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livefyreSeit ich blogge bin ich auf der Suche nach dem ultimativen Blogkommentartool. Ich möchte, daß Konversationen zu einem Artikel unter einem Artikel zusammengeführt werden, daß Diskussionen ermöglicht werden, daß die Kommentare auf meinem Blog bleiben, aber auch daß es eine Authentifizierung mit Facebook, Twitter, Google und Co gibt, da anonymes Rumgeätze und Gespamme möglichst ausbleibt. Ich habe hier schon etliche Tools getestet und setze seit einiger Zeit Livefyre ein. Nicht jeder mag es, sich hier bei mir zum Kommentieren registrieren zu müssen, aber für mich hat es deutliche Vorteile und dies hier ist irgendwie mein Blog und ich mache die Regeln. So, ich wollte auch mal ein Basta-Statement abliefern.

Nun jedenfalls kommt die Meldung Livefyre secures $4.5M round to become the ultimate commenting tool um die Ecke und ich muß sagen, daß ich mich ordentlich freue für das Team um CEO Jordan Kretchmer. Ich benutze Livefyre seit über einem Jahr und habe Jordan und sein Team als extrem engagiert kennengelernt.

Ultimativ erwarte ich von einem Kommentartool, daß nicht nur Tweets und Kommentare von einer Facebook Fanpage als Kommentare auf dem Blog zusammengeführt, was Livefyre als SocialSync benzeichnet, sondern daß auch Google+ integriert wird und daß es dann auch noch ein supersmartes Comment-Threading gibt, damit auch bei Facebook und Google+ mehr als nur ein Teil der Kommentare abgebildet werden, aber natürlich unter Einhaltung der Privacy-Einstellungen der Kommentierenden. Ja, man kann eine einfache Sache auch kompliziert gestalten.

Livefyre ist noch lange nicht da, wo ich es haben will, aber bislang bin ich sehr zufrieden damit. Wie findet ihr Livefyre auf diesem Blog? Wer sich nicht anmelden will, kann auch gerne auf Facebook bei Lummaland Fanpage kommentieren oder Replies per Twitter absenden.

Seit Juli habe ich wieder den Spaß am Bloggen entdeckt und seitdem gibt es auf lumma.de wieder mehr als nur einen mühselig rausgequetschten Artikel pro Woche. Ich blogge seit Ende 2002 / Anfang 2003, auch wenn nicht alle Artikel noch vorhanden sind, so ist Lummaland doch meine Basis im Netz. Wenn man die Deutschen Blogcharts als Indikator nehmen kann, dann war dieses Blog mal populär vor 5 Jahren. Ich habe dann irgendwann nicht mehr so viel Zeit und Lust gehabt, hier täglich Themen zu behandeln, die mich interessieren, sondern habe mehr auf Twitter und Facebook Inhalte verlinkt, als selber zu schreiben.

Quasi zeitgleich mit dem Aufkommen von Google+ habe ich das Interesse an diesem Blog und der Debatte über mir wichtige Themen wiedergefunden. Ich habe gemerkt, daß trotz Facebook, Twitter, Google+ und anderen Plattformen, mein Blog dann doch der Hub ist, auf dem ich alles zusammenführen möchte, was ich an Inhalten generiere. Irgendwie hatte ich schon immer Lust am Schreiben, auch wenn ich nicht immer wußte, worüber ich mal Schreiben könnte. Nach meiner Zeit als leitender Redakteur der Schülerzeitung Der Insulaner, wir hatten da nicht so die Strukturen, aber ich durfte meinen Kopf als V.i.S.d.P. hinhalten, wollte ich natürlich unbedingt Journalist werden, aber es hat dann doch nur zum Blogger gereicht. Ich schreibe vor allem dann gerne, wenn ich keine Deadline habe, jeder der mir schon mal eine Deadline für einen Text mitgegeben hat, wird dies in leidvoller Erinnerung haben, denn der Text kommt grundsätzlich nach der letztmöglichen Verschiebung der Deadline.

