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Barack Obama hatte im letzten Präsidentschaftswahlkampf auf Twitter und Facebook gesetzt. Im nächsten Präsidentschaftswahlkampf wird Google+ eine entscheidene Rolle spielen. Ein Zeichen dafür ist Newt Gingrich’s First Hangout, aber vor allem die Möglichkeit, über Circles zielgenau die Unterstützer mobilisieren zu können, ohne die Intimität von Facebook aufbauen zu müssen oder sich auf die 140 Zeichen von Twitter zu beschränken.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr sehe ich in Google+ die ideale Mobilisierungsplattform. Twitter ist schnell in der Distribution von Informationen, aber doch limitiert, hingegen kann man bei Google+ leicht Bilder und Videos embedden, mit +1 in die Google-Suchergebnisse pushen, die Inhalte sharen und kommentieren. Die Circles lassen sich wunderbar clustern und für die gezielte Ansprache der Unterstützer nutzen. Twitter ist dafür zu limitiert und Facebooks ist eher auf eine enge Verbindung über Freundschaft ausgelegt als auf rasante Informationsdistribution. Hangouts werden die Bürgersprechstunden von morgen werden, Sparks bereitet die interessanten Themen auf und Huddle ermöglicht die Mobilisierung von unterwegs.

Google+ wird die wichtigste Plattform für den nächsten amerikanischen Präsidenschaftswahlkampf werden.

“Desperate times call for drastic measures”, das muß sich das Wahlkampf-Team von Barack Obama gedacht haben, denn ab jetzt wird zurückgetwittert:

Starting today, you’ll notice something new about President Obama’s Facebook page and his Twitter account, @BarackObama.
Obama for America staff will now be managing both accounts, posting daily updates from the campaign trail, from Washington, and everywhere in between. You’ll be hearing from President Obama regularly, too; on Twitter, tweets from the President will be signed "-BO."

Wir erinnern uns, obwohl Obama im letzten Wahlkampf sehr präsent war, hatte er nie selbst getwittert. Nun sind die Accounts bei Facebook und Twitter wieder in der Hand der Wahlkampf-Organisation und es wird auf Attacke umgeschaltet, dieses Mal allerdings mit dem einen oder anderen persönlichen Tweet vom Präsidenten himself, oder wenigstens ihm zugeschrieben. Die Wahlkampf-Organisation von Obama hat verstanden, wie man den Präsidenten inszeniert und ich gehe davon aus, dass seine Tweets viel zitiert werden dürften. Aus Perspektive des Journalisten-Tross, der den Wahlkampf begleiten wird, ist es natürlich fürchterlich, wenn Zitate des Präsidenten einfach per Twitter distribuiert werden, aber so sichert sich Obama die maximale Aufmerksamkeit.

Während die Welt gespannt auf den ersten Tweet von “-BO” wartet, dürfte es noch lange dauern, bis wir Deutschen Tweets von “-MA” oder “-FWS” sehen werden. Politiker und ihre Wahlkampfstäbe hierzulande warten lieber noch ab, ob sich das Internet wirklich durchsetzen wird.

Für einen kurzen USA-Aufenthalt wollte ich eine Prepaid SIM-Card für mein iPhone haben, habe aber bei der Recherche herausgefunden, daß kaum jemand dafür einen Tipp hatte. Ich habe ein SIMlock-freies iPhone, d.h. nicht alle iPhone-Nutzer können mit meinem Vorgehen etwas anfangen.

Ich habe mir bei AT&T eine GoPhone® Prepaid SIM-Card gekauft, für $25. Darin enthalten sind 100 mb für $19.99 und Calls für ¢25 die Minute. Telefonieren wollte ich ja eh nicht, aber eben online sein.

Dämlicherweise funktioniert die SIM-Card nicht automatisch im iPhone für Daten-Nutzung, und auch der Verkäufer meinte, daß ich mit der Prepaid SIM-Card nichts anfangen können würde, da AT&T nur Flatrates für das iPhone vorsieht, nicht aber 100 mb als Prepaid-Option. Mit Hilfe von unlockit.co.nz konnte ich dann doch auf dem iPhone locker die APN-Settings ändern, dafür benötigte ich lediglich kurzzeitig freies WLAN.

Mit etwas zurückhaltender Nutzung bin ich dann auch locker 2 Tage mit den 100 mb ausgekommen.

Eigentlich also ganz einfach…

Design for Obama

Nico —  13.11.2009 — 4 Comments

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Pünktlich zum Jahrestag der Präsidentschaftswahl in den USA wurde das Buch Design for Obama veröffentlicht, das 250 Plakatmotive zeigt, die auf DesignForObama.org gesammelt wurden. Eigentlich ein ideales Weihnachtsgeschenk, nicht nur für mich. Und ja, wenn man sich Wahlplakate in Deutschland anguckt, dann merkt man, daß wir Lichtjahre vom kreativen Feuerwerk der Unterstützer Obamas entfernt sind.

[ via: Design for Obama Book ]