16625v3-max-150x150Das sind ja mal wieder interessante Nachrichten, denn Ping.fm Secures Angel Funding From Joi Ito And Reid Hoffman und damit sind zwei der üblichen Verdächtigen des Silicon Valley jetzt bei Ping.fm investiert. Natürlich freue ich mich für die Gründer, aber Zweifel bleiben, ob Ping.fm wirklich so nützlich ist.

Was macht Ping.fm? Genau:

Ping.fm is a simple service that makes updating your social networks a snap.

Mit einem Click kann man seine Updates in über 30 verschiedene Plattformen pusten.

Ich schreibe alle meine Status-Updates mit Twitter und diese fließen dann in Facebook, Friendfeed und Plaxo ein. Damit sind meine Status-Updates bei mindestens drei Diensten nahezu ohne Kontext. Ist das gut? Sollte man dies auf über 30 Plattformen ausdehnen? Geht das nicht völlig konträr zu der Idee des Personal Micro-Publishing? Irgendwie erinnert das eher an Fire-and-Forget als an das gezielte Aussenden von Informationen für einen ausgewählten Nutzerkreis. Kann man so überhaupt noch einen Überblick haben, mit wem man wie welche Informationen teilt? Wird dadurch nicht alles total belanglos werden?

That’s Life!

Nico —  21.12.2008 — 12 Comments

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Weihnachten vor 19 Jahren habe ich in Iowa verbracht und Teil der Weihnachtsvorbereitungen war die Anschaffung einer Flasche Whiskey für Granddad. Diese Flasche war nicht so die typische 750 ml Flasche, sondern ein Jug Whiskey mit Griff und sicherlich 3 l Fassungsvermögen. Das überraschte mich, kannte ich bis dahin Whiskey eher so als Getränk aus Filmen, nicht aber als etwas, was man zuhause trank.

Über die Weihnachtstage gab es dann eine oft wiederkehrende Szene. Granddad, damals Mitte 70, aufgewachsen auf einer Ranch in Montana, Fan von Western-Filmen mit John Wayne und ehemaliger Marketing-Verantwortlicher bei EastmanKodak, nahm sich eine Handvoll Eiswürfel, packte sie in sein Glas, goß Whiskey darüber, nahm das Glas, roch daran, nahm einen Schluck, strahlte und sagte im herrlich breiten amerikanischen Akzent “That’s Life!”, wobei das “a” ziemlich gedehnt war, um noch mehr zu betonen, wie sehr ihm dieser Moment behagte.
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Paah, reißerische Headlines kann ich auch. Schließlich meinte Martin Weigert neulich schreiben zu müssen: Die Ära der Facebook-Applikationen ist vorbei und fasst dies so zusammen:

Im Sommer 2007 waren Facebook-Applikationen der Hit. Die Öffnung des Social Networks für externe Anwendungen galt als absolutes Novum und trug erheblich zum rasanten Wachstum des Dienstes bei. Anderthalb Jahre später haben Apps ihren Reiz und die Entwicklerplattform ihren Status als Facebooks Hoffnungsträger verloren.

Das ist ehrlich gesagt glatter Unfug. Die Applikationen, sei es auf Facebook, MySpace, dem iPhone, bei Google oder sonstwo, fangen gerade erst an, in das Bewußtsein der Nutzer vorzudringen. Und ich rede hier nicht von Vampiren, Schneebällen oder sonstigem Krams, sondern von wirklichen Anwendungen, die in den Social Graph der User greifen und dadurch nicht nur anders funktionieren als bekannte Anwendungen, sondern eben auch für die User viel nützlicher sind. Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, daß niemand auch nur im Ansatz alle Applikationen nutzt, die es für Windows, OS X oder Linux gibt, das wird auch immer fröhlich so bleiben, kann man auch mit neumodischen Begriffen wie LongTail und so erklären.

Für einen Paradigmen-Wechsel, den die Facebook-Plattform eingeleitet hat, sind ehrlich gesagt 1 1/2 Jahre keine lange Zeit, wir sind mitten drin und die Plattform, ihre Anwendungen und die Nutzung verändert sich stetig. Das Problem vieler Entwickler von Facebook-Apps war allerdings, dass hier die Hoffnung auf die schnelle Monetarisierung der massiv auftretenden PageImpressions durch Werbung gelegt wurde, was aufgrund der bescheidenen TKP und der geringstmöglichen Responserate bei den den meisten Ads ziemlich schnell zunichte gemacht wurde. Man sollte die Apps also nicht als massiven Inventarlieferanten sehen, sondern entweder als eine Verzahnung einer bestehenden Website mit Facebook und damit dem dortigen Social Graph, oder als eine alleinstehende Anwendung, die den Usern einen Mehrwert bietet, der sich i.d.R. ebenfalls über den Social Graph erschließt. Hierbei kann es um Werbe-finanzierte Angebote im Sinne eines Sponsoring gehen, oder eben um die Variante einer bestehenden Anwendung im Kontext von Facebook.

