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InstagramFacebook hat gerade ein Unternehmen mit 13 Mitarbeitern für 1 Milliarde Dollar gekauft. Auf Twitter drehen Leute unrund, finden, daß ihnen zu Unrecht ihre Förmchen weggenommen wurden, erinnern an flickr und Yahoo! und haben generell kein Verständnis für die Übernahme von Instagram durch Facebook – ihnen geht es um ihre Daten und die Nutzung eines unabhängigen Dienstes. Andere wiederum bemängeln, daß Facebook mit der Akquisition kaum neue Nutzer gewinnen würde und daß Instagram als kostenlose App noch kein wirkliches Erlösmodell habe und daß daher die 1 Milliarde Dollar zu viel Geld gewesen sei. Aber werfen wir doch mal einen Blick auf die Erklärungen, die Mark Zuckerberg in seinem Blog liefert. Mark Zuckerberg erklärt den Kauf von Instagram so:

I’m excited to share the news that we’ve agreed to acquire Instagram and that their talented team will be joining Facebook.

For years, we’ve focused on building the best experience for sharing photos with your friends and family. Now, we’ll be able to work even more closely with the Instagram team to also offer the best experiences for sharing beautiful mobile photos with people based on your interests.

Das heißt auf gut Deutsch: “Scheiße, dieses Instagram wächst wie Unkraut, erst auf dem iPhone, jetzt auch noch auf Android, die machen irgendwie alles richtig.” Früher hieß das, was Instagram macht, noch Moblog und niemand konnte sich vorstellen, daß irgendwann einmal ganz viele Nutzer ganz viele Fotos von Unterwegs machen würden, damit andere Nutzer diese Fotos sehen und bewerten können. Instagram hat allerdings genau den Sweetspot getroffen und eine mobile Community geschaffen, die eine enorme Stickyness für ihre Nutzer hat und elegant mit anderen Diensten wie Facebook, Twitter, Foursquare oder Tumblr zu verknüpfen ist. Instagram ist eine mobile Company, während Facebook vielleicht auf dem Weg dahin ist, aber immer noch sehr Web-zentriert ist.

Die Frage war nicht: ist Instagram mit 1 Milliarde Dollar zu teuer? – sondern: was ist, wenn Apple oder Google Instagram kaufen? Instagram hatte das Potential, Facebook gefährlich zu werden, weil es mobile Fotos besser kann als Facebook – und Fotos sind immer noch der Kern von Facebook. Facebook hatte gar keine andere Wahl, als Instagram zu kaufen.

Insofern kann man zwar bemängeln, daß das Netz wieder um einen unabhängigen Ort ärmer wurde, aber man muß einfach sehen, daß aus strategischen Gesichtspunkten Instagram nicht nur der passende Kauf für Facebook war, sondern auch in höchster Not geschehen ist. Ein anderer Käufer hätte Facebook mittelfristig Probleme bereiten können. So freuen sich die 13 Mitarbeiter über einen fetten Geldregen und Mark Zuckerberg kann eine Spur gelassener dem IPO und dem damit für ihn verbundenen noch fetteren Geldregen entgegensehen.

Ich nutze quasi den ganzen Tag über meine Mails auf dem iPhone, was man oft an meinen eher einsilbigen Antowrten erkennt. Die mitgelieferte Mail.app auf dem iPhone ist ganz ok, aber es fehlen doch so einige Features, die man eigentlich erwarten sollte von einem guten Email-Client. Nur mal ein paar Beispiele, die mich immer wieder nerven:
- keine Unterstützung für unterschiedliche Signaturen, was bei zwei Mail-Accounts total viel Sinn machen könnte
- kein Hinzufügen von Attachments aus dem Mail-Client heraus. Gerade wenn man in einem Mail-Thread ist, finde ich es umständlich, über die Foto-Ansicht ein Attachment zu verschicken.
- die Suche ist eher umständlich und dauert lange

App Store - SparrowNun ist mit Sparrow für iPhone ein ernsthafter Konkurrent verfügbar und nach einem total umfangreichen 5-minütigem Test und dem Versenden zweier Emails kann ich sagen: wow. Sparrow bleibt.

