trifft die Medienbranche hart, aber nicht erst seit gestern und es ist auch noch kein Ende in Sicht. Es kommt also darauf an, möglichst Geschäftsmodelle zu entwickeln, die mit der Entwicklung der Digitalisierung der Gesellschaft Schritt halten können. Ob die Kulturflatrate das Allheimittel ist oder nur eine weitere Superbehörde nach sich zieht, ist eine der Diskussionen, die wir in diesem Zusammenhang führen müssen. Mir ist es allerdings wichtig, daß vor allem bei den Urhebern das Geld landet und nicht irgendwo auf dem Weg dort hin versickert. Wertschöpfungsketten verändern sich und eine Garantie auf einen dauerhaften Bestand der etablierten Geschäftsmodelle kann es nicht geben. Wohl aber, daß wir versuchen, die entstehenden Umwälzungen in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu begreifen. Aber das fällt schwer, weil die Interessenlagen so unterschiedlich sind.

Wenn wir allerdings davon ausgehen, daß wir einen permanenten Überfluß an digitalen Inhalten haben, dann verändert sich unser Nutzungsverhalten von dem eines Jäger und Sammlers hin, der lokal verfügbare Kopien benötigt, hin zu einem Nutzer, der mit einem Stream völlig zufrieden ist, weil er weiß, daß er oder sie, natürlich, jederzeit auf diesen Stream zugreifen kann. Die Zahl der Urheberrechtsverletzungen in der Musikbranche ist zurückgegangen, was man sicherlich auch mit Simfy, Spotify, Youtube, Musicplayr und anderen Diensten erklären kann, die Musik legal verfügbar machen und das auch noch für einen bezahlbaren Preis. In den USA kann man sich bei Amazon zehntausende Filme einfach kostenlos angucken und man kann sich eBooks leihen, darunter viele Bestseller, wenn man den Dienst Amazon Prime für $79 im Jahr abgeschlossen hat. Wenn Inhalte einfach legal zu beziehen sind und das auch noch für wenig Geld, dann gehen die Urheberrechtsverletzungen zurück. So lange es immer noch schneller geht, einen Torrent zu finden als ein kaufbares Produkt, bleiben Urheberrechtsverletzungen im Bereich “egal, ich will das jetzt haben” völlig normal bei vielen Nutzern.

Bei der jetzt stattfindenen Diskussion um das Urheberrecht, sieht man, wie die Positionen der Urheber, Verwerter und Nutzer sich teilweise überlappen, aber oftmals sich auch diametral gegenüberstehen. Einen Ausgleich zwischen den Positionen ohne Kompromisse wird es nicht geben und es wird nicht nur Gewinner geben können. Allerdings war es bislang so, daß vor allem die bestehenden Verwerter die Diskussion dominiert haben, weil diese berechtigterweise davon ausgehen, daß sie am Meisten zu verlieren haben, da sie ihre Geschäftsmodelle nicht schnell genug ändern wollen. Die Stärkung der Rechte der Nutzer und der damit verbundenen Abschaffung der Abmahnplage bei gleichzeitiger Durchsetzung der Urheberrechte für den Urheber kann man sicherlich hinbekommen. Die immer wieder in die Debatte reingespülte Frage nach den Geschäftsmodellen und der Kompensation für kreative Leistungen ist wichtig, sollte aber der Diskussion über ein zeitgemässes Urheberrecht nachgelagert werden.

Also ist doch eine Reform des Urheberrechts eigentlich ganz einfach, oder?

11 responses to Für eine Reform des Urheberrechts – aber wie?

  1. ChristophKappes 6.05.2012 at 15:47

    “Die immer wieder in die Debatte reingespülte Frage nach den Geschäftsmodellen und der Kompensation für kreative Leistungen ist wichtig, sollte aber der Diskussion über ein zeitgemässes Urheberrecht nachgelagert werden.”
    Schön wär´s. Aber das Urheberrecht (wie alles Recht auf “Intellectual Property”) hat seinen eigentlichen Grund nicht im Recht, sondern das Recht ist geschaffen, um wirtschaftliche Ziele zu erreichen (hier das, was Du “Kompensation” nennst), und dahinter steht wiederum eine soziale Haltung.
    Man kann und man darf daher die Frage des Entgeltes nicht vom Recht abkoppeln. Die gehören leider zusammen.
    (Und da ist die allererste Frage die nach Fakten: wer verdient woran wieviel, und wie hat sich das entwickelt.)

  2. Ich nehme an, dass ist deine Zusammenfassung der Veranstaltung in der LV Hamburg am Freitag?! Man erwartet ja nicht viel Verständnis füreinander in der Urheberrechtsdebatte, aber ich muss sagen, ich war schon verwundert, wie wenig Verständnis es für die Position der jeweils anderen Seite (egal ob Künstler, Rechteinhaber, Kunden oder Piraten) gibt. Wer am lautesten schreit, hat Recht (aber immer Recht hat in jedem Fall Jörg Tauss).
     