In den letzten Wochen habe ich mal ausprobiert, wie Bloggen für mich wieder funktionieren könnte. Ich orientiere mich dabei ein Stück Weit an Fred Wilson, einem sehr geschätztem Venture Capitalist aus New York, der es mit seinem Blog immer wieder schafft, interessante Themen aus seinem Alltag aufzugreifen und damit Diskussionen in seinem Blog lostritt. Fred Wilson bloggt mit einer ziemlichen Disziplin, was ich sehr bewundere. Da ich tagsüber eigentlich keine Zeit zum Bloggen habe, bin ich in den letzten Wochen zum Frühaufsteher geworden und nutze die Zeit morgens, bevor die Kinder aufstehen und zur Schule bzw. zum Kindergarten gebracht werden, um einen Blick auf den Google Reader und Instapaper zu werfen, damit ich sehe, was ich aufgreifen könnte für mein Blog. Ich schreibe also primär morgens und abends, verteile dann aber die Veröffentlichung über den Tag, weil ich gemerkt habe, daß ich dann weitaus mehr Leser für meine Artikel finde.

Interessanterweise bekomme ich die meisten Leser, indem ich neue Artikel auf Twitter, Facebook und Google+ verlinke und marktschreierisch brülle “neuer Artikel, jetzt lesen! und ne Banane dazu! Und ein Aal! Kommt alle!” – früher reichte es aus, einfach einen neuen Artikel zu schreiben und schon waren die Leser da. Einfacher geht es natürlich, indem man den Lumma.de Newsletter abonniert, der morgens immer frisch die Updates des Vortages bietet, oder indem man den schicken RSS-Feed von lumma.de im Feedreader der Wahl nutzt.

Ich blogge auf lumma.de wieder mehr, um mich hier mit Themen zu entfalten, die ich irgendwie spannend, witzig, relevant oder einfach nur interessant finde, dazu gehören irgendwelche Techie-Themen genauso wie LEGO oder Bemerkungen zur politischen Lage. Dabei probiere ich auch immer mal wieder irgendwas aus, weil ich sehen möchte, wie etwas funktioniert. Anders ausgedrückt, die Neugierde ist da, sie war nie weg, ich lebe sie allerdings jetzt wieder mehr auf diesem Blog aus. Natürlich steckt dahinter auch die Frage nach der Reichweite, ich blogge eben nicht, weil ich gerne allen ein Einblick in mein Tagebuch gewähren will, sondern um Leser zu erreichen, die sich für Themen interessieren, die auch ich interessant finde. Das klappt mal mehr, mal weniger, aber es gibt eben auch keinen Redaktionsplan oder Traffic-Analysen, nach denen ich weiss, an welchem Tag welches Thema unbedingt angepackt werden müsste. Überhaupt lässt sich die Strategie hinter diesem Blog mit “es macht mir Spaß” zusammenfassen. Derzeit bringt mir Bloggen wieder richtig viel Spaß. Außerdem war ich auf Dauer genervt von den ganzen Flitzpiepen, die irgendeinen Stuß schreiben und dann überall zitiert werden, da werde ich zukünftig doch häufiger mal als Stimme der Vernunft meine Meinung in die Debatte werfen. Ich freue mich über jedes Feedback, gerne in Form von Kommentaren, Likes, +1, Retweets oder Stumbles.

Deswegen blogge ich gerade so viel. Vielen Dank fürs Lesen!

No Comment T-ShirtEs fehlt nur das ultimative Kommentarsystem. Aber der Reihe nach. t3n stellte gerade die Frage Blogkommentare sind tot. Wird Google+ das Bloggen ersetzen? und da kann ich mich nicht lumpen lassen und antworte. Mit einem Trackback. Ja, Kinder. Ein Trackback. Früher, als wir nix hatten, außer unseren Blogs, da hat man bei anderen Blogs kommentiert, oder man hat auf andere Blogs in seinem eigenen Blog verlinkt und dann ein Trackback mitgeschickt, damit bei den Kommentaren auch der Link zurück zum eigenen Blog mitsamt einem Exzerpt des dortigen Artikels gepostet wurde. Mal sehen, ob t3n Trackbacks unterstützt.

Ich glaube, daß durch Google+ mehr denn je klar wird, daß eine Zersplitterung der Diskussion zu einem Artikel einerseits ganz praktisch sein kann, z.B. wenn man unterschiedliche Zielgruppen auf unterschiedlichen Plattformen antrifft, andererseits aber auch dazu führt, daß man sich schneller im Kreis dreht, da ähnliche Debatten auf unterschiedlichen Plattformen geführt werden.

