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Mobile knackt die 10-Prozent-Marke

Jeder, der mal eine Website entwickelt hat, kennt die leidige Browser-Diskussion. Damals, als ich mit dem Web angefangen hatte, war die Frage immer noch, ob die Seite auch mit Lynx funktionieren sollte, damit die Leute nicht ausgeschlossen wurden, die die Kommandozeile auch fürs Web nutzen wollen. Danach ging es dann munter weiter von der Einführung des Marquee-Tags bis hin zu den ganzen kleinen und großen Inkompatibiltäten, die heutzutage zwischen den Browsern existieren. In den letzten Jahren war dann die Frage “müssen wir Internet Explorer 6 wirklich noch unterstützen?” grundsätzlich die Frage, auf die niemand ein “Ja!” als Antwort hören wollte. Zwar ist der Marktanteil des IE 6 in Deutschland mittlerweile bei unter 1% angelangt, aber in großen Unternehmen kann man immer noch den IE6 antreffen, der Angst und Schrecken unter den Frontend-Entwicklern verbreitet.

Aber eigentlich ist es völlig egal, irgendeinen Aufwand in alte Versionen des Internet Explorer zu stecken, es sei denn, man vermutet genau dort die Nutzer. Ansonsten sollte man sich lieber mit Responsive Design und HTML5 auseinandersetzen und Websites bauen, die für Smartphones und Tablets ebenso funktionieren wie für herkömmliche Desktop Browser. Aber irgendwie hat sich das immer noch nicht herumgesprochen. Ich würde immer darauf setzen, die Leute zu erreichen, die bei der Nutzung einer Technologie eher früh dabei sind, als auch noch die Leute irgendwie mitzunehmen, die Browser benutzen, die schon seit Jahren nicht mehr aktuell sind. Wie gesagt, es gibt Ausnahmen, aber man sollte lieber die Leute mitnehmen, die sich auf einer nach oben zeigenden Kurve befinden, als immer noch Krücken zu bauen für irgendwelche Browser, die eigentlich schon lange niemand mehr nutzen müssen sollte.

Wenn man mal ein Tablet nutzt, dann stellt man erst einmal fest, wie wenig die Anbieter überhaupt gewillt sind, entsprechende Ansichten für Tablet-Nutzer zu bauen. Die ZEIT ist da eine rühmliche Ausnahme, die das meines Erachtens vorbildlich löst, aber sobald man eine Shopping-Site nutzen will, überkommt einen das kalte Grauen, weil einfach nichts wirklich stimmig aussieht. Kein Wunder, dass das mit dem mCommerce noch nicht so richtig klappen will.

Baut Websites für mobile Browser und die Nutzer werden es Euch danken!