    Ja, Wertschöpfungsketten verändern sich, aber das bedeutet ja nicht, dass Plattenfirmen, Verlage und Produktionsgesellschaften überflüssig sind. Die Fundamentalkritik mancher Leute an der “Contentmafia” finde ich deswegen reichlich daneben. Und wenn Julia Schramm 100.000 Euro Vorschuss für ihr Buch bekommt, freut sie sich ja auch darüber, dass es noch Verlage gibt. Urheberrecht ist den meisten Leuten eben nur so lange egal, bis sie selber Geld damit verdienen (wollen).
     
    Und ich glaube auch, dass das Problem mit der Privatkopie oft überstrapaziert wird. Es geht doch gar nicht so sehr um ein iTunes-Album, dass ich mir kaufe und dann für ein paar Freunde kopiere, sondern um Tauschbörsen, in denen ich meine Musik mit tausenden mir unbekannten Leuten auf der ganzen Welt tausche. Da kann ich dann Sven Regener schon ein bisschen verstehen …
     
     

  3. Nö. Jörg Tauss hat (und bekommt vor allem) nicht immer Recht, wie auch die Vergangenheit zeigt.
     
    Mit der Lumma-Position kann ich mich allerdings durchaus anfreunden. Nicht allerdings mit einer völligen Ideologisierung des polit-juristischen Kampfbegriffs vom “geistigen Eigentum”, wie sie von der Mehrheit des Podiums (einschließlich Moderator) am Freitag betrieben wurde. Unerträglich, diese bornierte Aufgeblasenheit (auch gegenüber der Sängerin Zoe.Leela), die es doch wagt, Wege jenseits der Contentmafia und des sie schützenden Landgerichts HH zu beschreiten.
     
    Da hallte ich es lieber mit dem Max-Planck-Institut, das diesen Begriff (Prof. Hilty) in Frage stellt oder gar dem stockkonservativen Rechtsgelehrten Hans Forkel, der die Fehlentwicklung in den 80igern wohl schon heraufdämmern sah. Zitat:
     
    “Allerdings vermeidet man es im deutschen Privatrecht, von “geistigem Eigentum” zu sprechen, aus der Erkenntnis heraus, dass immaterielle Güter wegen ihrer Eigenart und ihrer Bedeutung für das menschliche Zusammenleben rechtlich weiterhin anders zu bewerten sind als Sachgüter, für die das bürgerliche Recht Eigentum anerkennt”.
     
    Für die Vertretung dieser Position lasse ich mich vom Börsenverein gerne als Internet-Kommunist “beschimpfen”. 
     
    Dessen ungeachtet bleibe ich dabei, dass die Kriminalisierung der Digitalisierung und des Internet  in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung gesellschaftlich mindestens so problematisch oder gar verheerender wie die Kriminalisierung der Schulhöfe beim Tausch von Musik ist. 

  4. Hallo Herr Lumma,

  5. NicoLumma 7.05.2012 at 10:50

     @Daniel Florian nee, der text ist eher auf der hinfahrt nach berlin entstanden, quasi als Gedankensammlung.

  6. Hallo Herr Lumma,
    ich teile Ihre Auffassung uneingeschränkt. Ich möchte noch ein paar Ergänzungen machen: Offenbar bin ich ein paar Tage älter und habe das, was Sie mit Kassettenrecordern gemacht haben, mit einem Tonbandgerät gemacht. Es war bis zu Zypries’ Einschränkung bei der Privatkopie und der Bildung auch legal  m.E.
     
    Zwei Punkte haben Sie zurecht herausgestellt:
    1.) Wirtschaft und Staat machen derzeit eine Scheiss Job,  um an bestehendes Kulturgut heranzu kommen.  Ich habe neulich “Das Wirtshaus im Dartmoor” gesucht,. Es gibt es nicht zu kaufen, weder offline, noch online. Der einzige Anbieter war ein Streamer, der 38 GB Edgar Wallace am Stück angeboten hat, wo das dann drin sein sollte. ARD und ZDF produzieren geile Sachen, verstecken sie dann aber vor den Kunden. Wo sind denn die ganzen Tatorte, die die Bürger finanziert haben? Demnächst auch mit Steuern. In England wird die TV Licence fee als Steuer angehen und Nichtbezahlung als Straftat geahndet, aber die Sherlock-Serie kann man  nicht einfach bei BBC downloaden oder streamen. Hier müssen wir der Enteignung der Bürger entgegen wirken, die an Dinge nicht herankommen, die von ihren Steuern bezahlt werden.
     
