Irgendwie klappt die Übersetzung von social zu sozial nicht so richtig, aber was so kommt wenigstens eine interessante Headline zustande. Guckt man sich mal die aktuelle Studie The Use of the Internet by America’s Largest Newspapers an, bzw. zitiert hemmungslos aus deren Zusammenfassung, dann bietet sich ein interessantes Bild:

- Newspapers are experimenting with user generated content. The study found that 58 percent of newspapers allowed for user generated photos, while 18 percent accepted video and 15 percent articles. Overall, 58 percent of newspapers offered some form of user generated content in 2008 compared to 24 percent in 2007.
– Research shows that the number of newspaper websites allowing users to comment on articles has more than doubled in the last year. Seventy five percent of newspapers now accept article comments in some form, compared to 33 percent in 2007.
– Ten percent of newspapers had social networking tools, such as user profiles and the ability to “friend” other users, built into their sites in 2008. This compares to five percent of sites that included this feature in 2007. It is surprising that this number isn’t higher.
– Seventy six percent of newspapers offered a Most Popular view of content in some form (Most Emailed, Most Blogged, Most Commented, etc.). This compares to 51 percent in 2007 and 33 percent in 2006.
– Integration with external social bookmarking sites like Digg and del.icio.us has increased dramatically the last few years. Ninety-two percent of newspapers now include this option compared to only seven percent in 2006.
– Every newspaper the study examined featured some sort of online advertising. Indeed, 100% of newspapers provided some form of contextual advertising, such as Google Adwords. Forty-three percent of newspaper websites used interstitial advertising.

Wie sähe das für Deutschland aus? Meine Vermutung ist, dass die paar großen überregionalen Zeitungen dies auch alles umgesetzt haben, aber die regionalen bzw. lokalen Zeitung in aller Regel dies nicht für nötig erachtet haben. Ich finde allerdings den Hinweis, dass “nur” 10% der Zeitungen Social Network Tools eingebaut hätten, eher seltsam, denn ich glaube nicht, dass eigene Communities für Zeitungen sinnvoll wären, sondern dass es eher darauf ankommt, dass die User interessante Artikel mit ihren Freunden teilen und diskutieren, will man dauerhaft Traffic aufbauen bzw. binden.

[ via: PaidContent: Newspapers Suddenly Adapt To Socal Media; Nearly 60 Percent Offer User-Gen Content ]

In diesen total besinnlichen Momenten vor dem großen Fest gilt es auch einmal inne zu halten und im Web irgendwelche Geschenke zu kaufen, schließlich will man nicht in der Innenstadt pausenlos von irgendwelchen Kleingruppen aus dem Umland beim Shoppen umgerempelt werden.

Daher hier ein paar total gute Weihnachtstipps von mir:

cangra_zoom1. Naschereien-Kran – damit man nicht einfach nur hemmungslos nascht. Für mich wäre das nichts, dazu bin ich zu ungeduldig. Aber ich stelle mir das sehr lustig vor, wenn man sich die Süssigkeiten erst verdienen muss, indem man sie sich angelt und dann zusätzlich zum Zuckermangel noch die Gereiztheit kommt, wenn aufgrund der zittrigen Hände die Schokoriegel immer wieder runterfallen.

verwandt.de2. Ein Verwandt.de Staumbaum als Poster – falls sich Oma nicht mehr wirklich an alle derzeitigen Nachfahren erinnern kann und die Enkel ständig irgendwelche Fragen zu damals stellen, wer mit wem wieso welche Kinder hatte und warum.

41th7v7gk9l_sl110_3. Das Buch Unser HSV, weil es einfach keinen besseren Verein gibt. Das Buch ist gut gefüllt und ca. 20kg schwer, hat für jede Saison seitenweise Statistiken, Interviews und Bilder; sollte also dafür sorgen, dass der Fußball-fanatische Anhang für ein paar Momente beschäftigt ist.

abt_logo_2012084. Ein T-Shirt von A Better Tomorrow – denn der Frühling kommt bestimmt und dafür braucht man coole T-Shirts. Noch dazu gibt es bei ABT ständig neue Design-Contests mit Designern, die noch jung und unverbraucht sind und das Geld brauchen.

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In einem recht lesenswerten Interview im Abendblatt mit Ralf Stegner über das Erstarken der Rechtsextremen und die Notwendigkeit, dagegen anzugehen, wird am Ende noch ein wenig über den gemeinsamen Umgang in der großen Koalition in Kiel eingangen:

Abendblatt:
In Schleswig-Holstein regieren Sie mit der CDU von Peter Harry Carstensen. Haben Sie ihm schon eine Weihnachtskarte geschickt?

Stegner:
Ja, das habe ich getan. Ich habe ihm neben persönlichen Grüßen im Interesse der Menschen in Schleswig-Holstein gewünscht, dass wir bis 2010 gemeinsam die Verantwortung für unser Land wahrnehmen. Für die Zeit danach trennen sich unsere Wege hoffentlich wieder.
Abendblatt:
Haben Sie von Carstensen auch eine Weihnachtskarte bekommen?

Stegner:
Ja, wenn auch nur eine Massendrucksache ohne Anrede. Aber da hat ja jeder seinen eigenen Stil.

Nun ja. Oder eben nicht.

Hehe.

[ via: @AndyLenz ]

meebo_facebook_myspace

Als wir damals mit Mabber gestartet waren, hatte Meebo knapp zwei Monate vorher einen ziemlich beachteten Launch hingelegt, was für uns ziemlich nervig war, denn nicht nur hatten wir die Idee eines übergreifenden Instant Messaging Netzwerkes schon seit einiger Zeit, aber nun mussten wir uns auch noch den Copycat-Vorwurf anhören, was zusätzlich nervte. Meebo und Mabber hatten zwar dieselbe Grundidee, nämlich IM zwischen Systemen zu ermöglichen, waren aber von der Architektur grundlegend anders aufgestellt, zumal Mabber auch vom Start weg eine mobile Komponente hatte.

Gut, das ist alles abgehakt, aber nun hat Meebo neben AIM, ICQ, Yahoo!, MSN Messenger, Jabber und noch anderen Diensten auch Facebook und MySpace angebunden. Das ist eine ziemlich große Sache, nicht nur, weil jetzt so ziemlich alle Netzwerke miteinander verknüpft sind, sondern weil sie mit Meebo Community IM nun auch noch auf anderen Websites zu nutzen sind. Das bedeutet schlichtweg, dass man nicht nur seine Kontakte mit einander verknüpfen kann, sondern sie auch noch in viele Content-Umfelder quasi mitnehmen kann. Man kann sich ausmalen, was das für die Stickyness der angebundenen Social Networks oder Instant Messaging Netzwerke bedeutet, wie die Attraktivität der Content-Umfelder gesteigert wird und wie wenig im Gegenzug die Werbung auf diesen Seiten noch wahrgenommen werden wird. Die Auswirkungen werden interessant sein, zumal man dieses Rad nicht mehr zurückdrehen können wird.

[ via: Meebo Passes IMs Between MySpace And Facebook ]