23. Juni 2011

Shazambare TV-Spots – Werbung der Zukunft?

Shazam ist eine enorm populäre App, die das gute alte Problem “oh, der Song rockt, von wem ist der? hoffentlich sagen sie das gleich noch mal!” auf eine innovative Weise löst, indem man einfach den Song shazamt, also die Shazam App startet und diese dann den Song mitsamt Interpreten ausspuckt.

Shazam hat jetzt 32 Millionen Dollar eingesammelt, um dieses Prinzip auch massiv auf TV und vor allem TV-Werbung zu übertragen. Die Idee dahinter ist interessant, denn man muss jetzt keine URLs mehr kommunizieren, sondern sagt einfach, dass man mit Shazam mehr erfahren kann zur aktuellen Sendung oder zum aktuellen Werbespot.

Ich glaube, dass Shazam für TV-Werbung ähnlich sein wird wie QR-Codes für die Außenwerbung. Technisch ist es machbar, aber der Nutzwert für die meisten User wird kaum existent sein. Warum sollte ein Zuschauer bei einem Werbespot sein Smartphone zücken und sagen “wow, den Spot shazame ich mal!” – ist das nicht um Längen komplizierter als das Eingeben eines URLs? Es ist ja nicht so, daß bei TV-Werbung der Absender nicht kenntlich gemacht wird, ganz im Gegensatz zu Songs, die im Radio laufen. Es müssen also komplett neuartige TV-Spots entwickelt werden, die so spannend sind vom Storytelling her, daß die Kampagne interaktiv auf einem Smartphone oder Tablet weitergeführt werden kann. Das setzt allerdings auch vorraus, daß der Werbeblock nicht wie bisher zum Bier wegbringen oder holen genutzt wird.

Auf die Response-Quoten für Shazam-basierte TV-Kampagnen bin ich gespannt, vor allem wenn es um TV-Spots abseits von Superbowl oder anderen Events geht. Ich bin vor allem gespannt, wann die erste wirklich innovative, shazambare TV-Kampagne auf dem deutschen Werbemarkt erscheint.

[ via: Shazam raises $32M to tackle TV ads — Online Video News ]

22. Juni 2011

Lytro – lebendige Bilder

Lytro ist eine neuartige Kamera, die Ende des Jahres auf den Markt kommen soll und das Thema Fokus auf eine andere Art und Weise lösen soll als bisherige Kameras. Es werden “einfach” massiv viele Bildinformationen gespeichert, so daß im Nachhinein Fokus und Zoom bearbeitet werden können und quasi aus dem Rohmaterial neue Bilder generiert werden können – sogenannte Living Pirctures. Mehr dazu gibt es auf dem Lytro Blog zu lesen. Auf dem obigen Bild kann man einfach mal hin- und herclicken und schon mal einen Eindruck gewinnen, was Lytro leisten will.

[ via: A Camera That Could Care Less About Focus: Introducing Lytro ]

22. Juni 2011

Fanpages: mehr Fans sind besser?

Wenn die einzige Kennzahl eines werbetreibenden Unternehmens auf Facebook die Anzahl der Fans ist, dann liegt etwas im Argen. Das hatten wir ja letzte Woche diskutiert: Fanzählfetischismus.

Jetzt hat PageLever Facebook Fanpages mit mehr als 400 mio Fans analysiert.

Je mehr Fans eine Fanpage hat, desto weniger Pageviews pro User werden generiert. Schockierend? Eigentlich nicht. Communities entwickeln sich und ändern ihre Zusammensetzung permanent. Daher muß ein aktives Community Management dafür sorgen, daß nicht nur “Leben in der Bude” ist, indem immer wieder Impulse gesetzt werden für die Nutzer, auf Fragen geantwortet werden und vor allem aus den generierten Insights Aktionen und Kampagnen entwickelt werden, die dann dazu beitragen, daß die Nutzer die Fanpage besuchen und durch Interaktion relevanter machen. Hirnlose Gewinnspiele sorgen nur dafür, daß man zwar Likes generiert, aber eben keine Fans dazu bekommt.

