littleBits sind lauter kleine elektronische Komponenten, die farblich unterschiedlich codiert sind und damit unterschiedliche Dinge ermöglichen. Die einzelnen kleinen Komponenten werden über Magneten miteinander verbunden, was auch verhindert, daß man als unbedarfter Nutzer irgendetwas falsch macht.

littleBits

Ich finde die Idee großartig, aber der Preis von $129 für das Starterset ist dann doch etwas zu hoch, auch wenn littleBits bestimmt viel Spielspaß bringt. Ich habe früher unheimlich gerne mit Batterie, Kabel, Schalter und Glühbirnchen rumgespielt, aber littleBits wirkt, als ob es weit mehr Potential hat.

[ via littleBits, Simple Snap Together Circuit Boards ]

Ich glaube, ich habe auf diesem Blog schon einmal anklingen lassen, daß ich den LEGO Volkwagen T1 Campingbus total super finde. Nicht nur, weil der VW Bulli einfach eine Auto-Ikone ist, sondern auch weil der Bausatz mit extrem viel Liebe zum Detail entwickelt wurde. In dem Video wird einmal im Schnelldurchgang gezeigt, wie man den LEGO Bulli zusammenbaut und wie das fertige Modell dann aussieht. An den Vorhängen kann ich mich gar nicht satt sehen, so cool finde ich das.

Meine Frau sagt gerne, daß meine Ernährungsgewohnheiten noch Verbesserungspotential hatten, als wir uns kennenlernten. Ich war Student, hatte kein Geld und auch kein Interesse am Kochen. Das hat sich mittlerweile etwas verändert, jedenfalls koche ich gerne und bin auch kein Student mehr. Aber trotzdem bringt das Kochen immer noch einiges an Nervpotential mit sich, vor allem wenn es darum geht, das Abendessen für die Familie zu zaubern. Ich bin da quasi hin- und hergerissen zwischen Kinder, Küche und Karriere – da ist es nicht leicht, jeden Abend wieder ein gesundes, wohlschmeckendes Essen auf den Tisch zu stellen, das hungrige Mäuler begeistert.

Bereits vor einiger Zeit bin ich über KommtEssen gestolpert und dachte mir, daß ich das eigentlich mal austesten müsste. Das haben wir jetzt getan, denn Lisa Rentrop von KommtEssen hat mich gefragt, ob wir nicht einfach mal KommtEssen testen wollen. KommtEssen liefert alle Zutaten für das Abendessen einer Familie mit Kindern, man muß sich nur entscheiden, wieviele Mahlzeiten in der großen KommtEssen-Tüte sein sollen. Wir haben uns für Mahl4 entschieden und dementsprechend die Zutaten für vier Mahlzeiten inklusive Rezepte bekommen. KommtEssen garantiert eine ununterbrochene Kühlkette und das Gemüse sah auch wirklich frisch aus, aber da wir nie abgepacktes Fleisch kaufen, waren wir vom abgepackten Fleisch dementsprechend wenig begeistert, wohlwissend, daß es eben nicht anders geht. Die 4 Rezepte konnte man auch ohne große Kochkünste innerhalb einer angemessenen Zeit, also so ca. 30 – 45 Minuten kochen.

Wie es geschmeckt hat? Nun ja, ich fand es toll, die eher weniger experimentierfreudigen Familienmitglieder waren nicht so überzeugt. Dabei war keines der Rezepte extravagent, sondern eben nur etwas anders als das, was wir sonst kochen. Es passiert mir alledings auch so häufiger, daß ich etwas koche und skeptische Blicke ernte. Mir ist aufgefallen, daß ich mich erst darauf gefreut hatte, daß ich mir keine Gedanken über das Abendessen machen muß, mir dann aber vier vorgeplante Mahlzeiten doch eher zu viel des Guten war, drei Mahlzeiten hätten mir gereicht. Dennoch finde ich, daß KommtEssen für berufstätige Eltern eine wirkliche Erleichterung darstellt. Ich weiß nämlich gerade schon wieder nicht, was wir heute abend essen wollen.

Ich habe Lisa Rentrop mal ein paar Fragen zu KommtEssen gestellt:

Wie bist Du auf die Idee gekommen, KommtEssen in Deutschland zu starten?
Freunde von mir haben diese Branche in Schweden gestartet (Middagsfrid – direktübersetzt “Abendessenfrieden”). Ich habe aus der Ferne bewundert, was die alles auf die Beine gestellt haben, und mir leise gewünscht, daß es diese Service auch hier gäbe – für mich als berufstätige Mutter. Eines Tages hatte ich dann die Frage in meiner Facebook-Inbox: “wie fände ich es, das Konzept nach Deutschland zu bringen zusammen mit Middagsfrid?”. Sehr sehr spannend fand ich die Idee, so spannend das ich nicht nein sagen konnte, sondern mein festen Job als Projektleiterin gekündigt habe, um es zu probieren. Das war anfang 2010. Jetzt erreichen wir ca 10 Millionen Deutsche mit unseren Liefergebieten (Hamburg, Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Lübeck, Main, Wiesbaden, Leverkusen… etc)

