Hass und Pöbelein im Netz – so geht es nicht weiter!

Nico —  8.01.2016

Die Nerven liegen blank in Deutschland. Seit Monaten schwappt eine immer größer werdende Welle von Hass und Pöbeleien in die sozialen Netzwerke. Unter dem Deckmantel einer vermeintlichen freien Meinungsäußerung Menschen werden Menschen beleidigt, gegen Ausländer gehetzt und unsere demokratischen Institutionen angefeindet. 

„Das wird man doch wohl noch sagen dürfen.“ – nein, wird man nicht. Mir reicht dieses Gepöbel und es geht vielen anderen ebenso. CDU Generalsekretär Peter Tauber ist jüngst der Kragen geplatzt und er hat einen Pöbler als Arschloch bezeichnet. Er hat Recht, aber er schenkt diesem Menschen zu viel Aufmerksamkeit.

Wir können dem Hass nur entgegentreten, wenn wir diese Leute aus unseren Freundeslisten schmeissen, ihre Inhalte löschen und sie blocken, bzw. melden. 

Es macht keinen Sinn, einen Dialog mit einem hasserfüllten Pöbler zu suchen. Diese Menschen wollen unsere Gesellschaft spalten und versuchen alles, um Diskussionen in den sozialen Medien unmöglich zu machen. 

Dabei sind wir alle gefragt und müssen uns angewöhnen, viel weniger Gepöbel hinzunehmen. Natürlich sind auch die Plattformen wie Facebook, Twitter und Google gefordert und müssen dafür sorgen, dass ehrverletzende Inhalte schneller gelöscht werden. Sie sollten es im eigenen Interesse tun, denn dadurch werden ihre Angebote attraktiver für die Nutzer. 

Wir benötigen allerdings auch keine absurden Vorschläge wie die der CSU, künftig alle Beiträge vor der Veröffentlichung überprüfen zu lassen. Derartige Überwachungsphantasien führen zur Gedankenzensur, was mit der freiheitlioch-demokratischen Grundordnung dieses Landes im Widerspruch steht. 

Also, werdet aktiv, gebt dem Hass im Netz keine Chance!

13 responses to Hass und Pöbelein im Netz – so geht es nicht weiter!

  1. Die Pöbeleien sind nur das Symptom, nicht die Ursache. Ich finde die Haltung von Facebook richtig, Kommentare in der Regel nicht zu zensieren. Und ich finde es peinlich von deutschen Politikern, daß sie Facebook so auf die Pelle rücken, statt den Dialog mit denjenigen Bürgern zu suchen, die Hass verbreiten.

    Hass verringert man nicht durch Ignorieren und mundtot machen. Im Gegenteil. Wer Politiker sein will, muß sich damit auseinandersetzen. Wer das nicht will, soll in seine Eremitenhöhle zurückkehren.

    • Nein, auch Politiker können, wie alle anderen Menschen auch, ein Mindestmaß an Respekt erwarten. So was nennt man schlichtweg Umgangsformen und hat was mit der Erziehung zu tun.

      • Dafür gibt es in Deutschland das StGB. Wer angepöbelt wird, kann Strafanzeige erstatten. Das ist allemal besser als Druck auf Facebook & Co auszuüben, Meinungen, die von manchen als Hass empfunden werden, zu zensieren.

    • Hast Du Dir mal die durchschnittlichen Kommentare bei deutschen SpitzenpolitikerInnen in den letzten Monaten angeguckt? Hast Du mal sehen, was passiert, wenn jemand Dialog versucht? Probiers mal aus.

    • Und es richtig, dass Facebook unter Druck gesetzt wird. Die verdienen ihr Geld mit diesem Kram, dann sollen die zumindest professionelle Moderationstools bieten. Löschen ist keine Moderation.

  2. Es gab mal einen Mann der lebte in einem Land in dem Man nix mehr sagen durfte um die bessere Zukunft nicht zu gefährden,
    Die neuen Menschen die waren dort an der Macht und wollten ihre neue Welt nicht durch Volksfeinde und Pöbler gefährden lassen und glaubten ihre Ziele würden dieses Undemokratischen massnahmen rechtfertigen, so wurde in diesem Land, welches ein Deutsches war jegliche Kritik geächtet und aufgefordert die feinde der Ideologie zu ächten und zu Verfolgen.

