Fitbit Flex und ich – da geht was!

Nico —  24.07.2013

Fitbit FlexVor einiger Zeit habe ich mich aktiv der Quantified-Self Bewegung angeschlossen und mir ein Nike Fuelband gekauft. Das war eine tolle Idee, aber nach ein paar Monaten hat das Fuelband aufgehört zu funktionieren, stattdessen blinkte es nur noch seltsam. Erstaunlicherweise konnte ich mehrere Wochen durchs Leben schreiten, ohne täglich nachzulesen, wieviele Schritte ich zurückgelegt hatte. Vielleicht lag das auch daran, dass das Fuelband zwar täglich genutzt wurde, aber irgendwie doch zu wenig konnte. Das Fuelband schlackerte immer am Handgelenk rum und die App kann bestenfalls mit „hat noch Potential“ beschrieben werden. Also sollte eine neue Handgelenkfessel her. Das Jawbone Up hat eher wechselnde Reviews bekommen, so dass ich da lieber meine Finger von gelassen habe. Stattdessen habe ich mir das Fitbit Flex bestellt und trage es seit ein paar Wochen an meinem Handgelenk.

Fitbit Flex am ArmDas Fitbit Flex schmiegt sich anders als das Nike Fuelband sehr schön um das Handgelenk, dafür zeigt das Display nur ein paar possierlich blinkende LEDs an und deutet den bisher erreichten Stand des Tagespensums nur an. Dafür vibriert das Teil allerdings öfter mal bei der Erreichung eines Milestones, was mich immer noch irritiert. Mit diesem Vibrationsalarm kann man sich auch wecken lassen, was wirklich sehr praktisch ist und bei mir sehr gut funktioniert. Das Aufladen des Fitbit Flex ist etwas fummelig, weil man dazu aus dem Armband das Trackingdingens rauspuhlen muss, um es in einen speziellen USB-Adapter zu stecken. Daran wird irgendwann bei mir die Nutzung scheitern, weil ich den USB-Adapter nicht mehr wiederfinden werde. Das Fitbit Flex ist wasserdicht und man kann also locker damit duschen, was ungemein praktisch ist, weil ich für das Umtüddeln des Armbands noch länger benötige als für meine eleganten Manschettenknöpfe am weissen Hemd. Für das initiale Setup muss man einen seperaten USB-Dongle nutzen, was ich komplett umständlich finde, abgesehen von dem eher großen Potential, auch dieses Dingens zu verlieren.

Fitbit AppDie App von Fitbit ist so ziemlich das genaue Gegenteil der Nike+ App. Diese App hat einen immensen Funktionsumfang und kann damit quasi zum persönlichen Gesundheits-Dashboard werden. Denn es werden nicht nur die Bewegungen getrackt, sondern ich kann auch meine Withings Waage mit der App verknüpfen, meinen zu wenigen Schlaf aufzeichnen, oder, wenn ich es ganz genau wissen will, auch noch meine tägliche Nahrungsaufnahme protokollieren. Für alle, die sich sorgen, dass sie nicht genug trinken, gibt es auch die Möglichkeit, die Wasseraufnahme zu protokollieren. Aktivitäten wie Schwimmen oder Fahrradfahren erfasst das Fitbit Flex nicht, man kann aber diese Aktivitäten aber nachträglich hinzufügen, so dass eine halbwegs genaue Aufzeichnung der gesamten täglichen Aktivitäten erfolgen kann. Badges gibt es auch für das Erreichen von Milestones, allerdings nicht so peinlich animiert wie bei Nike+.

Für mich ist das Fitbit Flex ein ganzes Stück nützlicher als das Fuelband von Nike, allein schon, weil ich es mit meiner Waage verknüpfen kann und es auch ermöglicht, andere Aktivitäten aufzuzeichnen. Natürlich sind die Messungen letztendlich nur Anhaltspunkte, aber für mich ist es hilfreich zu wissen, ob ich mich genug bewege. Ein großer Pluspunkt ist das Armband, denn der Tragekomfort ist um einiges besser als beim Fuelband.

5 responses to Fitbit Flex und ich – da geht was!

  1. Die Entwicklung der Fitness Tracker ist rasant. Ich bevorzuge noch das Nike+ FuelBand, einfach weil es von Nike ist. Aber ich gebe Dir vollkommen Recht, dass hier dringend die V 2.0 rauskommen muss. Da geht noch viel viel mehr. Laut Bob Greenberg kommt da aber was richtig gutes… Ich bleibe Nike noch bis September treu…

  2. Kann das Flex eigentlich anhand der Schlafphase wecken oder ist das wie beim Fitbit One nur zu festgelegtem Zeitpunkt möglich? Und funktioniert die Schlafaufzeichnung automatisch, oder muss man einen Schlafmodus manuell starten (was ich beim One regelmäßig vergesse)?

    • da bin ich überfragt. ich glaube, das ding reisst einen einfach so aus dem schlaf. macht mir nix aus, ich bin dann eh immer gleich wach und voller tatendrang. :)

  3. Oh mann… jetzt hast du mir wieder was Neues in den Kopp gepflanzt. (HABEN! WOLLEN! SEIN!) Mein Nikefuel-Band habe ich auch schon einmal – wenigstens kostenlos und per UPS – reklamiert, aber seitdem trage ich es wieder tapfer und süchtig nach seinen Daten mit mir rum. Ob ich wohl auch das flex… ? Es klingt wirklich verlockend. Die Waage hattest du aber noch nicht reviewt, oder? Du machst mich echt fertig, Nico. ;)

  4. Habe beides und nutze es täglich. Bin voll zufrieden.

    Hoffe das beim Flax es mit dem Fahrrad implantiert wird. fahre nun auch täglich zur arbeit und will es mit messen.

    Aberis