Wo kommen die Rezepte her?
Ich gehe von schwedischen Wochenplänen aus, und tausche Rezepte nach Bedarf. Wir kriegen hier keinen Elch oder Reintier, diese Rezepte werden überarbeitet. In Deutschland achten wir auf die Spargelzeit, Grünkohlzeit und sonstige Saisons. Wir nehmen regionale deutsche Rezepte, von Omas, verstärken diese fast immer mit Gemüse, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden und kochen probe, bevor es in die Tüte wandern darf.

Im Allgemein sind die Rezepte international: Mediterrane Küche mit viel Zitrus, Olivenöl und frischen Kräutern, Französisches, Asiatische/Indische/Südamerikanische Geschmacksrichtungen, hier und da ein schwedisches Lachsrezept, und wie gesagt die deutschen Spezialitäten.

Welches Rezept wird von Euren Kunden am Häufigsten angefragt?
Wir stellen die Tüte jede Woche neu zusammen. Nur die allerbesten Rezepte dürfen noch einmal im Jahr in der Tüte rein. Wir fragen unseren Kunden jede Woche, wie es geschmeckt hat, und ob es einfach war zuzubereiten (per Surveymonkey). Unter den Lieblingsgerichten findet man frischen Fisch in wunderbarer Kokossauce, unsere Pilzcannelloni mit frischen Lasagneplatten, Schweinefilet in Speckmantel mit geröstetem Blumenkohl, Hähnchenwraps mit knackigem Salat u.a.

Lisa, vielen Dank für den Test von KommtEssen und für die Beantwortung meiner Fragen.

Stevan Paul hat bereits vor einem halben Jahr über KommtEssen geschrieben und auch ein paar aussagekräftigere Sätze zu den Rezepten gefunden.

Steve Jobs über Marketing

Nico —  11.10.2011

Steve Jobs über Marketing

Steve Jobs im Jahre 1997, kurz nach seiner Rückkehr zu Apple:

To me, marketing is about values. This is a very complicated world, it’s a very noisy world. And we’re not going to get the chance to get people to remember much about us. No company is. So we have to be really clear on what we want them to know about us.

Definitiv sehenswert.

[ via Presentation Zen: Steve Jobs on marketing & identifying your core values ]

Es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht von Journalisten gefragt werde, was nun aus den deutschen sozialen Netzwerken wie Lokalisten, wer-kennt-wen und den VZ Netzwerke wird.

Gängige Fragen sind:

– Spielen wer-kennt-wen, Lokalisten und VZ Netzwerke noch eine Rolle, oder ist Facebook der alleinige Platzhirsch auch in Deutschland?

– Werden die deutschen sozialen Netzwerke in der Nische überleben können?

– Welche Auswirkungen hat der Relaunch der VZ Netzwerke?

– Was sind die Vorteile der deutschen sozialen Netzwerke für die Werbekunden?

– Planen Sie für ihre Kunden Kampagnen auf Lokalisten, wkw oder VZ Netzwerken?

Nett, wie ich nun mal bin, beantworte ich diese Fragen gerne, aber ich dachte, wir können uns das alles etwas einfacher machen.

Die deutschen sozialen Netzwerke haben keinerlei Bedeutung mehr. Es ist egal, ob sie das Management austauschen, das Layout verändern oder andere Bannerformate einführen. Sie haben es versäumt, zu Ökosystem zu werden und spielen künftig einfach keine Rolle mehr. Sie waren immer limitiert, es gab nie den Mut, die Kraft oder die Idee zum großen Wurf und nun werden sie nur noch ihren Niedergang ordnungsgemäß verwalten können. Auf Dauer ist es nicht genug, nur ein Konzept zu adaptieren. Facebook ist das dominante soziale Netzwerk auch in Deutschland und Facebook ist der Taktgeber, den deutsche soziale Netzwerke nicht mehr einholen können. Man kann sich jetzt überlegen, ob Veränderungen im Businessmodell dazu führen könnten, daß deutsche soziale Netzwerke ebenfalls Facebook nutzen und damit eine Überlebenschance hätten, man kann sich auch überlegen, daß die Eigenheiten des deutschen Online-Werbemarkts weiterhin für Umsätze führen werden, aber das ändert nichts am Niedergang der deutschen sozialen Netzwerke.

Also, egal, was die deutschen sozialen Netzwerke noch anstellen werden, hier ist meine Antwort:

Sack Reis.

Damit sollten nun alle Fragen zu wer-kennt-wen, Lokalisten und VZ Netzwerke beantwortet sein.