    Nachdem der Mann versucht hatte noch vor dem Parlament zu reden welches durch einen Schlägertrupp der Anhänger der neuen Kultur unterbrochen wurde.
    Ging er schliesslich ins Ausland wo er aufgrund des Verlustes seiner Heimat unter einer Schweren Depression litt.
    Dort fertigte er diese Radiosendung
    https://www.youtube.com/watch?v=25YNc5bX7xY

    Geschichte wiederholt sich nicht, sie wiederholt nur ihre leeren.
    Wir können die Meinungsfreiheit nicht verteidigen indem wir sie aufgeben

  3. „Wir können dem Hass nur entgegentreten, wenn wir diese Leute aus unseren Freundeslisten schmeissen, ihre Inhalte löschen und sie blocken, bzw. melden.“

    Das Problem besteht doch darin, daß „Hass“ immer häufiger bereits mit einer abweichenden Meinung auf eine Stufe gestellt wird. Eine Aufforderung zum Melden erinnert mich ans GESTAPO und STASI. Da kann ich guten Gewissens auf Beides verzichten.

    Man sollte vorsichtiger mit diesen Themen umgehen. Es sind gerade solche Artikel, die vielen Leuten die Grundlage für ihre Wut geben.

    Ein zweifellos schmaler Grat auf dem der Verfasser hier wandert…

  4. Re: „Wir können dem Hass nur entgegentreten, wenn wir diese Leute aus unseren Freundeslisten schmeissen, ihre Inhalte löschen und sie blocken, bzw. melden.“

    Ich bin mit meiner FB-Liste so selektiv, dass ich keine solchen „Freunde“ habe, also auch noch niemanden rausschmeißen musste.

    Das Blockieren externer Pöbler war bisher ebenfalls noch nicht nötig. Ich würde dies auch nur im absoluten Notfall tun, da ich der Überzeugung bin, dass es nichts bringt, Hassrede auszublenden. Sie ist dann ja außerhalb meiner Filterblase noch da. Wenn sie nur mich nicht nervt, ist insgesamt nicht gewonnen.

    Und ich finde es wichtig, immer mal wieder mitzubekommen, was die Hassfraktion gerade so bewegt und mit was für „Argumenten“ aktuell operiert wird. Man kann ja nur effektiv gegen etwas kämpfen, wenn man weiß, wie der Gegner momentan agiert. Die Argumentation zu kennen, ist auch hilfreich für Diskussionen mit Wankelmütigen, die man mit den entsprechenden Gegenargumenten vielleicht noch erreichen kann – im Gegensatz zu den Hass-Honks.

  5. Der Lumma kennt sich aus und ich unterschreibe das hier!

  6. Es ist schon schlimm, welche Ausmaße das Ganze angenommen hat und es wird in nächster Zeit auch kein Ende nehmen. Das Volk wird so bewußt von anderen gesellschaftlich wichtigen Themen abgelenkt.

  7. Anstatt den „Hass“ zu unterbinden wäre es vielleicht effektiver sich zu fragen WARUM dieser Hass entsteht!? Köln + Hamburg haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Viele Bürger fühlen sich alleine gelassen. Beispiel gefällig?

    Hamburg: Dort werden auf einmal 21.000 Wohnungen gebaut – allerdings ausschließlich für Asylbewerber. Die Hamburger schreien seit Jahrzehnten nach Wohnungen und nichts passiert…und auf einmal ist das Geld dafür da?

    All dies verschafft unmut…Turnhallen, Kindergärten usw. werden geschlossen oder nicht neu gebaut obwohl dringend benötigt. Und auf der anderen Seite wird das Geld für anderes ausgegeben. Dass es dann zu einem Unmut kommt der schnell in Hass umstößt ista uf gewisse Art & Weise sicher verständlich, oder nicht?

  8. „vermeintlichen freien Meinungsäußerung“

    Gruselig, wenn Leute so über andere sprechen. Sie können gerne ihre Meinung für sich behalten. Da spreche ich wohl für die meisten von uns wenn ich sage: „Ich werde es nicht vermissen“. Die Meinung anderer aber, da lassen Sie mal bitte die Finger von.

    Klar soweit?

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  1. Deine blöden Kommentare | - 8.01.2016

    […] ebenfalls lesenswert: Hass und Pöbelein im Netz – so geht es nicht weiter! von Nico Lumma – und nochmal: vielleicht brauchen wir ein […]