Die Astronauten an Bord Apollo 11 durften nach der Landung erst einmal eine Zollerklärung ausfüllen. Demnach sind Neil Armstrong, Buzz Aldrin und Michael Collins vom Mond kommend in Honolulu, Hawaii gelandet und hatten Mondsteine und Mondstaub dabei. Zollfreien Einkauf gab es auf der Strecke nicht.

[ via Back from the Moon, Apollo Astronauts Had to Go Through Customs | Space.com ]

Die Debatten der letzten Wochen und Monaten über Cookies, die Facebook Timeline, die Cloud und auch über den Staatstrojaner haben meiner Meinung nach eine große Gemeinsamkeit. Es geht eigentlich immer um das Individuum und den Schutz seiner Persönlichkeitsrechte, auch wenn die Debatten oftmals sehr diffus verlaufen.

Wir reden bislang immer von persönlichen Daten. Das klingt sehr nach Formularwesen, nach Einwohnermeldeamt, nach EDV und IKT, kurzum, es klingt irgendwie technokratisch abstrakt.

Vielen Leuten ist nach der Enthüllung des Staatstrojaners erst so richtig klar geworden, daß Computer in vielen Formen existieren sowie private und dienstliche Nutzung sich vermengen. Die Abgrenzungen fallen daher zunehmend schwerer. Ein Smartphone ist weit mehr als nur ein Mobiltelefon, ein Laptop weit mehr als nur ein Dateneingabegerät und ein Tablet weit mehr als nur ein Entertainment-Device. Wir, die Nutzer, können immer mehr machen mit diesen Geräten, viele Dinge werden immer einfacher nutzbar und bisher nur schwer Mögliches wird ganz einfach.

Photos, Notizen, Banking, Unterlagen, Tagebuch, Filme, Musik, Rezepte, Kontakte, Lexikon, Bibliothek, Inspiration – das sind unsere Daten. Das können sehr persönliche Daten sein, dazwischen können sich Firmendaten wiederfinden, die Daten können im lokalen Speicher verfügbar sein, oder auch in der Cloud irgendwo auf der Welt verteilt sein. Natürlich sind diese Daten irgendwie auch nur Daten, wenn man es technisch betrachtet. Aber emotional ist das, was der Einzelne auf seinen Geräten an Daten hat mehr als nur eine Sammlung von Nullen und Einsen, das ist mehr und mehr ein wichtiger Teil des Lebens.

Diesen Teil des Lebens gilt es zu schützen. So wie die Wohnung schützenswert ist und man auch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit genießt.

Wir müssen definieren, daß die persönlichen Daten den Nutzern gehören und den Unternehmen nur ein Nutzungsrecht eingeräumt wird, was jederzeit widerrufen werden kann. Wir müssen Unternehmen zu Transparenz verpflichten, damit diese jedem Nutzer die derzeit verfügbaren Daten offenlegen und der Nutzer diese gegebenfalls editieren oder löschen kann. Wir müssen auch definieren, wie der Rahmen aussieht, in dem sich der Staat künftig bewegen darf, wenn es um die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen geht. Eine Stärkung der Rechte des Einzelnen und eine gesetzlicher Rahmen, der Unternehmen verpflichtet, diese Rechte anzuerkennen, sorgt für die Schaffung einer neuen Vertrauensbasis. Der Nutzer behält seine Daten, vertraut sich lediglich Dritten an und Unternehmen müssen diese Daten pfleglich behandeln, wollen sie das Vertrauen nicht verspielen.

Das Web 2.0 hat dafür gesorgt, daß die Nutzer mehr Kontrolle darüber bekommen haben, was sie im Web machen können. Jetzt muß derselbe Schritt auch für die persönlichen Daten des Nutzers geschehen. Es geht weniger um Datenschutz, sondern über Kontrolle und Zugriff auf die eigenen Daten.

Wir benötigen eine europäische Carta der Persönlichkeitsrechte in der digitalen Gesellschaft, um das Individuum vor dem Staat und vor Unternehmen zu schützen. Der Nutzer muß in den Mittelpunkt gerückt und befähigt werden, selber mündig über seine Daten zu entscheiden.

littleBits sind lauter kleine elektronische Komponenten, die farblich unterschiedlich codiert sind und damit unterschiedliche Dinge ermöglichen. Die einzelnen kleinen Komponenten werden über Magneten miteinander verbunden, was auch verhindert, daß man als unbedarfter Nutzer irgendetwas falsch macht.

littleBits

Ich finde die Idee großartig, aber der Preis von $129 für das Starterset ist dann doch etwas zu hoch, auch wenn littleBits bestimmt viel Spielspaß bringt. Ich habe früher unheimlich gerne mit Batterie, Kabel, Schalter und Glühbirnchen rumgespielt, aber littleBits wirkt, als ob es weit mehr Potential hat.

[ via littleBits, Simple Snap Together Circuit Boards ]

Ich glaube, ich habe auf diesem Blog schon einmal anklingen lassen, daß ich den LEGO Volkwagen T1 Campingbus total super finde. Nicht nur, weil der VW Bulli einfach eine Auto-Ikone ist, sondern auch weil der Bausatz mit extrem viel Liebe zum Detail entwickelt wurde. In dem Video wird einmal im Schnelldurchgang gezeigt, wie man den LEGO Bulli zusammenbaut und wie das fertige Modell dann aussieht. An den Vorhängen kann ich mich gar nicht satt sehen, so cool finde ich das.

