Christopher Pramstaller hat auf sueddeutsche.de mal richtig viel Wind um gar nichts gemacht und mit weitem Anlauf die Lego-Produktlinie für Mädchen – Gender-Ghetto in Pink und Lila gedisst:
Das Ergebnis ist ein emanzipatorischer Albtraum: Die zentralen Figuren, die Freundinnen Mia, Emma, Andrea, Olivia und Stephanie, leben in “Heartlake City”, einem Gender-Ghetto in Pink und Lila. Für die realen wie die Plastikmädchen gibt es nichts weiter zu tun, als Kuchen zu backen, in den Schönheitssalon zu gehen und sich um die Pferde zu kümmern.
Unsere Tochter hat vor ein paar Wochen etliche Sets von LEGO Friends als Teststellung bekommen und spielt seitdem begeistert mit LEGO Friends. Sie spielt auch mit anderem LEGO, aber sie baut eben nicht so gerne Autos und Raumschiffe, sondern macht lieber etwas mit Häusern und Menschen. Daraus jetzt zu konstruieren, daß dieses fiese Gender-Marketing dazu führe, daß die Mädchen in einem Gender-Ghetto gefangen wären, ist schon starker Tobak und eigentlich nur als Linkbait zu qualifizieren. Selten habe ich so einen dämlichen Stuß über Spielzeug für Mädchen gelesen.
Guck Dir das mal an, Christopher Pramstaller, so sieht Dein blumig beschriebenes Gender-Ghetto aus:
Die Phantasie der Mädchen wird nicht beschränkt werden, nur weil die LEGO-Steine pink und lila sind, denn spätestens nach dem ersten Aufräumen wird sowieso alles zusammen in einer Kiste landen. Klar sind die Männekens anders, aber das macht beim Spielen mal gar nichts. Für mich stellt LEGO Friends wenn überhaupt die Einstiegsdroge für Mädchen in die kreative Welt von LEGO dar, und meinetwegen kann dies dann auch in pink und lila erfolgen. Diese ganz konstruierte Gender-Grütze allerdings teile ich nicht ansatzweise. LEGO Friends ist ein tolles Spielzeug für Mädchen, sagt jedenfalls meine Tochter und die kennt sich aus.
























