iPhone 4SDas iPhone 5 wurde heute nicht den wartenden Massen an den Livetickern rund um den Globus präsentiert, stattdessen gab es neben iOS 5, Siri, dem iPod nano das iPhone 4S zu sehen. Das iPhone 4S soll ab dem 14. Oktober erhältlich sein.

Mit dem iPhone 4S erreicht Apple etwas sehr wichtiges: es verbreitert die Nutzerbasis massiv. Das iPhone 3 GS wird nun zum günstigsten Einsteiger-iPhone, das jedenfalls in den USA kostenlos beim Abschluß einen Mobilfunkvertrags erhältlich sein wird. Das iPhone 4 ist das iPhone für die normale Nutzung und das iPhone 4S ist für alle diejenigen, die die allerneuesten Features benötigen (ich! hier!).

Man sollte nicht vergessen, daß Android massiv Marktanteile im schnell-wachsenden Smartphone-Markt gewinnt, gerade weil es unterschiedliche Modelle mit eine entsprechenden Spannbreite beim Preis gibt. Das iPhone war bislang einfach für viele Käuferschichten schlicht zu teuer, es war quasi der unerreichbare Goldstandard. Anstatt eines iPhones wurde dann eben zum Android-Gerät gegriffen, denn es kann ähnliches und ist unter Umständen deutlich günstiger. Mit der Einführung des iPhone 4S gibt es jetzt drei Modelle, die entweder über den Preis oder über die Specs punkten können. Für das Ökosystem Apple ist es wichtig, daß auch in andere Preisbereiche vorgedrungen werden kann, damit noch mehr Nutzer aus Sicht von Apple vom Lock-in des Ökosystems profitieren.

Das war eine ganz große Produktvorstellung heute, auch weil jetzt alle munter weiterspekulieren können, was das iPhone 5 denn alles bieten wird und wann dies der Fall sein kann. Anstelle eines vermeintlich grandioseren neuen iPhone 5 gibt es ein nüchternes, sinnvolles Update auf das iPhone 4S – das macht sehr viel Sinn und wird für eine Stabilisierung der Marktanteile sorgen. Erst einmal gibt die Apple-Aktie nach, aber das passiert eben, wenn alle ein iPhone 5 erwarten und sofort ihrer Enttäuschung freien Lauf lassen müssen, ohne vorher über die Implikationen eines iPhone 4S nachzudenken.

Die Endphase von Helmut Kohl war verbunden mit einer Totalaufgabe der Politik, es wurde einfach nicht mehr regiert, es wurde nur noch ausgesessen. Die damalige schwarz-gelbe Koalition war am Ende, das wußten alle, aber es mußte noch bis zur Wahl gewartet werden.

Kanzlerin Merkel befindet sich in einer ähnlichen Position. Sie weiß, daß sie mit der Trümmer-Koaltion aus CDU/CSU und FDP nichts mehr bewegen können wird. Die Koalition hatte von Beginn an keinen klaren Plan, was sie eigentlich wollte und das rächt sich jetzt. Jede der drei Parteien verfolgt eine eigene Agenda. Die CDU will die Kanzlerschaft behalten, die FDP will überleben und die CSU sorgt sich um die nächste Landtagswahl in Bayern. Bei der Abstimmung letzte Woche über den Euro-Rettungsfonds ESFS hat sich ganz genau gezeigt, wie wenig die Koalition noch an einem Strang ziehen kann. Wer eine große, programmatische Rede der Kanzlerin erwartete hatte, in der sie endlich einmal die Leitlinien ihrer Politik erläutert, wurde enttäuscht. Die schwarz-gelbe Koalition versinkt in Kakophonie und die Kanzlerin hat Zeit für Buchvorstellungen, aber ist nicht in der Lage, ihre eigenen Truppen durch eine große Rede zu mobilisieren.

Die Nerven liegen blank, das hat ihr Kanzleramtsminister Pofalla durch seinen Ausspruch “Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen!” gegenüber Wolfgang Bosbach deutlich gemacht. Zwar gebe ich ihm grundsätzlich recht, daß die Dauerpräsenz von Bosbach in den Medien schwer eträglich ist, aber unter Parteifreunden sollte der Umgang anders sein. Es ist nicht das erste Mal, daß es innerhalb der Koalition Ausraster gibt und dabei habe ich immer gedachtet, der Begriff “bürgerlich” habe auch etwas mit Umgangsformen zu tun. Aber weit gefehlt.

Die schwarz-gelbe Koalition wird sich bis 2013 nichts schenken, der Koalitionsvertrag wird kaum von Interesse sein und es wird nur noch darum gehen, beim späten Reagieren bei den großen Themen noch halbwegs das Gesicht zu wahren. Das sind doch mal interessante Aussichten für Deutschland. Der Anspruch, nach der Wahl einfach nur die Regierung stellen zu wollen, reicht nicht aus. Da haben sich CDU/CSU und die FDP massiv verschätzt, schon nach zwei Jahren ist die Regierung am Ende.

Jeder Dritte öffnet eine Tür falsch, jedenfalls scheint dies ein drängendes Problem in den späten 70ern gewesen zu sein. Ein finnischer Filmbeitrag erklärt im Detail, wie man eine Tür öffnet und zeigt sogar auch, wie man dann durch die offene Tür hindurchgeht. Atemberaubend. Ich glaube, dieses Video wird die Welt verändern.

[ via Kosmars Google+ ]

Infografik über Infografiken

Eine nette Idee von Alberto Antoniazzi.

[ via Infographic Of The Day: The Biggest Cliches Of Web Infographics | Fast Company ]

Lass es wackeln, Baby!

Nico —  1.10.2011 — 1 Comment

Wackelpudding, gerne auch Götterspeise genannt, ist in den USA vor allem unter der Marke Jell-O bekannt. Insbesondere in Iowa ist Jell-O sehr beliebt, so gab es auch dieses Jahr wieder beim Iowa State Fair Auszeichnungen für besonders schöne Wackelpudding-Kreationen. Kraft hat jetzt zusammen mit der Agentur Crispin, Porter + Bogowski die Jiggle-It App entwickelt, die Wackelpudding zur Musik tanzen lässt. Wenn schon Wackelpudding und Jell-O-Shots beliebt sind, dann kann man auch mal eine App dafür auf den Markt werfen, die angeblich schon über 10.000 Downloads zu verzeichnen hat.

[ via Jell-O "Jiggle-It" App Makes Your Dessert Dance [VIDEO] ]