Sparrow hat eine schicke, schnelle Suche, man kann swipen und tappen und sonstwas, was man auf dem iPhone erwartet, man kann Attachments dranhängen, es gibt sogar ein Peter-Schaar-Panik-Feature, indem man über Facebook Connect Avatarbildchen für seine Kontakte bekommt, es gibt unterschiedliche Signaturen bei unterschiedlichen Accounts und vor allem ein supersimples Setup, das Gmail-Accounts sofort erkennt und verfügbar macht, Labels und Markierungen anzeigt, und so weiter und so fort.

iCache GeodeIm Laufe der Jahre häufen sich immer mehr Plastikkarten an, die man mal irgendwann meinte brauchen zu müssen, die nun aber im Portemonnaie Platz wegnehmen und die man irgendwann entnervt auspackt und weglegt, nur um dann festzustellen, daß man sie eigentlich hätte dabei haben sollen. Das ist bei Kreditkarten genauso der Fall wie bei Loyalty-Cards.

Das iCache Geode kommt mit einer ziemlich coolen Innovations daher und sorgt dafür, daß aus all den Karten nur noch eine Karte wird. Das Geode ist ein iPhone-Case, das gleichzeitig Platz für eine Plastikkarte bietet und diese bei Bedarf temporär beschreiben kann. Dazu gibt es eine App, die alle Karten-Infos hält, ganz gleich ob Kreditkarte oder Loyalty-Card. Für das initiale Einlesen der Karten wird ein Kartenlese-Adapter für das iPhone mitgeliefert und im das Geode Case bietet über einen Fingerabdruckscanner eine gewisse Sicherheit für die hinterlegten Daten.

An der Kasse muß man jetzt lediglich die Plastikkarte neu beschreiben und kann dann ganz normal damit bezahlen.

Ich finde das großartig. Natürlich ist dies auch wieder ein Kickstarter-Projekt, das schon längst das Funding-Ziel erreicht hat. Lediglich der stolze Preis von $199 lässt mich derzeit noch etwas zucken, aber mit einer gewissen Verbreitung sollte der Preis auch sinken, hoffe ich. Ja, ich habe von NFC gehört. Aber das hier ist Plastik, das kennen die Leute, das ist nicht irgendso ein Voodoo-Strahlenzeugs, insofern glaube ich, daß das iCache Geode genau den Nerv treffen wird.

[ via No, Seriously, Look At This Friggin’ iPhone Case | PandoDaily ]

Hierzulande schauen ja alle gerne auf Wunderlist und finden das ganz toll, warum habe ich noch nie verstanden, ich finde das Produkt völlig unbenutzbar.

Heute bin ich über Clear gestolpert. Das ist mal eine Todo-Liste mit einem ganz anderen User-Interface. Leider fehlt die Anbindung an irgendwelche anderen Tools, aber als Standalone App finde ich Clear ziemlich cool. Pinch, Swipe, Pling, Plong, Heatmap für Prioritäten, Zack, fertig ist die Todo-Liste.

Mir gefällt es. Aktuell gibt es Clear für €0,79 im iTunes Store zu kaufen. Die aktuellen Bewertungen schwanken zwischen “was soll das denn?” bis “grandios” – man muß sich schon ein wenig auf die UI einlassen, glaube ich. Mehr Infos gibt es auf der Website des Herstellers Realmac und in einem kleinen Filmchen.

Ich hatte ja schon ein paar Mal über die Consumerization of IT geschrieben, ein Phänomen, daß vor allem durch unsere Nutzung von Apps auf iPhones und Android-Handys entstanden ist und mittlerweile ordentliche Auswirkungen auf die Bedürfnisse von Enterprise Software hat:

An infographic from xcube puts the changing enterprise mobile landscape into perspective. For instance, 63% of enterprises look to mobility for cost savings and near 50% are responding to employee demand. Since the end of the third quarter in 2011, the iPhone is the most preferred smartphone in the enterprise at 45%. BlackBerry comes in second at 34.5%.

[ via Infographic: The Growth of Enterprise Mobility ]