Es ist schon unglaublich. Da wollen wir die Griechen retten und die sträuben sich, wollen erst einmal das Volk befragen. Da muß doch mehr Dankbarkeit herrschen, wenn man Vorschriften macht, die stark in die Souveränität eines Landes eingreifen. Und überhaupt, wie kommt eigentlich der Premier auf die Idee, sich über eine Volksbefragung abzusichern? Es muß doch reichen, daß die Konservativen, die für ein Großteil der Krise verantwortlich sind, ihn nicht unterstützen, was will er denn noch? Diese ewig zaudernden Politiker haben doch erst zur Finanzkrise geführt, das muß doch allen klar sein.

Die Griechen können einfach nicht mit Geld umgehen, was auch die hohe Staatsverschuldung zeigt. In Deutschland liegt die Staatsverschuldung nur bei 80% des Bruttoinlandproduktes, daher sollten die Griechen jetzt schleunigst mal auf uns hören, anstatt in spätgriechischer Dekadenz leben zu wollen. Die Einschnitte sind doch vertretbar, wir würden doch auch jederzeit auf die Hälfte des Einkommens und jegliche persönliche Perspektive zum Wohle des Staates verzichten wollen.

Die Griechen sind einfach keine bedingslosen Europäer und wir sollten aufhören, Euros nach Athen zu tragen. Würden die uns jemals helfen? Wie denn, außer mit günstigen Übernachtungspreisen und kostenlosem Ouzo?

Nach den Erfolgen von Top 10 Adventskalender für Kinder und Adventskalender für Kinder 2010 präsentiere ich heute wieder eine sorgfältig zusammengestellte Rangliste der aktuellen Adventskalender für Kinder. Befragt wurden alle Kinder unseres Haushaltes, damit dürften die erhobenen Daten als repräsentativ gelten.

10. Topps TO90351 – Match Attax Adventskalender 2011

9. LEGO City 2824 – Adventskalender

8. Revell Adventskalender 01004 – Adventskalender Star Wars Revell

7. PLAYMOBIL® 4161 – Adventskalender Weihnachts-Postamt

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So, nun haben wir doch alle schön über die SPD Engenhahn gelacht. Ja, die Website ist Augenkrebs galore und von Web 2.0 so weit entfernt wie die schwarz-gelbe Koalition von gutem Regieren, aber mal Hand aufs Herz: wieviele Websites von Ortsvereinen von Parteien kennt ihr, die aktiv gepflegt sind, inhaltlich überzeugen und noch dazu ein wundervolles Design haben? Eben. Sicher, ich würde der SPD Engenhahn auch raten, mal eben Jimdo zu nutzen, oder ein Angebot der Websozis wahrzunehmen, oder wenigstens die Farben etwas runter zu drehen, aber darauf kommt es doch überhaupt nicht an. Hier ist jemand engagiert für seine Partei und für seinen Ort, macht in seiner Freizeit etwas und dafür sollte man erst einmal dankbar sein. Ja, und natürlich die Sonnenbrille aufsetzen, klar.

Aber mal im Ernst, und da ist es mir völlig egal, um welche Partei es sich handelt, hier wird etwas versucht und das finde ich schon mal wahnsinnig positiv. Ich bin erfreut über jeden, der sich ehrenamtlich engagiert, egal wie es mit den Webdesign-Skills aussieht.

Shark Pool

Ich kann es kaum abwarten, bis dieser Film in die Kinos kommt. Ich denke, das wird Euch ähnlich gehen. Der Trailer ist jedenfalls vielversprechend.

Irre. Man reibt verwundert seine Augen. Kaum ziehen in Berlin ein paar Piraten in das Landesparlament ein, fangen parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktionen an zu twittern und liefern sich Debatten in der FAZ. In diesen Debatten geht es erstaunlicherweise um das Internet. Man vermag es kaum zu glauben.

Noch verheddern sich die Politiker in Erklärungsversuchen über Cyberspace, virtueller Realität und Parallelwelten – noch dazu werde ich das Gefühl nicht los, daß permanent nach Begründungen gesucht wird, warum man sich jetzt dann doch mit diesem Internetz auseinandersetzen will. Da fragt man sich dann schon, was sich plötzlich verändert hat, was nicht schon vor 5 Jahren galt, abgesehen jetzt mal von einigen Piraten in Berlin.

Herzlich Willkommen in der Diskussion, liebes politisches Berlin, ich bin mir nicht immer so sicher, ob wir auf Euch alle gewartet haben. Man schwankt bei den derzeitigen Debattenbeiträgen zwischen „geht sterben!“ und „na endlich! warum nicht gleich so?“ – und das geht wohlgemerkt quer durch alle Parteien und Altersstrukturen. Ich frage mich dann allerdings auch, wo die Leute, die sich jetzt anfangen in Debatten um das Internet einzumischen, in den letzten Jahren waren. Auf dem Mond? In der tiefsten Provinz? Unter einem Stein? Was hat dazu geführt, daß das politische Berlin das Internet bislang nur als Tool, nicht aber als eine massive Disruptionen auslösende Entwicklung angesehen hat, die weitreichende Auswirkung auf unsere Gesellschaft und unsere Arbeitswelt haben wird? Gab es die Hoffnung, durch einfaches Negieren das Internet wieder zum Weggehen zu motivieren? Die Hoffnung hatten bereits einige Branchen und sie mussten schmerzhaft erfahren, daß das Internet bleiben wird.

Liebe Politiker, ihr habt eine ordentliche Aufholjagd vor Euch, wollt ihr doch auch in der Lage sein, Debatten auf Augenhöhe zu führen. Die Realität des Internet ist anders als ihr denkt, aber das werdet ihr auch noch rausbekommen. Die Frage ist doch letztendlich: wird die Politik in der Lage sein, gestalterisch mit dem Internet umzugehen? Wird es künftig Verständnis geben, das über das Bedienen eines Twitter-Clients hinaus geht? Die Politik hat ein wahnwitziges Optimierungspotential bei allen Themen, die irgendetwas mit Technologie und Internet zu tun haben. Mangelndes Verständnis ist noch ein stark geheuchelter Ausdruck für den aktuellen Zustand der Politik.

Ich empfehle die Lektüre von Büchern wie Program or Be Programmed: Ten Commands for a Digital Age, In the Beginning…was the Command Line, The Hacker Ethic und Where Wizards Stay Up Late: The Origins Of The Internet – aber das ist nur der Anfang.

Ich freue mich auch schon auf den Zeitpunkt, an dem das politische Berlin entdeckt, daß die Mobile Revolution noch einmal anständig alles durcheinanderwirbeln wird und alles, was wir bislang als das Internet angesehen haben, uns dann wie ein Kindergeburtstag vorkommen dürfte. Das einzig Beständige am Internet ist der permanente Wandel in einer absurden Geschwindigkeit.

Am 29. November dürfen wir den aktuellen Stand der Debatte beim Netzpolitischen Austausch in Berlin bestaunen. Auf den Erkenntnisgewinn bin ich jetzt schon gespannt. Ich tippe auf „das Internet geht nicht mehr weg!“, dicht gefolgt von „huch, auf Twitter reden die gerade irgendwas über uns“ und „das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein!“, es kann aber auch sein, daß durchaus realisiert wird, daß das Internet ein Thema ist, das quer durch alle Bereiche uns alle angeht. Ach nee, das wäre zu einfach.