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Jochen Krisch kürt gerade das Unwort des Jahres: Social Media:

Kein Begriff ist so irreführend und verharmlost die Entwicklungen im Bereich der Online-Netzwerke ähnlich stark wie der Begriff “Social Media”. Deshalb ist “Social Media” unser Unwort des Jahres.

Social Networks verändern die (Medien-)Welt. Doch indem der Netzwerk-Begriff durch den zwar sehr griffigen, aber in diesem Zusammenhang komplett unsinnigen Medienbegriff ersetzt wird, möchte uns die Medien-, PR- und Marketingindustrie vorgaukeln, dass man im Netzwerkkontext mit der klassischen Mediendenke (= Aufbau und Monetarisierung von Reichweite) weiterkäme.

Nichts widerspräche dem Netzwerkgedanken mehr, wie wir spätestens seit dem Cluetrain-Manifest wissen sollten. Netzwerke sind keine Fortführung, sondern eine Alternative zu traditionellen Medienstrukturen.

Da auf meiner Visitenkarte Direktor Social Media steht, fühle ich mich durchaus ein klein wenig angesprochen von Jochens Ausführungen. Ich habe ehrlich gesagt auch ein paar Minuten lang darüber nachgedacht, welcher Begriff am Besten umschreibt, was gemeinhin als Social Media bezeichnet wird. Social Networks wäre ebenfalls ein guter Begriff, ähnlich wie Digital Conversations oder Social Web.

Letztendlich ist es wie mit dem Begriff Web 2.0 – man wird nicht komplett glücklich damit, muß aber nicht mehr so viel erklären, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Das war bei mir der Hauptgrund, warum ich als Begriff Social Media gewählt habe. Ich muß gerade permanent erklären, was ein Direktor Social Media so treibt, da finde ich es hilfreich, daß ich nicht auch noch den Begriff Social Media erläutern muß, sondern dieser eben mittlerweile schon recht bekannt ist.

Nico Lumma im Interview zu Social Media ist ein durchaus lesenswertes Interview, was allerdings eher an den guten Fragen liegt und natürlich eher nicht so an meinen Antworten.

Was genau versteht man unter dem Oberbegriff „Social Media“?

Nico Lumma: Ich verstehe unter dem Begriff Social Media einen großen Tei dessen, was man auch als Web 2.0 oder Mitmach-Web bezeichnet. Also weniger die runden Ecken, sondern die Tatsache, dass Menschen sich online miteinander austauschen und ein Beziehungsgeflecht entstehen lassen. Das Spektrum reicht von Blogs über flickr und Youtube bis hin zu socialen Netzwerken wie Facebook oder wer-kennt-wen, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen.

Das Foto allerdings hätte Sachar ein Stück kleiner basteln können, aber so gibt es wenigstens ein neues Poster für die Wände.

Des Weiteren bin ich seit kurzem Venture Partner bei Founderslink. Oliver Beste und Fabian Hansmann habe ich vor zwei Jahren kennengelernt und mit ihnen durchaus anregende Gespräche über Startups, Geschäftsmodelle und Finanzierungen geführt. Founderslink hat sich zur Aufgabe gemacht, Ideen und Gründer zusammen zu bringen, ein Konzept, das ich sehr interessant finde. Als Oliver und Fabian mich fragten, ob ich als Venture Partner für Founderslink agieren möchte, habe ich gerne zugesagt.

Ausserdem würde ich gerne anmerken, daß ich wirklich gerne die aktuelle Ausgabe von Der Freitag kaufen wollte, aber irgendwie ist das Blatt an jedem Kiosk, den ich aufsuchte, ausverkauft, während etliche Stapel der Zeit rumliegen. Also doch online first für mich.

Wie ungewöhnlich gut informierte Quellen gerade berichten, bin ich seit Anfang diesen Jahres als Director Social Media bei Scholz & Friends beschäftigt. Da diese Meldung für mich nicht so überraschend kommt, habe ich die Zeit genutzt und ein kleines Interview mit mir geführt, schliesslich sind Blogger ja generell für Selbstreferentialität bekannt.

Nico: Nico, Glückwunsch zum neuen Job! Wie kommt es, daß Du zu Scholz & Friends gegangen bist?

Nico: Nico, Danke, das ist eine gute Frage. Ehrlich gesagt hat Don Alphonso einen gewissen Anteil daran, daß ich jetzt bei Scholz & Friends bin.

Nico: Das mußt Du erklären.
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Die Jungs hinter SoundCloud, Alexander Ljung & Eric Wahlforss, haben ihr Studie zum Thema People, Profiles & Trust: On Trust In Web-mediated Social Spaces veröffentlicht. Man kann das Werk bei Amazon kaufen, als PDF herunterladen oder online bei Scribd lesen.

People, Profiles & Trust

Dramatic Shift in Marketing Reality ist ein Video von Scholz & Friends, das den Paradigmenwechsel in der Werbung aufzeigt. Leider bekomme ich die Anfangsmusik jetzt nicht mehr aus meinem Kopf. Ansonsten bringt das Video das Thema Social Media sehr gut auf den Punkt.

[ via: Scholz & Friends erklären sich bereit | Werbeblogger – Weblog über Marketing, Werbung und PR ]