Vielen Dank an Alexander Svensson für dieses kurze Video, es fasst sehr gut die gesamte Problematik des Staatstrojaners zusammen.

Was ich in diesem Zusammenhang sehr interessant finde: warum steht der Kontrollserver eigentlich in den USA?

[ via Wortfeld » Staatstrojaner | Eine kurze Visualisierung. ]

Der CCC analysiert den Bundestrojaner, das Innenministerium streitet alles ab, jetzt wird diskutiert, ob Landestrojaner im Einsatz ist. Egal, wie die Diskussion ausgeht, das Vertrauen in den Staat ist erschüttert.

Es zeigt sich, daß die weitverbreitete Ignoranz gegenüber allem, was mit Informationstechnologie zu tun hat, jetzt dafür sorgt, daß staatliche Stellen machen, was sie wollen. Ist ja nur was mit Computern, das tangiert ja nicht jeden, oder?

Die untersuchten Trojaner können nicht nur höchst intime Daten ausleiten, sondern bieten auch eine Fernsteuerungsfunktion zum Nachladen und Ausführen beliebiger weiterer Schadsoftware. Aufgrund von groben Design- und Implementierungsfehlern entstehen außerdem eklatante Sicherheitslücken in den infiltrierten Rechnern, die auch Dritte ausnutzen können.

Wir haben gerade eine Diskussion, bei der es um die Problematik geht, daß IP-Adressen deutscher Nutzer im Ausland protokolliert werden könnten. Damit befassen sich Innenminister Friedrich und auch Verbraucherschutzministerin Aigner. Hier geht es um den vermeintlichen Schutz der Daten von Nutzern gegenüber Firmen. Ausländischen Firmen auch noch. Der böse Ami wieder, denn dort wird mit den Daten Schindluder getrieben, das wissen doch alle, während sich brave Deutsche an Recht und Gesetz halten.

Die weitreichenden Auswirkungen eines staatlichen Trojaners mitsamt Sicherheitslücken und der Möglichkeit, den Trojaner durch Zweckentfremdung von einem Überwachungs- zu einem Manipulationstool zu machen, führen jetzt dazu, daß wir eine neue Debatte in Deutschland bekommen müssen: wie sehr kann die Politik gegenüber der Informationstechnologie ignorant bleiben? Wie sehr kann man den Forderungen von Innenministerien und BKA noch Glauben schenken? Was sollen die Forderungen der Innenpolitiker eigentlich bewirken, außer der totalen Überwachung der Internetnutzer in der Hoffnung, damit Gefahren abzuwehren?

Der staatliche Trojaner kann nicht hingenommen werden. Ich bin gespannt auf die Debatte und die Erklärungsversuche der Innenpolitiker von CDU, CSU und SPD, warum ein staatlicher Trojaner wichtig ist. Es kann nicht sein, daß der Staat heimlich Software auf Rechnern installiert, die dann auch noch Sicherheitslücken enthält. Noch reden wir von Computern, die mit dem Internet verbunden sind, was passiert, wenn die staatlichen Trojaner auf Smartphones landen und dann gehijacked werden?

Je mehr wir die Informationstechnologie für uns persönlich nutzen, desto mehr müssen wir darauf achten, daß unsere Daten sicher sind. Das gilt auch und vor allem gegenüber dem Staat. Heimliche Spionageprogramme sind keine vertrauensbildene Maßnahme.

[ via CCC | Chaos Computer Club analysiert Staatstrojaner ]

Mein erstes digitale Speichermedium war die gute alte Kassette, natürlich in Verbindung mit der Datasette des Commodore 64. Das Zip-Drive war ein wahnsinniger Schritt, auf einmal gab es erschwinglich Massenspeicher zu kaufen, also 100 mb als Zip-Drive, das war wahnsinnig viel damals, als wir nix hatten. Mittlerweile schwöre ich auf die Kombination von Solid State Drive (SSD) und Cloud, sicherlich auch weil ich zu viele kaputte Festplatten in den letzten 10 Jahren hatte und einfach mehr darauf vertraue, daß die Cloud meine Daten zuverlässiger speichert als ich selber.

[ via The History of Digital Storage [INFOGRAPHIC] ]

Dieses und weitere Videos gibt es auf Bad Lip Reading zu sehen. Kann das mal jemand für deutschsprachige Videos machen?

Will man eigentlich ein Smartphone fürs Büro und ein Smartphone für die FReizeit nutzen? Die Consumerization of IT schreitet munter voran und mit ihr gibt es viele Herausforderungen, die zu lösen sind. Die Firma Enterproid geht einen interessanten Weg und bietet mit ihrer Software Divide eine Möglichkeit an, ein Smartphone mit Android in quasi zwei Teile zu teilen. Entweder man kann es privat nutzen, oder man schaltet um zur Businessnutzung – eine Vermischung der beiden Sphären soll so aufgehoben werden.

Ich kann mir derzeit nur schwer feststellen, etliche Male am Tag hin- und herzuschalten, aber die Idee finde ich dennoch sehr interessant. Zumal das Backend dann noch den Administratoren Kontrolle geben soll über die Devices der Mitarbeiter. Der Schritt hin zu Bring your own Device (BYOD) scheint mit Enterproid wieder etwas näher zu kommen. Derzeit ist die Software noch im Beta-Stadium. Zu den Investoren hinter Enterproid stehen Comcast Ventures, Google Ventures und Qualcomm Ventures, die insg. $11 Mio investiert haben.

[ via Enterproid grabs $11M to separate business and personal on Android | VentureBeat.