Mein Kind ist bei Facebook: Lese-Empfehlung für Eltern

Nico —  4.10.2012 — 7 Comments

Mein Kind ist bei FacebookUnaufgeregt. Gänzlich unaufgeregt, so würde ich das Buch Mein Kind ist bei Facebook: Tipps für Eltern von Thomas Pfeiffer und Jöran Muuß-Merholz beschreiben, wenn mich jemand mal fragen würde, wie ich das Buch so finde. Die beiden haben mir ein Rezensionsexemplar zugeschickt, das ich sehr gerne gelesen habe. Vor allem, weil ich gerne zu dem Thema gefragt werde und nur selten die Geduld aufbringe, Eltern zu erklären, warum alles nicht so schlimm ist, wie es irgendwo steht.

Das Buch könnte ich eigentlich auch als idiotensicher bezeichnen, es erklärt Facebook durchaus so, dass man es auch versteht, ohne es jemals genutzt zu haben, was bei über 1 Milliarde Nutzern mittlerweile gar nicht mehr so leicht ist. Das Kapitel “Das fehlende Handbuch” erläutert wirklich sehr detailliert, welche Einstellung wozu dient und was passiert, wenn man welchen Button drückt. Ich finde ja, dass Facebook sich ziemlich gut selbst erklärt, kann aber nachvollziehen, dass man vielleicht bei einigen Einstellungen lieber auf der ganz sicheren Seite sein will. Für Eltern besonders gut geeignet sind die Abschnitte im Kapitel “Probleme und Herausforderungen meistern”, denn dort werden die Themen “Privatsphäre und Datenschutz: Was gehört auf Facebook und was nicht?”, “Urheberrechte respektieren”, “Nüchternheit und Unnüchternheit” und noch einige Aspekte mehr diskutiert.

Eigentlich ist das alles Common Sense, dürfte man meinen, aber die Autoren dröseln noch einmal alles ordentlich auf und liefern gute Hinweise, wie die Nutzung von Facebook für Eltern und Kinder kein Problem darstellen sollte. Die Autoren haben ein Buch geschrieben, dass detailliert ist, aber nicht belehrend oder anmassend, sondern die Eltern darin bestärkt, mit ihrem neu gewonnenen Wissen den Kindern die Nutzung von Facebook guten Gewissens erlauben zu können. Für viele Eltern stellt Facebook eine Herausforderung dar, weil sie nicht wissen, was ihre Kinder da so treiben und was alles passieren könnte, schließlich wird auch immer wieder ordentlich Unsinn über Facebook verbreitet.

Keines unserer Kinder ist bislang im Facebook-fähigen Alter, aber ich weiss, dass dieses Thema auch auf uns zukommt. Mein Kind ist bei Facebook: Tipps für Eltern bietet eine gute Grundlage für Eltern, die wissen wollen, was es bedeuten kann, wenn das Kind bei Facebook ist. Allerdings glaube ich, dass Eltern und Lehrer nicht mehr nur ein Buch lesen sollten, sondern Facebook selber nutzen müssen, wenn sie informiert sein wollen. Dieses Buch bietet eine sehr gute Grundlage für eine Beschäftigung mit Facebook.

7 responses to Mein Kind ist bei Facebook: Lese-Empfehlung für Eltern

  1. Stimmt, sehr ordentliches Buch. Thomas und Jöran haben sich wirklich Mühe gegeben, es einfach und nachvollziehbar zu schreiben (und zu beschreiben). Prima zusammengefasst.

  2. Ich find Facebook sehr unübersichtlich, da gerdade die Sicherheitseinstellungen und der gleichen besonders versteckt sind und erst recht die Möglichkeit, den eigenen Account zu löschen.
    Hier ist es richtig gut erklärt, wie das ganze geht
    http://www.stern.de/digital/online/facebook-account-loeschen-wie-sie-mark-zuckerberg-den-ruecken-kehren-1781802.html

  3. Ist das Buch nicht aus dem Grund so kleinteilig und grundlegend, damit man eben ein Buch damit füllen konnte? Facebook Tipps für Eltern ließen sich doch theoretisch auch auf einer DIN-A4 Seite unterbringen, oder nicht?

  4. Bringt nur begrenzt was, weil Facebook ja oft genug etwas ändert oder neue Funktionen hinzufügt, wo man die Privacy-Einstellungen wieder suchen muss. Der beste Rat wäre, möglichst Facebook zu meiden und wo es nicht geht eben nur Dinge einzustellen wo man kein Problem hätte, wenn jeder sie sehen kann und auch jeder mitgeteilt bekommt dass es sie gibt und wo er sie sehen kann. Dann kann nichts mehr schiefgehen. Ob man dann überhaupt noch Facebook will oder braucht ist eine andere Frage …

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  1. plus-me.at GOOGLE | Elternführerschein für Facebook - 5.10.2012

    [...] Mein Kind ist bei Facebook: Lese-Empfehlung für Eltern [...]

  2. Mein Kind ist bei Facebook (Buchempfehlung) - Oliver Gassner: Digitale Tage - 21.06.2013

    [...] Rezension eines Buches lese, von dem ich auch ein Rezensionexemplar bekommen habe, wie diese hierMein Kind ist bei Facebook: Lese-Empfehlung für Eltern(das war schon im Oktober, oh weh), dann tut es eine kleinen Stich: Das solltest du auch mal. Da [...]

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