    2.) Sie sagen völlig zurecht, dass Kreative angemessen vergütet werden  müssen. Dafür haben wir eine ganze Palette von Möglichkeiten: Live-Auftritte, Auftragsarbeiten wie die Tatorte. CDs. GEZ. Kulturflatrate Kaufangebote wie bei Apple. Bücher. Allerdings wissen  wir seit über 20 Jahren, dass eine nutzungsabhängige Vergütung im Internet nicht funktioniert: Micropayment hat sich nicht durchgesetzt, außer bei Apple. Da müssen wir uns den Realitäten stellen. Meine Idee wäre, dass Content, der nicht kopiergeschützt mit Zustimmung der Urheber, frei verfügbar ist. Wer das nicht will, kann seinen Content verschlüsseln. Beim TV geht das auch, wo wir steuerfinanziertes, werbefinanziertes und individualfinanziertes (Sky) Angebot nebeneinander haben. Die Reduktion nur auf eine Variante ist nicht konsensfähig.
     
    Ich halte den Begriff des geistigen Eigentums für unangemessen, da das Römische Recht Eigentum nur einer Sache zuordnen konnte, über die man physich verfügen kann durch Besitz: Das passt nicht bei Kopien, über die man nicht verfügen kann. Aber nehmen man an, wir bleiben dabei, dann ist in der bisherigen Diskussion die Sozialbindung von Eigentum nach Artikel 14 GG vollständig untergegangen. Ich persönlich möchte solche historischen Rückschritte nicht. Gerade von Intellektuellen könnte man da ein wenig mehr Sensibilität erwarten.
    Letztlich möchte ich noch auf weitere historische Entwicklungen von Finanzierungsmöglichkeiten für Künstler hinweisen:http://wk-blog.wolfgang-ksoll.de/2012/05/04/wo-kommt-die-kostenlos-kultur-her/
     

  7. Bohne1980 8.05.2012 at 0:35

    Guten Tag zusammen!
     Hier mal noch ne kleien Anmerkung zu der einleitenden Geschichte über MC’s, Disketten und um die Kette weiter zu führen nehme wir auchncoh die CD- und die DVD-Rohlinge dazu. Auf all diesen expliziet zum Kopieren vorgesehenen Medienträgern (auch Kopierpapier) sind anteilig GEMAgebüren im Preis enthalten, wodurch die Möglichkeit der Sicherungskopie erst gegeben ist.
     
    Das Problem, das wir heute gegenüber früher haben ist, das die Kopie vom Original nicht mehr zu unterscheicheiden ist. bei deutsch (und nur bei deutschen) Kopierern und Scannern hat man das problem gelöst in dem mann die “Aufnahme” künstlich gegenüber dem Original verschlechtert hat und so spätestens bei der 2. oder 3. Kopie der Kopie einen deutlichen unterschid zum Original erkennen kann. Dies ist mit 1 zu 1 Kopien von CD’s oder DVD’s nicht oder nur eingeschrängt möglich, da man hier auf Software zurückgreifen muß, die speziel für den deutschen Markt geschrieben wäre und mit z.B. einer englischen Version das ganze umgangen werden kann.
     
    Nun ist die Frage, ob es nicht eine legetimer Weg ist den Urhebern von Medien aller Art ihr Auskommen zukommen zu lassen, in dem mann nicht die Quellen der Medien (also Bücher, CD’s, DVD’s, etc.) mit Gebühren belegt, sondern stattdessen die Zielmedien evtl nach größe des Speichers ( als CD-, DVD-Rohlinge , Festplatten ,eBook-Reader nach Speicherplatz, etc)?? Damit wären Die Urheber und die Endnutzer (bei nicht all zu hohen Gebühren) denke ich einverstanden, denn es ist nur recht, das jemand für seine Arbeit bezahlt wird. Es wäre auf diesem Wege sichergestellt, das die Urheber ihr Geld bekommen, der Endnutzer seine Gebühren bezahlt und das (zumindist nahezu) diejenigen zahlen, die auch Nutzer sind. Denn was soll man mit einer terabyte Festplatte, wenn man nichts darauf speichern will?? und eigene Dateien dieser größe zu erzeugen bedarf schon einiger Arbeit.
     
    MfG
      ein interresierter leser

  8. OliverEichhof 8.05.2012 at 17:52

    Es ist leider komplett falsch, dass von Seiten der Industrie gedacht wird, dass keiner für Inhalte bezahlen will. Für meinen Medienkonsum zahle ich in Form meines DSL-Anschlusses, Spotify und Lovefilm-Abo rund 70 Euro im Monat! Ich bin bereit zu zahlen, angemessen zu zahlen, wenn das Angebot entsprechend ist!!Leider steht sich die Industrie in Deutschland durch das Gesetz so selbst im Weg, dass es derzeit kein deutsches Hulu, Netflix oder freies Streaming auf Amazon geben wird. Was mitunter das dümmste an der ganzen Urheberrechts-Diskussion ist!

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