herrlich.

Meine monatlichen Kosten für die Nutzung von Amazon S3 belaufen sich auf einige Cent. Aber neben meinen paar Megabyte scheint es auch noch einige weitere Kunden zu geben, die das Angebot von Amazon nutzen.

Our customers continue to make very heavy use of Amazon S3. We now process up to 370,000 S3 requests per second.

Many of these are PUT requests, representing new data that is flowing in to S3. As of the end of the third quarter of 2011, there are 566 billion (566,000,000,000) objects in S3.

Das sind beeindruckende Zahlen, vor allem wenn man sich mal überlegt, was für ein limitierender Faktor Storage einmal war, also bevor die Cloud als Option aufkam. In noch nicht einmal einem Jahr hat sich die Anzahl der Objekte bei Amazon S3 mal eben verdoppelt, das zeigt, wie stark die Nachfrage nach Cloud-basierter Storage wächst.

[ via Amazon Web Services Blog: Amazon S3 - 566 Billion Objects, 370,000 Requests/Second, and Hiring! ]

LEGO Cuusoo ist ein Projekt von LEGO, das bereits seit 2008 besteht und eigentlich für den japanischen Markt gedacht war. Die Grundidee ist sehr einfach: Nutzer stellen ihre eigenen LEGO Kreationen einem großen Publikum vor und wenn 10.000 Votes abgegeben wurden, dann prüft LEGO, ob daraus ein LEGO Produkt werden kann. Wenn dies der Fall ist, profitiert der Nutzer mit 1% Umsatzbeteiligung, aber vor allem mit einem gestiegenen sozialen Status. Wer gerne eigene Ideen mit LEGO umsetzt, der träumt sicherlich auch davon, daß irgendwann die eigene Idee als Produkt von LEGO in einer Box erhältlich ist. Leider ist das Finden von Ideen auf der Plattform etwas umständlich gelöst, aber dennoch ist LEGO Cuusoo ein recht pfiffiges Konzept. Sobald Nutzer eine Produktidee unterstützen, werden sie gleich gefragt, was das Produkt kosten sollte und wieviele Stückzahlen man davon erwerben würde. LEGO bekommt so über Crowdsourcing nicht nur neue Produktideen zugespielt, die von mindestens 10.000 Nutzern für gut befunden werden, sondern es gibt auch noch etwas Marktforschung dazu.

LEGO De Lorean

LEGO Cuusoo ist eigentlich so etwas wie die naheliegendste aller Crowdsourcing-Plattformen, weil die Tools schon so lange vorhanden sind, und zwar in vielen Kinderzimmern auf der Welt. Noch dazu gibt es eine sehr aktive LEGO Community und für viele wäre das “eigene” LEGO Set sicherlich so eine Art Ritterschlag aus Billund.

iPhone 4SDas iPhone 5 wurde heute nicht den wartenden Massen an den Livetickern rund um den Globus präsentiert, stattdessen gab es neben iOS 5, Siri, dem iPod nano das iPhone 4S zu sehen. Das iPhone 4S soll ab dem 14. Oktober erhältlich sein.

Mit dem iPhone 4S erreicht Apple etwas sehr wichtiges: es verbreitert die Nutzerbasis massiv. Das iPhone 3 GS wird nun zum günstigsten Einsteiger-iPhone, das jedenfalls in den USA kostenlos beim Abschluß einen Mobilfunkvertrags erhältlich sein wird. Das iPhone 4 ist das iPhone für die normale Nutzung und das iPhone 4S ist für alle diejenigen, die die allerneuesten Features benötigen (ich! hier!).

