Archiv für die Kategorie ‘Marketing’

11. Oktober 2011

Steve Jobs über Marketing

Steve Jobs über Marketing

Steve Jobs im Jahre 1997, kurz nach seiner Rückkehr zu Apple:

To me, marketing is about values. This is a very complicated world, it’s a very noisy world. And we’re not going to get the chance to get people to remember much about us. No company is. So we have to be really clear on what we want them to know about us.

Definitiv sehenswert.

[ via Presentation Zen: Steve Jobs on marketing & identifying your core values ]

01. Oktober 2011

Lass es wackeln, Baby!

Wackelpudding, gerne auch Götterspeise genannt, ist in den USA vor allem unter der Marke Jell-O bekannt. Insbesondere in Iowa ist Jell-O sehr beliebt, so gab es auch dieses Jahr wieder beim Iowa State Fair Auszeichnungen für besonders schöne Wackelpudding-Kreationen. Kraft hat jetzt zusammen mit der Agentur Crispin, Porter + Bogowski die Jiggle-It App entwickelt, die Wackelpudding zur Musik tanzen lässt. Wenn schon Wackelpudding und Jell-O-Shots beliebt sind, dann kann man auch mal eine App dafür auf den Markt werfen, die angeblich schon über 10.000 Downloads zu verzeichnen hat.

[ via Jell-O "Jiggle-It" App Makes Your Dessert Dance [VIDEO] ]

13. September 2011

Faszination QR-Code

QR-Code an der U-BahnMittlerweile sieht man sie überall, von der Visitenkarte bis zum Plakat – diese merkwürdigen schwarz-weiss geklecksten Quadrate.

QR-Codes wurden in Japan entwickelt und sind das nächste große Ding. Und das seit Jahren. Dieses Jahr, aber nun wirklich, werden sich QR-Codes durchsetzen und den Massenmarkt erobern.

Ganz bestimmt. Jedenfalls findet man QR-Codes mittlerweile überall. Schließlich will man ja innovativ sein und da darf so ein neumodischer QR-Code nicht fehlen.

Aber mal ehrlich, was kann ein QR-Code, was ein Short-URL nicht kann? Ich behaupte, daß ich schneller mit meinem Smartphone http://bit.ly/a22mx0 eingeben kann, als zu versuchen, bei einer langsam drehenden Litfaßsäule den QR-Code mit meinem iPhone einzuscannen. Sollte ich dann wirklich den QR-Code über mein Smartphone gescannt haben, was erwartet mich dann? In 99% der Fälle mehr Werbung.

Das ist ja eine tolle Idee. Der Nutzer frickelt rum, ist genervt und bekommt dann auch noch mehr Werbung platziert. Jetzt QR-Code einscannen und exklusiven Trailer zum Werbespot auf dem Smartphone ansehen! Yeah, sofort, was muss ich tun, durch ein QR-Code werden Werbespots sicherlich gleich viel besser.

Der eigentliche Vorteil des QR-Codes, nämlich der Verzicht auf das Eintippen einer URL, hat sich irgendwie Dank der Ausbreitung der Smartphones erledigt. Was bleibt also? Wie lange kann man sich einen wie auch immer gearteten First-Mover-Effekt noch auf die Fahnen schreiben, wenn man fröhlich QR-Codes auf seine Plakate klatscht?

Ich finde das alles ziemlich uninspirierend. Allerdings weiß ich auch, daß man immer noch Leute mit QR-Codes beeindrucken kann. Mich würde allerdings die Responserate bei QR-Codes mal interessieren – und die dazu gehörige Interpretation a la “das zahlt voll auf die Marke ein, auch wenn niemand clickt.”

Irgendwo zwischen “Sie finden uns auf Facebook!” ohne Angabe einer URL und dem PLatzieren eines QR-Codes liegt sicherlich der goldene Mittelweg. Ich vermute mal, wir werden wieder öfter schlichte URLs sehen. Ja, da fehlt die Grandezza, der internationale Sex-Appeal eines QR-Codes, aber trotz jeglicher Fancyness hat ein Universal Resource Locator dann doch einen extrem praktischen Nutzwert.

Der QR-Code an sich ist noch nicht die Idee, auch wenn viele das meinen. QR-Codes können nützlich sein, auch wenn man das derzeit kaum glauben mag bei den sichtbaren Anwendungsfällen.

[ inspiriert durch QR-Code Renaissance | Sebastian Keil und Fragen für Kopisten | Hubertus von Lobenstein - ganz wundervoll und kostenlos ist übrigens QR-Lab zum Erstellen von QR-Codes inklusive Branding. ]

23. August 2011

Einfach mal etwas Nettes sagen

Say something nice

Bei der Next11 hatten wir als Redner Keith Haskel von Improv Everywhere und die Session hat jede Menge Spaß gemacht, weil die Ideen einfach super witzig waren und toll umgesetzt wurden. Die aktuelle Idee ist Say something nice und wurde für das Guggenheim Museum und deren Ausstellung stillspotting nyc entwickelt.

18. August 2011

Kann eine WG ein virtuelles Projekt sein?

Hamburg-WG AussenansichtDas Hamburger Abendblatt berichtete unlängst davon, daß die Stadt sich aus der Finanzierung des Projektes #hh_wg zurückzieht: Stadt stoppt Hamburg-WG nach Kritik an den Kosten. Das finde ich einerseits schade, weil ich die grundsätzliche Idee einer Hamburg-WG ganz cool finde, aber andererseits auch nachvollziehbar, weil Projektkosten von über 500.000 € doch deutlich zu happig sind und vor allem das Konzept eher noch bislang unausgeschöpftes Potential bietet, um es mit zurückhaltend ausdrücken. Ich glaube, man kann im Rahmen des Stadtmarketings eine Wohngemeinschaft in Hamburg ganz wunderbar nutzen, um die Facetten der Stadt, ihrer Einwohner und der hier ansässigen Firmen abzubilden.

Also, die Kritik und der Stopp der Gelder beim konkreten Projekt Hamburg-WG ist nachvollziehbar, aber die grundsätzliche Idee hat viel Potential.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann an der Kritik am Projekt #hh_wg ist das folgende Statement vom CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Andreas Wankum. Wankum sprach laut Abendblatt von einem

virtuellen Projekt, das an der realen Welt vorbeigeht

Bitte was? In welcher Welt lebt denn bitte Herr Wankum? Wie will er bitte junge Menschen erreichen, um diese nach Hamburg zu locken? Selten habe ich ein deratig absurdes Statement lesen dürfen. Wir reden hier über Stadtmarketing für die Metropolregion Hamburg, vom Kampf um die talentiertesten jungen Leute – und Herr Wankum meint, dies sei ein virtuelles Projekt? Was meint er denn, wie junge Leute erfahren, wie toll Hamburg ist? Weil sie die Anzeige in einer Tageszeitung sehen? Die Möglichkeit, direkt mit Hamburgern in Kontakt zu treten, einen Snapshot aus dem realen Leben zu erhalten – das ist es doch, was das Projekt Hamburg-WG ausmacht. Es geht hier mitnichten um Big Brother, wie es gerne in der Mopo dargestellt wird, sondern um das Berichten vom Leben in einer Hamburger Wohngemeinschaft, von jungen Leuten für junge Leute.

Nur weil Herr Wankum ein anderes Mediennutzungsverhalten hat als die Zielgruppe, muß es noch lange nicht bedeuten, daß die Hamburg-WG ein virtuelles Projekt ist. Ich finde es absurd, so zu argumentieren und es trägt auch nicht gerade dazu bei, daß junge Leute ein besseres Bild von der Politik bekommen.