Was ich gerne hätte, wäre ein Kommentarsystem, daß einen Permalink als Anker nimmt und daran sämtliche Konversationen abbildet, mitsamt Privacy-Optionen a la “meinen Namen nur für meine Facebook-Freunde anzeigen”, so daß man unterhalb eines Blog-Artikels massenweise Kommentare bündelt, die aber sonstwo entstehen. Gleichzeitig müssten allerdings diese Kommentare auch per API an die jeweiligen Kommentarstränge bei Facebook, Google+, LinkedIn und sonstwo angefügt, bzw. synchronisiert werden. Dann würde man wirklich so ziemlich alle Kommentare zusammenführen und eine Debatte führen. Ich bin ja so von Effizienzgedanken beseelt. Und Allmachtsphantasien. Eine Debatte, die alles regelt. Auch im richtigen Leben führt man ganz oft dieselbe Debatte mit unterschiedlichen Leuten und diese sind untereinander kaum verknüpft. Aber im Netz könnte dies eigentlich möglich sein.

Ich glaube schon, daß durch das Social Plug-In von Facebook die Hemmschwelle zum Kommentieren gesenkt wird und man mehr Kommentare bekommt. Ich nutze in diesem Blog Livefyre, um Authentifizierungen mit Facebook, Twitter und anderen Systemen zu ermöglichen, weil ich glaube, daß dadurch das Kommentieren einfacher wird. Das führt dazu, daß einige Personen nicht kommentieren wollen, da sie ungern einem Drittanbieter ihre Daten geben, um bei mir zu kommentieren. Das finde ich schade, aber die Vorteile überwiegen für mich deutlich.

Ehrlich gesagt wird die größte Auswirkung auf die Kommentare bei Blogs nicht Google+, Facebook oder ein Kommentarsystem haben, sondern die Güte des Contents verknüpft mit dem Grad der Kontroverse oder der Aufmerksamkeit. Ein langweiliges Blog bekommt keine Kommentare.

Follow me!Vor einigen Wochen hat mir Galileo-Computing ein Rezensions-Exemplar des Buches Follow me! zugeschickt. Um es kurz zu machen: das Buch ist ein gutes Einsteiger-Handbuch für Social Media.

Wenn man sich als Dienstleister oder Werbetreibender mit dem Thema Social Media auseinandersetzen will, muß oder gar darf, und einfach mal kompakt einen Überblick gewinnen will, dann ist dieses Buch wirklich empfehlenswert. Wer aber bereits etwas Erfahrung im Bereich Social Media hat, für den ist dieses Buch eher zu oberflächlich. Beim Lesen habe ich immer wieder innerlich genickt und gedacht “ja, genauso hätte ich es auch empfohlen”, was mich natürlich darin bestärkt, daß dieses Buch gut und hilfreich ist.

Allerdings wäre mir etwas mehr Tiefgang an der einen oder anderen Stelle schon wichtig gewesen, denn Follow me! erklärt zwar anschaulich, was man alles tun sollte, um eine gelungene Social Media Präsenz hinzubekommen, aber was dann kommt, das fehlt leider total. Oder andersrum: nach der Lektüre des Buches sollte man lieber bei seiner Agentur anrufen und sagen “ok, die Basics habe ich verstanden, was machen wir jetzt genau?” – ansonsten steht man evtl. doof da mit seiner Social Media Präsenz und weiss nicht weiter, denn das ist außerhalb des Rahmens des Buches. Netterweise sind die Beispiele des Buches nahezu allesamt aus dem deutschen Sprachraum und erstaunlich aktuell, noch dazu decken sie quasi das gesamte Spektrum der in Deutschland genutzten und verfügbaren Dienste ab, von Blogs über Twitter, Facebook und Youtube bis zu XING ist eigentlich alles dabei.

Follow me! ist aktuell als Einsteiger-Handbuch für Social Media absolut empfehlenswert. Wer mehr als einen Überblick benötigt, sollte allerdings dieses Buch im Regal lassen.

Matt Mullenweg State of the Word 2011
WordPress ist mit Abstand das populärste Blog-System – sowohl als Open Source Software für die Installation auf dem eigenen Server oder als gehostete Version auf WordPress.com. Es gibt tonnenweise Plugins und Themes, aber vor allem geht die Entwicklung von WordPress weiter munter voran.

Matt Mullenweg zeigt auch dieses Jahr wieder in seiner State of the Word, wie sich WordPress entwickelt und stellt die Ergebnisse einer groß angelegten Nutzer-Umfrage vor.

Lumma.de läuft seit einigen Jahren auch auf WordPress und hat ca. die Hälfte aller verfügbaren Plugins und Widgets installiert.