Man sollte nicht vergessen, daß Android massiv Marktanteile im schnell-wachsenden Smartphone-Markt gewinnt, gerade weil es unterschiedliche Modelle mit eine entsprechenden Spannbreite beim Preis gibt. Das iPhone war bislang einfach für viele Käuferschichten schlicht zu teuer, es war quasi der unerreichbare Goldstandard. Anstatt eines iPhones wurde dann eben zum Android-Gerät gegriffen, denn es kann ähnliches und ist unter Umständen deutlich günstiger. Mit der Einführung des iPhone 4S gibt es jetzt drei Modelle, die entweder über den Preis oder über die Specs punkten können. Für das Ökosystem Apple ist es wichtig, daß auch in andere Preisbereiche vorgedrungen werden kann, damit noch mehr Nutzer aus Sicht von Apple vom Lock-in des Ökosystems profitieren.

Das war eine ganz große Produktvorstellung heute, auch weil jetzt alle munter weiterspekulieren können, was das iPhone 5 denn alles bieten wird und wann dies der Fall sein kann. Anstelle eines vermeintlich grandioseren neuen iPhone 5 gibt es ein nüchternes, sinnvolles Update auf das iPhone 4S – das macht sehr viel Sinn und wird für eine Stabilisierung der Marktanteile sorgen. Erst einmal gibt die Apple-Aktie nach, aber das passiert eben, wenn alle ein iPhone 5 erwarten und sofort ihrer Enttäuschung freien Lauf lassen müssen, ohne vorher über die Implikationen eines iPhone 4S nachzudenken.

Die Endphase von Helmut Kohl war verbunden mit einer Totalaufgabe der Politik, es wurde einfach nicht mehr regiert, es wurde nur noch ausgesessen. Die damalige schwarz-gelbe Koalition war am Ende, das wußten alle, aber es mußte noch bis zur Wahl gewartet werden.

Kanzlerin Merkel befindet sich in einer ähnlichen Position. Sie weiß, daß sie mit der Trümmer-Koaltion aus CDU/CSU und FDP nichts mehr bewegen können wird. Die Koalition hatte von Beginn an keinen klaren Plan, was sie eigentlich wollte und das rächt sich jetzt. Jede der drei Parteien verfolgt eine eigene Agenda. Die CDU will die Kanzlerschaft behalten, die FDP will überleben und die CSU sorgt sich um die nächste Landtagswahl in Bayern. Bei der Abstimmung letzte Woche über den Euro-Rettungsfonds ESFS hat sich ganz genau gezeigt, wie wenig die Koalition noch an einem Strang ziehen kann. Wer eine große, programmatische Rede der Kanzlerin erwartete hatte, in der sie endlich einmal die Leitlinien ihrer Politik erläutert, wurde enttäuscht. Die schwarz-gelbe Koalition versinkt in Kakophonie und die Kanzlerin hat Zeit für Buchvorstellungen, aber ist nicht in der Lage, ihre eigenen Truppen durch eine große Rede zu mobilisieren.

Die Nerven liegen blank, das hat ihr Kanzleramtsminister Pofalla durch seinen Ausspruch “Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen!” gegenüber Wolfgang Bosbach deutlich gemacht. Zwar gebe ich ihm grundsätzlich recht, daß die Dauerpräsenz von Bosbach in den Medien schwer eträglich ist, aber unter Parteifreunden sollte der Umgang anders sein. Es ist nicht das erste Mal, daß es innerhalb der Koalition Ausraster gibt und dabei habe ich immer gedachtet, der Begriff “bürgerlich” habe auch etwas mit Umgangsformen zu tun. Aber weit gefehlt.

Die schwarz-gelbe Koalition wird sich bis 2013 nichts schenken, der Koalitionsvertrag wird kaum von Interesse sein und es wird nur noch darum gehen, beim späten Reagieren bei den großen Themen noch halbwegs das Gesicht zu wahren. Das sind doch mal interessante Aussichten für Deutschland. Der Anspruch, nach der Wahl einfach nur die Regierung stellen zu wollen, reicht nicht aus. Da haben sich CDU/CSU und die FDP massiv verschätzt, schon nach zwei Jahren ist die Regierung am Ende.