52 Bücher – Nr. 15: Bulletprooof Diet

bulletproof_dietNachdem ich mit der Umstellung auf Slow-Carb Ernährung gute Erfahrungen gemacht habe und zügig 15 kg verloren habe, ist irgendwann die Bulletproof Diet von Dave Asprey in den Fokus gerückt. Asprey verspricht vollmundig: Lose up to a Pound a Day, Reclaim Energy and Focus, Upgrade Your Life – na, das klingt doch mal nach einem Ansatz.

Dave Asprey ist ähnlich wie Tim Ferriss ein Bio-Hacker, der über viele Jahre an sich selber immer wieder bestimmte Ernährungsweisen, Nahrungsergänzungsmittel oder sportliche Übungen ausprobiert hat. Ich finde das gut, dann muss ich das nämlich nicht machen, sondern kann mir das Kondensat all dieser Bemühungen kurz durchlesen und dann entscheiden, was ich davon übernehme.

Die Bulletproof Diet basiert auf dem LCHF-Prinzip, also Low-Carb, High-Fat – und damit ähnelt es der Slow-Carb Diät durchaus, ist aber anders. Asprey hat diese Diät entwickelt, weil er selber Erfahrungen gesammelt hatte mit seinem eigenen Körper, der durch falsche Ernährung zu hohe Entzündungswerte im Blut aufwies. Asprey versucht, diese Entzündungswerte zu minimieren und teilt dadurch die Lebensmittel auf einer Skala von Bulletproof bis Kryptonite ein. Letztere sollte man unbedingt vermeiden. Einen Überblick über die Bulletproof-Diät gibt es auf dieser Bulletproof Infografik (PDF).

Aspreys Claim to fame ist allerdings der Bulletproof Coffee, den man morgens trinkt und der dafür sorgt, dass man bis zum Mittag nichts essen muss. Letztendlich nimmt man in der Abnehmphase so nur 2 Mahlzeiten zu sich und hat eine ziemlich lange Fastenperiode jeden Tag, in der idealerweise der Körper in den Zustand der Ketose rutscht und Fett abbaut. Der Bulletproof Coffee ist leicht zuzubereiten und schmeckt erstaunlich lecker: Kaffee, zwei Esslöffel Butter (natürlich von Kühen, die auf der Weide stehen) und zwei Esslöffel MCT-Öl. MCT-Öl ist quasi das Wundermittel der Bulletproof Diät – die mittelkettigen Triglyceride sollen direkt Energie liefern und uns leistungsfähiger machen.

Was mich bei der Lektüre des Buches immer wieder erstaunt hat: wie schwierig es für amerikanische Konsumenten sein muss, qualitativ hochwertige Lebensmittel zu bekommen – oder wie sehr ich mich an den Bioladen um die Ecke und den Bio-Wochenmarkt gewöhnt habe.

Kritiker halten die Bulletproof Diät für Quatsch und vor allem für gutes Marketing, damit Asprey seine Bulletproof Produkte verkauft. Ich finde das Ernährungskonzept interessant, da es weniger rigoros auf mich wirkt als die Slow-Carb Diät von Tim Ferriss. Ich werde das jetzt mal testen und sehen, wie mein Körper das so findet.

Bulletproof Diet – Lose up to a Pound a Day, Reclaim Energy and Focus, Upgrade Your Life

Eine Antwort auf „52 Bücher – Nr. 15: Bulletprooof Diet“

  1. Danke für den Hinweis auf diese Ernährungsform. Allerdings überzeugt mich das Argument, Asprey habe das selbst ausprobiert wenig. Samuel Hahnemann hat die Homöopathie auch “selbst ausprobiert”. Aber genau dieser Umstand, nämlich Studien mit der Fallzahl 1 ohne Kontrollgruppe sind in ihrem Aussagegehalt für die Allgemeinheit wertlos.
    Wenn einem das Erlernen und Übernehmen neuer Gewohnheiten hilft, seinen Habitus, der zu Übergewicht führt zu bekämpfen, mag das positiv sein. Allerdings darf man nicht der Illusion erliegen, dass eine Gewichtsänderung davon stammt, dass man sich ernährt, wie man sich ernährt …
    Wie leider oft wird man auch bei dieser Ernährungsform nie wirklich erfahren, wie erfolgreich sie wirklich ist …

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