Eigentlich ganz einfach. Wenn es unbedingt sein muß, können wir auch dabei helfen… It’s the community management, stupid!

[ via: SHOCKER: 3% To 7.5% Of Fans See Your Page’s Posts ]

21. Juni 2011

NYC Big Apps Ideas

NYC Big Apps Ideas

Open Data und Open Government sind tolle Themen, die immer relevanter werden für viele Städte. Ganz oft kommt dann allerdings die Frage: “was soll mit den Daten passieren?” und noch öfter haben die Bürger viele interessante Ideen, was man mit den nutzbaren Daten machen könnte. In New York City gibt es jetzt die Initiative NYC Big Apps Ideas, die mit einem Crowdsourcing-Ansatz die interessantesten Ideen für Apps herausfinden wollen. Nutzer stellen Ideen ein, andere Nutzer stimmen über die Ideen ab, am Ende des Prozesses wählt eine Jury aus den besten Vorschlägen Apps aus, die dann umgesetzt werden sollen. Ein kleines Preisgeld gibt es auch, aber die gute Sache für New York City steht deutlich im Vordergrund. Zur Jury gehört u.a. Clay Shirky, was mich aufhorchen lies.

Ach ja, die Vorschläge dürfen nicht länger 140 Zeichen sein.

Spannend. Wann gibt es das für Hamburg, Berlin, München und Köln?

21. Juni 2011

Mit dem Google Chromebook in der Cloud

Seit heute bin ich total stolzer Nutzer eines Google Chromebooks, genauer gesagt des Chromebook CR-48, das ich von Google erhalten habe. Das Konzept des Chromebooks ist die totale Reduzierung auf den Chrome Browser in Verbindung mit einem Google Account. Wenn man also bereits bei Google registriert ist, und wer ist das nicht, dann kann man sofort loslegen. Das Chromebook bietet also nicht außer einem Browser. Keine Apps außerhalb des Browsers sind vorhanden und auch nicht wirklich ein Dateisystem. Das Chromebook bootet rasant schnell und benötigt dann einen WLAN-Zugang. Ohne die Cloud ist das Chromebook nicht nutzbar.

Chromebook Getting Started

Direkt nach dem Booten loggt man sich mit seinem Google Profile ein und landet dann im Chrome Browser. Dort kann man sich im Chrome Web Store nach Extensions und Plugins umgucken, um das Chromebook etwas zu pimpen, aber eben genau so, wie man es generell von Chrome kennt. Für das Arbeiten in der Cloud ist das Chromebook sehr praktisch, ist man allerdings auf herkömmliche Programme angewiesen oder hat Interesse an Grafik-intensivem Gaming, dann ist das Chromebook eher ungeeignet. Bei meinem Arbeitgeber Scholz & Friends nutzen wir Google Apps und daher ist für mich die Umstellung auf Browser-basiertes Arbeiten auch nicht so groß, und ich nutze auch kein Photoshop oder ähnliches.

Das Chromebook hat ein etwas anderes Tastaturlayout, als man es gewohnt ist. Es gibt Tasten, um im Browser vor und zurück zu gehen, ebenso gibt es keine Capslock-Taste mehr, sondern eine Taste für ein neues Tab und ausserdem gibt es eine Taste, um zwischen den verschiedenen Browserfenstern hin- und her zu wechseln. Netterweise gibt es kaum Einstellungen, die man vornehmen muß, von der Auswahl des WLAN-Zuganges mal abgesehen. Eine Einstellung, an der ich allerdings gescheitert bin, ist die für Google Cloud Print, aber ich drucke sowieso eher selten etwas aus.

Nach ein paar Stunden Benutzung würde ich sagen, daß das Google Chromebook enorm praktisch ist für Leute, die einfach nur im Web unterwegs sein wollen, aber auch eine Tastatur benötigen und auf Flash nicht verzichten möchten. Das Google Chromebook ist ein zukunftsweisendes Konzept und blendet jede Menge Technikgedöns für den User aus. Alles, was man benötigt, ist ein Google-Account und ein WLAN-Zugang.

Die Chromebooks sind ab dem 24. Juni bei Amazon erhältlich.