Ich glaube nicht, dass die Ära der Facebook-Apps vorbei ist, ich sehe eher, dass die Sturm-und-Drang Phase vorbei ist und nun das Thema Application-Platform auf einem breiteren Sockel steht und die zweite Welle der Anwendungen jetzt kommen werden, wie beispielsweise Salesforce für Google Apps. Dienste wie Facebook Connect und Google Friend Connect unterstützen die Plattformen künftig und sind komplemtär zu den Application-Platforms zu sehen. Ich glaube allerdings auch nicht, dass Netzwertig.com jetzt total am Ende ist, die bekommen sicherlich ab und zu auch noch mal einen guten Artikel hin.

Irgendwie klappt die Übersetzung von social zu sozial nicht so richtig, aber was so kommt wenigstens eine interessante Headline zustande. Guckt man sich mal die aktuelle Studie The Use of the Internet by America’s Largest Newspapers an, bzw. zitiert hemmungslos aus deren Zusammenfassung, dann bietet sich ein interessantes Bild:

- Newspapers are experimenting with user generated content. The study found that 58 percent of newspapers allowed for user generated photos, while 18 percent accepted video and 15 percent articles. Overall, 58 percent of newspapers offered some form of user generated content in 2008 compared to 24 percent in 2007.
– Research shows that the number of newspaper websites allowing users to comment on articles has more than doubled in the last year. Seventy five percent of newspapers now accept article comments in some form, compared to 33 percent in 2007.
– Ten percent of newspapers had social networking tools, such as user profiles and the ability to “friend” other users, built into their sites in 2008. This compares to five percent of sites that included this feature in 2007. It is surprising that this number isn’t higher.
– Seventy six percent of newspapers offered a Most Popular view of content in some form (Most Emailed, Most Blogged, Most Commented, etc.). This compares to 51 percent in 2007 and 33 percent in 2006.
– Integration with external social bookmarking sites like Digg and del.icio.us has increased dramatically the last few years. Ninety-two percent of newspapers now include this option compared to only seven percent in 2006.
– Every newspaper the study examined featured some sort of online advertising. Indeed, 100% of newspapers provided some form of contextual advertising, such as Google Adwords. Forty-three percent of newspaper websites used interstitial advertising.

Wie sähe das für Deutschland aus? Meine Vermutung ist, dass die paar großen überregionalen Zeitungen dies auch alles umgesetzt haben, aber die regionalen bzw. lokalen Zeitung in aller Regel dies nicht für nötig erachtet haben. Ich finde allerdings den Hinweis, dass “nur” 10% der Zeitungen Social Network Tools eingebaut hätten, eher seltsam, denn ich glaube nicht, dass eigene Communities für Zeitungen sinnvoll wären, sondern dass es eher darauf ankommt, dass die User interessante Artikel mit ihren Freunden teilen und diskutieren, will man dauerhaft Traffic aufbauen bzw. binden.

[ via: PaidContent: Newspapers Suddenly Adapt To Socal Media; Nearly 60 Percent Offer User-Gen Content ]

In diesen total besinnlichen Momenten vor dem großen Fest gilt es auch einmal inne zu halten und im Web irgendwelche Geschenke zu kaufen, schließlich will man nicht in der Innenstadt pausenlos von irgendwelchen Kleingruppen aus dem Umland beim Shoppen umgerempelt werden.

Daher hier ein paar total gute Weihnachtstipps von mir:

cangra_zoom1. Naschereien-Kran – damit man nicht einfach nur hemmungslos nascht. Für mich wäre das nichts, dazu bin ich zu ungeduldig. Aber ich stelle mir das sehr lustig vor, wenn man sich die Süssigkeiten erst verdienen muss, indem man sie sich angelt und dann zusätzlich zum Zuckermangel noch die Gereiztheit kommt, wenn aufgrund der zittrigen Hände die Schokoriegel immer wieder runterfallen.

verwandt.de2. Ein Verwandt.de Staumbaum als Poster – falls sich Oma nicht mehr wirklich an alle derzeitigen Nachfahren erinnern kann und die Enkel ständig irgendwelche Fragen zu damals stellen, wer mit wem wieso welche Kinder hatte und warum.

41th7v7gk9l_sl110_3. Das Buch Unser HSV, weil es einfach keinen besseren Verein gibt. Das Buch ist gut gefüllt und ca. 20kg schwer, hat für jede Saison seitenweise Statistiken, Interviews und Bilder; sollte also dafür sorgen, dass der Fußball-fanatische Anhang für ein paar Momente beschäftigt ist.

abt_logo_2012084. Ein T-Shirt von A Better Tomorrow – denn der Frühling kommt bestimmt und dafür braucht man coole T-Shirts. Noch dazu gibt es bei ABT ständig neue Design-Contests mit Designern, die noch jung und unverbraucht sind und das Geld brauchen.

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