Meine Frau sagt gerne, daß meine Ernährungsgewohnheiten noch Verbesserungspotential hatten, als wir uns kennenlernten. Ich war Student, hatte kein Geld und auch kein Interesse am Kochen. Das hat sich mittlerweile etwas verändert, jedenfalls koche ich gerne und bin auch kein Student mehr. Aber trotzdem bringt das Kochen immer noch einiges an Nervpotential mit sich, vor allem wenn es darum geht, das Abendessen für die Familie zu zaubern. Ich bin da quasi hin- und hergerissen zwischen Kinder, Küche und Karriere – da ist es nicht leicht, jeden Abend wieder ein gesundes, wohlschmeckendes Essen auf den Tisch zu stellen, das hungrige Mäuler begeistert.

Bereits vor einiger Zeit bin ich über KommtEssen gestolpert und dachte mir, daß ich das eigentlich mal austesten müsste. Das haben wir jetzt getan, denn Lisa Rentrop von KommtEssen hat mich gefragt, ob wir nicht einfach mal KommtEssen testen wollen. KommtEssen liefert alle Zutaten für das Abendessen einer Familie mit Kindern, man muß sich nur entscheiden, wieviele Mahlzeiten in der großen KommtEssen-Tüte sein sollen. Wir haben uns für Mahl4 entschieden und dementsprechend die Zutaten für vier Mahlzeiten inklusive Rezepte bekommen. KommtEssen garantiert eine ununterbrochene Kühlkette und das Gemüse sah auch wirklich frisch aus, aber da wir nie abgepacktes Fleisch kaufen, waren wir vom abgepackten Fleisch dementsprechend wenig begeistert, wohlwissend, daß es eben nicht anders geht. Die 4 Rezepte konnte man auch ohne große Kochkünste innerhalb einer angemessenen Zeit, also so ca. 30 – 45 Minuten kochen.

Wie es geschmeckt hat? Nun ja, ich fand es toll, die eher weniger experimentierfreudigen Familienmitglieder waren nicht so überzeugt. Dabei war keines der Rezepte extravagent, sondern eben nur etwas anders als das, was wir sonst kochen. Es passiert mir alledings auch so häufiger, daß ich etwas koche und skeptische Blicke ernte. Mir ist aufgefallen, daß ich mich erst darauf gefreut hatte, daß ich mir keine Gedanken über das Abendessen machen muß, mir dann aber vier vorgeplante Mahlzeiten doch eher zu viel des Guten war, drei Mahlzeiten hätten mir gereicht. Dennoch finde ich, daß KommtEssen für berufstätige Eltern eine wirkliche Erleichterung darstellt. Ich weiß nämlich gerade schon wieder nicht, was wir heute abend essen wollen.

Ich habe Lisa Rentrop mal ein paar Fragen zu KommtEssen gestellt:

Wie bist Du auf die Idee gekommen, KommtEssen in Deutschland zu starten?
Freunde von mir haben diese Branche in Schweden gestartet (Middagsfrid – direktübersetzt “Abendessenfrieden”). Ich habe aus der Ferne bewundert, was die alles auf die Beine gestellt haben, und mir leise gewünscht, daß es diese Service auch hier gäbe – für mich als berufstätige Mutter. Eines Tages hatte ich dann die Frage in meiner Facebook-Inbox: “wie fände ich es, das Konzept nach Deutschland zu bringen zusammen mit Middagsfrid?”. Sehr sehr spannend fand ich die Idee, so spannend das ich nicht nein sagen konnte, sondern mein festen Job als Projektleiterin gekündigt habe, um es zu probieren. Das war anfang 2010. Jetzt erreichen wir ca 10 Millionen Deutsche mit unseren Liefergebieten (Hamburg, Berlin, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Lübeck, Main, Wiesbaden, Leverkusen… etc)

Wo kommen die Rezepte her?
Ich gehe von schwedischen Wochenplänen aus, und tausche Rezepte nach Bedarf. Wir kriegen hier keinen Elch oder Reintier, diese Rezepte werden überarbeitet. In Deutschland achten wir auf die Spargelzeit, Grünkohlzeit und sonstige Saisons. Wir nehmen regionale deutsche Rezepte, von Omas, verstärken diese fast immer mit Gemüse, um unseren Ansprüchen gerecht zu werden und kochen probe, bevor es in die Tüte wandern darf.

Im Allgemein sind die Rezepte international: Mediterrane Küche mit viel Zitrus, Olivenöl und frischen Kräutern, Französisches, Asiatische/Indische/Südamerikanische Geschmacksrichtungen, hier und da ein schwedisches Lachsrezept, und wie gesagt die deutschen Spezialitäten.

Welches Rezept wird von Euren Kunden am Häufigsten angefragt?
Wir stellen die Tüte jede Woche neu zusammen. Nur die allerbesten Rezepte dürfen noch einmal im Jahr in der Tüte rein. Wir fragen unseren Kunden jede Woche, wie es geschmeckt hat, und ob es einfach war zuzubereiten (per Surveymonkey). Unter den Lieblingsgerichten findet man frischen Fisch in wunderbarer Kokossauce, unsere Pilzcannelloni mit frischen Lasagneplatten, Schweinefilet in Speckmantel mit geröstetem Blumenkohl, Hähnchenwraps mit knackigem Salat u.a.

Lisa, vielen Dank für den Test von KommtEssen und für die Beantwortung meiner Fragen.

Stevan Paul hat bereits vor einem halben Jahr über KommtEssen geschrieben und auch ein paar aussagekräftigere Sätze zu den Rezepten gefunden.